Schritt 1–2: Einnahmen & Fixkosten ehrlich
Nettolöhne (13. Monatslohn als Muster!), Kinder- und Familienzulagen als Einnahmen; dann die Fixkosten: Miete, Krankenkassenprämien PRO PERSON (Kinderprämien nicht vergessen), Versicherungen, Serafe, Betreuung, Steuern als Zwölftel.
Schritt 3: Kinderkosten mit echten Zahlen
Budgetberatungsstellen rechnen je nach Alter mit rund CHF 300–800 direkten Kosten pro Kind und Monat – Betreuung separat und oft der grösste Posten. Und: Prämienverbilligung prüfen, mit Kindern ändert sich der Anspruch häufig. Eine ausführliche Aufschlüsselung findest du unter Was kostet ein Kind in der Schweiz?.
Schritt 4: Gemeinsam führen statt delegieren
Familien, die das Budget zu zweit sehen und monatlich 15 Minuten besprechen, halten es durch – das Wissensmonopol einer Person ist das häufigste Scheitern.
Ein gemeinsamer Familien-Hub macht genau das zum Standard: kostenlos starten.
Die Familienposten, die sonst untergehen
Mittagstisch, Hort, Musikunterricht, Vereinsbeiträge, Klassenlager und Kleidung im Wachstum – zusammen CHF 300 bis 600 im Monat. Ohne eigene Kategorien landen sie in «Diverses» und werden unsichtbar.
Auf der Einnahmenseite gehören Familienzulagen, Prämienverbilligung und Betreuungssubventionen als eigene Zeilen hinein. Bei zwei Kindern summieren sie sich auf CHF 500 bis 800 monatlich.
Rückstellungen sind der eigentliche Unterschied
Fixkosten und variable Ausgaben sind in jedem Haushalt schnell erfasst. Woran gemeinsame Budgets scheitern, sind die Posten dazwischen: Steuern, Zahnarzt und Selbstbehalt für mehrere Personen, Serafe, Ferien, Schulkosten. Sie kommen jährlich und treffen dann beide.
Die Lösung ist mechanisch: Jahresbetrag durch zwölf, als Fixposten geführt. Bei einer Familie sind es eher CHF 900 bis 1'400 monatlich, weil Zahnarzt, Selbstbehalt und Schulkosten pro Kind anfallen. Wer diesen Betrag als gemeinsame Position führt, muss ihn nicht jedes Mal neu aushandeln.
Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen
Zwei Posten machen ein Schweizer Familienbudget aus, und beide skalieren mit der Personenzahl: die Krankenkassenprämie, die für jedes Haushaltsmitglied einzeln anfällt, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt werden statt an der Quelle abgezogen.
In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind es schnell CHF 1'800 bis 2'400 im Monat, weil die Prämie pro Kopf anfällt. Genau deshalb kippen Familienbudgets nach ausländischer Vorlage besonders zuverlässig: Sie kennen keinen Posten, der sich mit der Personenzahl vervielfacht.
