Die Grundunterlagen
Kurz: Drei Dokumente brauchst du immer. Den Lohnausweis vom Arbeitgeber, die Zins- und Saldobestätigungen aller Konten per 31. Dezember sowie die Depotauszüge mit Steuerwerten für das Wertschriftenverzeichnis. Dazu die letzte Steuerveranlagung als Vorlage für die Struktur.
Wer Liegenschaften besitzt, braucht zusätzlich den Hypothekarzinsausweis und die Belege für den Unterhalt. Selbstständige benötigen den Jahresabschluss.
- Lohnausweis (oder Belege zu Renten und Taggeldern)
- Bank-, Zins- und Depotauszüge per 31.12.
- Letzte Steuerveranlagung als Vorlage
- Bei Wohneigentum: Hypothekarzins- und Unterhaltsbelege
Die Belege für Abzüge
Säule-3a-Bescheinigung (bis CHF 7’258 mit Pensionskasse), Bescheinigungen für Pensionskassen-Einkäufe, Fahrkosten zum Arbeitsort (bei der direkten Bundessteuer bis CHF 3’300), Prämienabrechnung der Krankenkasse für den Versicherungsabzug, Krankheits- und Zahnarztkosten über dem Selbstbehalt, Weiterbildungskosten, Spendenquittungen, Kinderbetreuungskosten durch Dritte und Schuldzinsen.
Die Beispielwerte in der Vorlage zeigen das Format, keine Ansprüche: Welche Abzüge gelten und bis zu welchem Betrag, bestimmt jeder Kanton für die Staats- und Gemeindesteuer selbst.
So nutzt du die Checkliste
Ab Januar jeden Beleg, der eintrifft, sofort abhaken und in einen Ordner oder digital ablegen. Die Spalte «Ist» erfasst den Betrag laut Beleg, die Spalte «Plan» den erwarteten Betrag – Differenzen zeigen früh, ob etwas fehlt. Ende Februar sollten alle Belege beisammen sein.
Fehlt ein Beleg, rechtzeitig nachfragen: Banken stellen Zinsausweise meist digital bereit, Versicherungen auf Anfrage. Wer die Frist für die Steuererklärung nicht einhalten kann, beantragt online eine Fristerstreckung.
Was du nicht vergessen solltest
Prämienverbilligung: Ausbezahlte oder direkt an die Kasse geleistete Beiträge müssen in der Steuererklärung korrekt deklariert werden, meist durch Abzug von den Prämien. Verrechnungssteuer: Wer Erträge vollständig im Wertschriftenverzeichnis aufführt, erhält die abgezogenen 35 Prozent zurück.
Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
Digital oder Papier: die Ablage, die funktioniert
Am zuverlässigsten ist ein einziger Ort für alle Belege des Steuerjahres, getrennt nach den Abzugsarten der Checkliste – ein Ordner im Regal oder ein Ordner in der Cloud mit Unterordnern nach Abzugsart. Papierbelege lassen sich mit dem Handy fotografieren und am selben Tag ablegen; viele kantonale Steuerprogramme akzeptieren digitale Belege direkt.
Wichtig ist der Zeitpunkt: Wer Belege erst im März sucht, findet nicht alle. Spendenquittungen gehen verloren, Arztrechnungen werden nach der Rückerstattung weggeworfen, Weiterbildungsrechnungen liegen im E-Mail-Postfach. Die Checkliste funktioniert am besten, wenn sie im Januar angelegt und das ganze Jahr nachgeführt wird.
Für Paare mit getrennten Konten gilt zusätzlich: Beide Lohnausweise, alle Konten beider Personen und die gemeinsamen Belege gehören in dieselbe Ablage, weil Verheiratete gemeinsam veranlagt werden. Konkubinatspaare füllen dagegen zwei Steuererklärungen aus und brauchen zwei getrennte Ablagen.
- Ein Ort für alle Belege des Jahres
- Papierbelege sofort fotografieren
- Im Januar anlegen, das ganze Jahr nachführen
- Bei Verheirateten: beide Personen in einer Ablage
