Die Belege, die jedes Jahr gebraucht werden
Diese Liste deckt den Grossteil ab:
- Lohnausweis, bei mehreren Anstellungen von jeder.
- Kontoauszüge und Zinsbescheinigungen per 31. Dezember, von allen Banken.
- Steuerverzeichnis oder Depotauszug bei Wertschriften.
- Bescheinigung der Säule 3a und Vorsorgeausweis der Pensionskasse.
- Krankenkassenprämien und Bescheinigung der Prämienverbilligung.
- Belege für Berufsauslagen, Weiterbildung, Kinderbetreuung.
- Bei Wohneigentum: Hypothekarzinsbescheinigung und Unterhaltsrechnungen.
- Spendenbescheinigungen und Belege zu Alimenten.
Die Belege, die unterjährig verloren gehen
Der Lohnausweis kommt automatisch – deshalb geht er selten verloren. Verloren gehen die anderen: die Quittung des Weiterbildungskurses vom März, die Kita-Rechnungen, die Zahnarztrechnung, die Spendenbestätigung aus dem Dezember.
Das ist der eigentliche Grund, warum Abzüge verschenkt werden. Nicht Unwissen über die Regeln, sondern fehlende Nachweise für Ausgaben, die tatsächlich stattgefunden haben. Wer CHF 3'000 an belegbaren Kosten nicht nachweisen kann, verschenkt bei 25 % Grenzsteuerbelastung CHF 750.
Zehn Jahre aufbewahren
Die Belege müssen nicht mit der Erklärung eingereicht, aber auf Verlangen vorgelegt werden können – üblicherweise zehn Jahre lang. Bei Wohneigentum gilt faktisch länger: Belege für wertvermehrende Investitionen brauchst du beim Verkauf, und der kann Jahrzehnte später kommen.
Wer diese Rechnungen wegwirft, zahlt beim Verkauf Grundstückgewinnsteuer auf einen Gewinn, den es teilweise gar nicht gab. Diese Belege gehören in eine dauerhafte Ablage, nicht in den Jahresordner.
Das System, das funktioniert
Es braucht keine Buchhaltung. Es braucht eine Ablage, in die ein Beleg im Moment der Ausgabe wandert – fotografiert, benannt, abgelegt. Wer das an die Buchung koppelt, muss nicht daran denken; die Ablage entsteht als Nebenprodukt des Budgetierens.
In BudgetHub entsteht dein Steuerdossier übers Jahr statt im Januar: Belege ablegen, Abzüge sammeln, Fristen im Blick. Sieh dir den Bereich «Steuern» an.
Die Zahl, die den Unterschied macht
Nicht der Kontostand, sondern der frei verfügbare Betrag nach Fixkosten und Rückstellungen. Er ist die einzige Grösse, über die du im Monat tatsächlich entscheidest – alles andere ist bereits vergeben.
Bei CHF 6'000 netto, CHF 2'400 Fixkosten und CHF 600 Rückstellungen sind das CHF 3'000. Wer stattdessen mit CHF 6'000 plant, plant mit Geld, das schon weg ist.
Warum Kategorien zusammengehören
Zehn bis fünfzehn Kategorien sind das Optimum. Weniger verdeckt, wo das Geld hingeht; mehr macht die Zuordnung zur Last – und ein Budget, das Aufwand macht, wird nach zwei Monaten liegen gelassen.
Kategorien mit unter CHF 30 im Monat gehören zusammengelegt, solche über zwanzig Prozent des Budgets aufgeteilt. «Freizeit» mit CHF 600 sagt wenig; «Restaurant» und «Hobby» getrennt zeigen, wo der Betrag entsteht.
Der Unterschied zwischen Sparen und Rückstellen
Rückstellungen sind aufgeschobener Konsum: Geld für Steuern, Ferien oder den Zahnarzt, das bereits vergeben ist. Sparen baut Vermögen auf. Beides in einen Topf zu werfen führt zu einer Sparquote, die im September wieder verschwindet.
Praktisch heisst das: getrennte Konten oder mindestens getrennte Kategorien. Wer beides mischt, kennt seinen tatsächlichen Vermögensaufbau nicht.
