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Familienbudget erstellen: Die Anleitung für Schweizer Familien

Die kurze Antwort: Ein Familienbudget steht in vier Schritten – alle Einnahmen inkl. Zulagen erfassen, die Schweizer Fixkosten pro Kopf auflisten (Prämien!), Kinderkosten realistisch ansetzen (CHF 300–800/Monat je nach Alter plus Betreuung) und beide Eltern auf dieselben Zahlen schauen lassen.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Schritt 1–2: Einnahmen & Fixkosten ehrlich

Nettolöhne (13. Monatslohn als Muster!), Kinder- und Familienzulagen als Einnahmen; dann die Fixkosten: Miete, Krankenkassenprämien PRO PERSON (Kinderprämien nicht vergessen), Versicherungen, Serafe, Betreuung, Steuern als Zwölftel.

Schritt 3: Kinderkosten mit echten Zahlen

Budgetberatungsstellen rechnen je nach Alter mit rund CHF 300–800 direkten Kosten pro Kind und Monat – Betreuung separat und oft der grösste Posten. Und: Prämienverbilligung prüfen, mit Kindern ändert sich der Anspruch häufig. Eine ausführliche Aufschlüsselung findest du unter Was kostet ein Kind in der Schweiz?.

Schritt 4: Gemeinsam führen statt delegieren

Familien, die das Budget zu zweit sehen und monatlich 15 Minuten besprechen, halten es durch – das Wissensmonopol einer Person ist das häufigste Scheitern.

Ein gemeinsamer Familien-Hub macht genau das zum Standard: kostenlos starten.

Die Familienposten, die sonst untergehen

Mittagstisch, Hort, Musikunterricht, Vereinsbeiträge, Klassenlager und Kleidung im Wachstum – zusammen CHF 300 bis 600 im Monat. Ohne eigene Kategorien landen sie in «Diverses» und werden unsichtbar.

Auf der Einnahmenseite gehören Familienzulagen, Prämienverbilligung und Betreuungssubventionen als eigene Zeilen hinein. Bei zwei Kindern summieren sie sich auf CHF 500 bis 800 monatlich.

Rückstellungen sind der eigentliche Unterschied

Fixkosten und variable Ausgaben sind in jedem Haushalt schnell erfasst. Woran gemeinsame Budgets scheitern, sind die Posten dazwischen: Steuern, Zahnarzt und Selbstbehalt für mehrere Personen, Serafe, Ferien, Schulkosten. Sie kommen jährlich und treffen dann beide.

Die Lösung ist mechanisch: Jahresbetrag durch zwölf, als Fixposten geführt. Bei einer Familie sind es eher CHF 900 bis 1'400 monatlich, weil Zahnarzt, Selbstbehalt und Schulkosten pro Kind anfallen. Wer diesen Betrag als gemeinsame Position führt, muss ihn nicht jedes Mal neu aushandeln.

Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen

Zwei Posten machen ein Schweizer Familienbudget aus, und beide skalieren mit der Personenzahl: die Krankenkassenprämie, die für jedes Haushaltsmitglied einzeln anfällt, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt werden statt an der Quelle abgezogen.

In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind es schnell CHF 1'800 bis 2'400 im Monat, weil die Prämie pro Kopf anfällt. Genau deshalb kippen Familienbudgets nach ausländischer Vorlage besonders zuverlässig: Sie kennen keinen Posten, der sich mit der Personenzahl vervielfacht.

Häufige Fragen

Wie viel kostet ein Kind pro Monat in der Schweiz?+

Direkte Kosten je nach Alter grob CHF 300–800 pro Monat (Richtwerte der Budgetberatung), Kinderbetreuung kommt separat dazu und übersteigt diesen Betrag oft.

Welche App eignet sich für das Familienbudget?+

Eine mit gemeinsamem Zugriff für beide Eltern und Schweizer Kategorien – BudgetHub bietet dafür den geteilten Familien-Hub im kostenlosen Plan.

Was ist ein Familienbudget?+

Ein Haushaltsbudget, das die zusätzlichen Kinderkosten und die Einnahmen aus Zulagen berücksichtigt und von beiden Eltern gemeinsam geführt wird. Der Unterschied zum Single-Budget sind die Kategorien Betreuung, Bildung und Aktivitäten.

Wie erstelle ich ein Budget für eine Familie mit 2 Kindern?+

Erfasse zuerst alle Einnahmen inklusive Kinderzulagen, dann die Fixkosten pro Kopf (besonders die Krankenkassenprämien) und setze die Kinderkosten realistisch an. Bei zwei Kindern ist die Betreuung meist der grösste variable Posten – plane sie als eigene Kategorie.

Gibt es eine Vorlage für ein Familienbudget?+

Ja. Eine Familienbudget-Vorlage bringt die familienspezifischen Kategorien bereits mit – Betreuung, Kleidung, Schule und Aktivitäten. Am einfachsten übernimmst du die Struktur direkt und passt die Beträge an eure Situation an.

Welche Posten fehlen in den meisten Budgets?+

Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Bei einem mittleren Haushalt CHF 500 bis 900 im Monat.

Woran erkenne ich eine gute Budget-App?+

An der passenden Methode, an Schweizer Kategorien wie Krankenkasse und Steuerrückstellung, an der Exportmöglichkeit und an einer transparenten Finanzierung des Anbieters.

Womit fange ich an?+

Mit einem Monat Erfassung ohne Bewertung. Danach Fixkosten und Rückstellungen zusammenzählen – der Rest ist der reale Spielraum. Erst im dritten Monat lohnt die Feinjustierung.

Ein Budget, das die ganze Familie abbildet

Familienausgaben verteilen sich auf mehrere Personen und mehrere Konten. Genau dort entsteht der Überblick, den einzelne Kontoauszüge nicht geben.