Rechner

Budgetrechner Schweiz

Kurz beantwortet: Als Orientierung gilt die 50/30/20-Regel – rund 50 % des Nettoeinkommens für Fixkosten, 30 % für Lebenshaltung, 20 % fürs Sparen. Bei CHF 6'000 netto sind das CHF 3'000, CHF 1'800 und CHF 1'200. In der Schweiz liegen die Fixkosten wegen Miete und Krankenkasse oft höher, weshalb 60/25/15 realistischer ist.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Budgetrechner
Verfügbar / Sparpotenzial pro MonatCHF 1'500
Sparquote23 %
Sparpotenzial pro JahrCHF 18'000

Richtwert Schweiz: Fixkosten 50–60 %, Lebenshaltung 25–35 %, Sparen 10–20 %.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Hauptseite zum Thema: Budgetplaner Schweiz – dort findest du den vollständigen Überblick.

So rechnest du

Netto-Einkommen − Fixkosten (Miete, Krankenkasse, Versicherungen) − variable Kosten (Lebensmittel, Freizeit) = verfügbarer Betrag bzw. Sparpotenzial.

Richtwerte

Fixkosten 50–60%, Lebenshaltung 25–35%, Sparen 10–20% des Netto-Einkommens.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Ein Einpersonenhaushalt mit CHF 6'000 netto: Miete CHF 1'600, Krankenkasse CHF 400, Versicherungen und Abos CHF 250, ÖV CHF 80 – zusammen CHF 2'330 Fixkosten. Bleiben CHF 3'670 für Lebenshaltung und Sparen.

Realistisch gehen davon CHF 800 für Lebensmittel, CHF 400 für Freizeit und Kleider sowie CHF 300 für Steuerrückstellung weg. Der Sparbetrag liegt damit bei rund CHF 2'170 – deutlich über der 20-Prozent-Regel, was zeigt: Die Faustregeln sind ein Startpunkt, nicht das Ziel.

Der Posten, der fast immer fehlt

Rückstellungen. Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Reparaturen kommen jährlich oder unregelmässig und sprengen sonst jeden Monat, in dem sie auftauchen. Wer sie durch zwölf teilt und als Fixposten führt, hat ein Budget, das auch im März hält.

Was das Ergebnis nicht zeigt

Ein Budgetrechner arbeitet mit Durchschnittswerten über zwölf Monate. Er zeigt deshalb nicht, dass der Januar mit Steuerraten und Versicherungsprämien deutlich teurer ist als der Juli – und genau diese Schwankung bringt Budgets zum Kippen.

Die Gegenmassnahme ist die Rückstellung: Alles, was jährlich kommt, wird durch zwölf geteilt und als Fixposten geführt. Danach stimmt der Durchschnitt auch im Januar.

Der nächste Schritt nach der Berechnung

Die berechnete Sparrate am Tag des Lohneingangs per Dauerauftrag abbuchen lassen, nicht am Monatsende hoffen. Das ist die einzige Massnahme, die ohne laufende Willenskraft funktioniert.

Und nach drei Monaten nachrechnen: Fast immer weichen zwei bis drei Kategorien deutlich ab. Sie realistisch nach oben zu korrigieren macht das Budget tragfähig – ein dauerhaft zu optimistisches wird ignoriert.

Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist

Jede Berechnung arbeitet mit Annahmen: konstante Beträge, konstante Sätze, ein durchschnittlicher Monat. Die Realität liefert schwankende Einkommen, Sonderausgaben und Jahre, die aus der Reihe fallen.

Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Prognose. Brauchbar wird es, wenn du es mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate vergleichst – erst dieser Abgleich zeigt, ob die Annahmen zu dir passen.

Richtwert und eigene Lage

Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.

Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.

Häufige Fragen

Wie viel Prozent des Lohns sollten Fixkosten ausmachen?+

Als Richtwert 50 bis 60 % des Nettoeinkommens. In Städten mit hohen Mieten sind 60 % häufig realistisch – darüber wird das Budget anfällig für jede unerwartete Ausgabe.

Was zählt zu den Fixkosten?+

Alles, was monatlich in gleicher Höhe anfällt und nicht kurzfristig veränderbar ist: Miete, Nebenkosten, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, ÖV-Abo und Rückstellungen für Steuern.

Wie viel sollte am Monatsende übrig bleiben?+

Idealerweise 10 bis 20 % des Nettoeinkommens. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Betrag am Zahltag abgebucht wird und nicht das ist, was zufällig übrig bleibt.

Warum stimmt mein Budget im Januar nicht?+

Weil Steuerraten, Versicherungsprämien und Jahresrechnungen dort zusammenfallen. Als Zwölftel über das Jahr verteilt sind sie unauffällig.

Wie genau ist das Ergebnis?+

Es ist eine Grössenordnung auf Basis konstanter Annahmen. Brauchbar wird es im Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate.

Was mache ich mit dem Ergebnis?+

Den errechneten Betrag als Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs einrichten. Ein Ergebnis, das nicht in eine Handlung mündet, verändert nichts.

Wie verlässlich sind Richtwerte?+

Als Ausgangspunkt brauchbar, als Massstab nicht. Erst der Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate macht sie aussagekräftig.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.