Was in der Excel-Vorlage steckt
Die Datei hat zwei Blätter. «Budget» ist das Monatsblatt: pro Kategorie ein Richtwert für einen Schweizer Einpersonenhaushalt, daneben die Spalten «Dein Plan» und «Ist» sowie die automatisch berechnete Differenz. Oben trägst du dein Nettoeinkommen ein; unten rechnet die Vorlage aus, wie viel am Monatsende übrig bleibt – oder fehlt.
«Jahresübersicht» ist das zweite Blatt: dieselben Kategorien für alle zwölf Monate, mit Summen pro Monat und pro Kategorie. Genau dort werden die Posten sichtbar, die im Monatsbudget untergehen, weil sie nur ein- oder zweimal im Jahr fällig sind: Steuern, Krankenkassen-Franchise, Serafe, Autosteuer, Ferien.
- Zwölf Kategorien, auf den Schweizer Alltag zugeschnitten (Krankenkasse, Steuerrückstellung, Serafe, Säule 3a)
- Eingabefelder gelb markiert, Formeln grau – nichts kann versehentlich überschrieben werden
- Funktioniert in Excel, Google Sheets, LibreOffice und Apple Numbers
- Keine Makros, keine externen Verknüpfungen, keine Registrierung
So füllst du sie in 15 Minuten aus
Beginne mit den Fixkosten, nicht mit den Wünschen. Miete, Krankenkasse, Versicherungen und Abos stehen auf Rechnungen und Verträgen – diese Zahlen sind sicher. Jährliche Beträge teilst du durch zwölf und trägst den Monatswert ein; die Jahresübersicht hilft dir, sie trotzdem im richtigen Monat zu sehen.
Für die variablen Posten – Lebensmittel, Freizeit, Kleidung – nimm den Durchschnitt der letzten drei Monate aus deinem Bankauszug, nicht das, was du gern ausgeben würdest. Wer hier beschönigt, hat am Monatsende ein Budget, das auf dem Papier aufgeht und in der Realität nicht.
Zum Schluss die Steuerrückstellung: Teile deine letzte Steuerrechnung durch zwölf. In den meisten Kantonen ist das der grösste Posten, den Haushalte vergessen – und der Grund, warum im März plötzlich das Geld fehlt.
Richtwerte für die Schweiz
Die vorausgefüllten Beträge sind Orientierungswerte für einen Einpersonenhaushalt mit mittlerem Einkommen in einer mittelgrossen Stadt. Sie sind bewusst als Bandbreite zu lesen: Die Miete schwankt zwischen Zug und Jura um mehr als das Doppelte, die Krankenkassenprämie je nach Kanton und Franchise um mehrere hundert Franken. Ersetze jeden Richtwert durch deine echte Zahl – die Vorlage rechnet sofort neu.
Als Faustregel für die Verteilung eignet sich die 50-30-20-Regel: rund die Hälfte des Nettoeinkommens für Fixkosten und Bedarf, knapp ein Drittel für Wünsche, ein Fünftel fürs Sparen. In der Schweiz ist der Fixkostenblock wegen Miete und Krankenkasse oft grösser – dann geht der Sparanteil vor dem Wunschanteil zurück, nicht umgekehrt.
Die drei häufigsten Fehler beim Ausfüllen
Erstens: Nettoeinkommen und Bruttolohn verwechseln. Ins Budget gehört, was auf dem Konto ankommt – nach AHV, BVG, Quellensteuer. Zweitens: den 13. Monatslohn als monatliches Einkommen einrechnen. Er ist eine Reserve für Steuern und Franchise, kein zwölftes Zwölftel. Drittens: die Kategorie «Reserve» leer lassen. Ohne Reserve trifft die erste Zahnarztrechnung das Sparziel, und das Budget kippt beim ersten unplanbaren Monat.
Welche Vorlage für welche Situation
Diese Excel-Vorlage ist der Allrounder für Einzelpersonen. Wer zu zweit plant, nimmt die Paar-Budget-Vorlage mit gemeinsamem Topf; Familien die Familienbudget-Vorlage mit Kinderbetreuung und Zulagen; Studierende die schlanke Studi-Vorlage; wer nur den Monat auf Papier will, den Haushaltsplan zum Ausdrucken. Alle Vorlagen teilen dieselbe Kategorienlogik – ein Wechsel ist jederzeit ohne Neuanfang möglich.
Excel oder App – wann welche Lösung passt
Eine Excel-Vorlage ist die richtige Wahl, wenn du einmal im Monat in Ruhe planen willst und wenige Konten hast. Sie ist gratis, gehört dir vollständig und braucht keine Anmeldung. Ihre Grenze zeigt sich beim Erfassen: Jede Buchung von Hand eintragen, Kategorien selbst zuordnen, Dubletten selbst erkennen – nach drei Monaten bleibt das bei vielen liegen.
Genau dort setzt BudgetHub an: Dieselbe Kategorienstruktur, aber mit Bankauszug-Import per CSV (ohne Bankverknüpfung), automatischer Kategorisierung, gemeinsamen Budgets für Paare und Familien und einer Jahresansicht, die sich von selbst füllt. Der Free-Plan ist dauerhaft kostenlos; die Vorlage bleibt trotzdem hier, wenn du lieber bei Excel bleibst.
In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.
