Warum Schweizer Budgets anders funktionieren
Drei Posten machen das Schweizer Budget speziell: Die Krankenkassenprämie wird pro Person und Prämienregion verrechnet und nicht vom Lohn abgezogen. Die Steuern kommen nachträglich per Rechnung, nicht automatisch an der Quelle (ausser bei Quellensteuer). Und die Säule 3a ist freiwillig, aber steuerlich hoch attraktiv. Wer eine Budget-Vorlage aus Deutschland oder den USA nutzt, muss diese drei jedes Mal von Hand nachbauen.
Die Reihenfolge, die funktioniert
Erstens: Alle Fixkosten eines ganzen Jahres sammeln – auch die, die nur einmal jährlich kommen (Steuern, Versicherungen, Serafe, Vereinsbeiträge). Durch zwölf teilen. Das ist dein echter monatlicher Fixkostenblock, und er ist fast immer höher als gedacht.
Zweitens: Rückstellungen als Fixkosten behandeln. Steuern und der Notgroschen sind keine Restgrösse, sondern eine monatliche Zahlung an dich selbst. Drittens: Was übrig bleibt, ist dein tatsächlicher Spielraum für Variables.
Richtwerte statt Bauchgefühl
Als Orientierung gilt in der Schweiz: Die Mietquote sollte etwa 33 % des Bruttolohns nicht überschreiten. Für die Säule 3a liegt der Maximalbetrag für Angestellte bei CHF 7’258 pro Jahr (Stand 2026). Der Notgroschen sollte drei bis sechs Monatsfixkosten abdecken. Das sind Richtwerte, keine Gesetze – aber sie zeigen schnell, wo ein Budget schief steht.
Vom Plan zur Gewohnheit
Ein Budget scheitert selten am Plan, sondern an der Pflege. Deshalb ist der entscheidende Schritt nicht die perfekte Tabelle, sondern eine Routine: einmal im Monat zehn Minuten, Ist gegen Plan. In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
