Der Aufbau in drei Blöcken
Kurz: Der Lohnausweis nach dem amtlichen Formular 11 hat einen Kopfteil mit Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Zeitraum, einen Zahlenteil mit den Ziffern 1 bis 13 und einen Teil mit Spesen und Bemerkungen. Der Arbeitgeber füllt ihn jedes Jahr bis spätestens Ende Januar aus.
Der Kopf ist wichtiger, als er aussieht: Die Kreuze bei «F» und «G» entscheiden über Abzüge. Ein Kreuz bei F bedeutet, dass der Arbeitgeber den Arbeitsweg unentgeltlich ermöglicht – dann entfällt der Fahrkostenabzug. Ein Kreuz bei G bedeutet Kantinenverpflegung oder Lunch-Checks – dann ist der Verpflegungsabzug reduziert.
- Kopf: Zeitraum und die Felder F und G
- Ziffern 1–8: Lohnbestandteile
- Ziffern 9–11: Abzüge und Nettolohn
- Ziffern 12–15: Quellensteuer, Spesen, Bemerkungen
Die Ziffern 1 bis 8: was du verdient hast
Ziffer 1 ist der Lohn inklusive 13. Monatslohn. Ziffer 2 erfasst Gehaltsnebenleistungen – etwa den Privatanteil eines Geschäftsautos oder Verpflegung. Ziffer 3 enthält unregelmässige Leistungen wie Boni, Ziffer 4 Kapitalleistungen, Ziffer 5 Mitarbeiterbeteiligungen, Ziffer 6 Verwaltungsratshonorare und Ziffer 7 andere Leistungen wie Kinderzulagen, wenn sie über den Arbeitgeber laufen.
Ziffer 8 ist die Summe: der Bruttolohn total. Er ist die Ausgangsgrösse für alle Abzüge. Wer ein Geschäftsauto auch privat nutzt, findet hier den Privatanteil – pauschal 0,9 Prozent des Kaufpreises pro Monat, der Arbeitsweg ist darin enthalten.
Die Ziffern 9 bis 11: Abzüge und Nettolohn
Ziffer 9 zeigt die Beiträge an AHV, IV, EO, ALV und die Nichtberufsunfallversicherung. Ziffer 10.1 die ordentlichen Beiträge an die Pensionskasse, Ziffer 10.2 freiwillige Einkäufe – diese sind vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Ziffer 11 ist der Nettolohn, den du in die Steuererklärung überträgst.
Wichtig: Der Nettolohn auf dem Lohnausweis ist nicht das, was auf deinem Konto ankam. Krankentaggeld-Beiträge, Kantinenabzüge oder Quellensteuer sind darin anders behandelt. Für die Steuererklärung zählt der Ausweis, nicht der Kontoauszug.
| Ziffer | Inhalt | Bedeutung für die Steuern |
|---|---|---|
| 8 | Bruttolohn total | Ausgangswert |
| 9 | AHV/IV/EO, ALV, NBU | bereits abgezogen |
| 10.1 | Pensionskasse ordentlich | bereits abgezogen |
| 10.2 | Pensionskasse Einkauf | abziehbar, Beleg aufbewahren |
| 11 | Nettolohn | in die Steuererklärung übertragen |
| 12 | Quellensteuer | nur bei Quellenbesteuerten |
| 13 | Spesen | Pauschalen genau prüfen |
Spesen, Quellensteuer und Bemerkungen
Ziffer 13 weist Spesenvergütungen aus – effektive Spesen oder Pauschalen. Werden Pauschalspesen ausbezahlt, kann das den Abzug für Berufskosten verringern. Ziffer 12 zeigt die abgezogene Quellensteuer; wer quellenbesteuert ist und mehr verdient oder Abzüge geltend machen will, prüft eine nachträgliche ordentliche Veranlagung.
Ziffer 15 enthält Bemerkungen, etwa zu Weiterbildungskosten, die der Arbeitgeber übernommen hat, oder zum Homeoffice-Anteil. Sie können für Abzüge entscheidend sein.
Was du beim Erhalt prüfen solltest
Stimmen Zeitraum und Pensum? Ist der 13. Monatslohn enthalten? Sind die Felder F und G korrekt angekreuzt? Wurde ein Pensionskassen-Einkauf unter 10.2 ausgewiesen? Fehler korrigiert nur der Arbeitgeber – deshalb früh nachfragen, nicht erst kurz vor der Steuerfrist.
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Wann ein Budget kippt
Fast immer im ersten Quartal – dann kommen Steuerraten, Versicherungsprämien und Jahresrechnungen zusammen. Ein Budget, das nur mit Monatsdurchschnitten rechnet, hält diesen Zeitraum nicht aus.
Die Gegenmassnahme ist mechanisch: Jeder Betrag, der jährlich oder seltener anfällt und über CHF 300 liegt, wird durch zwölf geteilt und als Fixposten geführt. Bei einem mittleren Haushalt sind das CHF 500 bis 900 monatlich.
Warum Kategorien zusammengehören
Zehn bis fünfzehn Kategorien sind das Optimum. Weniger verdeckt, wo das Geld hingeht; mehr macht die Zuordnung zur Last – und ein Budget, das Aufwand macht, wird nach zwei Monaten liegen gelassen.
Kategorien mit unter CHF 30 im Monat gehören zusammengelegt, solche über zwanzig Prozent des Budgets aufgeteilt. «Freizeit» mit CHF 600 sagt wenig; «Restaurant» und «Hobby» getrennt zeigen, wo der Betrag entsteht.
Was bei schwankendem Einkommen anders läuft
Das Basisbudget wird auf dem tiefsten Einkommensmonat der letzten zwölf aufgebaut, nicht auf dem Durchschnitt. Alles darüber wird als Überschuss zugeteilt, nicht als Normalzustand eingeplant.
Rückstellungen werden dabei als Prozentsatz jedes Eingangs abgezogen statt als Fixbetrag. So skalieren sie automatisch mit und belasten schwache Monate nicht überproportional.
