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Haushaltsplan erstellen: Anleitung mit Schweizer Zahlen (2026)

Die kurze Antwort: Ein Haushaltsplan besteht aus drei Blöcken – fixe Ausgaben, variable Ausgaben und Rückstellungen. Die häufigste Ursache für einen Plan, der nicht aufgeht: Jährliche Rechnungen (Steuern, Versicherungen, Serafe) werden vergessen. Rechne sie auf den Monat um, bevor du irgendetwas anderes tust.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Schritt 1: Fixe Ausgaben – auch die jährlichen

Miete und Nebenkosten, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, ÖV oder Auto, Serafe. Wichtig: Auch Posten, die nur einmal jährlich kommen, gehören hier hinein – geteilt durch zwölf. Genau diese vergessenen Jahresrechnungen sind der Grund, warum viele Pläne im Frühling kippen.

Schritt 2: Rückstellungen sind keine Restgrösse

Steuern und Notgroschen werden im Plan wie eine Rechnung behandelt, nicht wie «was übrig bleibt». Wer Steuern nicht monatlich zurücklegt, erlebt bei der Schlussrechnung eine böse Überraschung. Mehr dazu: Steuern budgetieren.

Schritt 3: Variable Ausgaben ehrlich schätzen

Lebensmittel, Kleidung, Freizeit, Restaurants, Geschenke. Der ehrlichste Weg: Schau drei Monate rückwärts in deinen Kontoauszug, statt zu schätzen. Fast alle unterschätzen ihre variablen Ausgaben deutlich.

Schritt 4: Der Plan lebt nur mit Routine

Ein Haushaltsplan ist kein Dokument, sondern eine Gewohnheit. Zehn Minuten pro Monat: Was war geplant, was war anders, was ändern wir? Mehr braucht es nicht. In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

Die 25 Zeilen eines vollständigen Plans

Ein Schweizer Haushaltsplan umfasst rund 25 Positionen in vier Blöcken. Bei einem Zweipersonenhaushalt sind die grössten: Miete CHF 1'600 bis 2'200, Krankenkasse CHF 700 bis 900, Lebensmittel CHF 700 bis 900 und die Steuerrückstellung CHF 600 bis 1'000.

Was BudgetHub kostet

Für Haushalte gibt es zwei Stufen: CHF 6.90 im Monat oder CHF 69 im Jahr für Einzelpersonen und CHF 11.90 im Monat oder CHF 119 im Jahr für den Familienzugang mit mehreren Personen und gemeinsamen Bereichen. Der Free-Plan bleibt dauerhaft kostenlos und ohne Kreditkarte nutzbar.

Für Haushalte lohnt sich die Rechnung pro Person: Der Familienzugang kostet weniger als zwei Einzelabos und ist genau dann sinnvoll, wenn beide dieselben Zahlen sehen sollen. Führt nur eine Person das Budget, reicht das Einzelabo – der gemeinsame Bereich bringt dann nichts, was ein Export nicht auch leistet.

Von der Liste zum funktionierenden Plan

Ein Haushaltsplan besteht aus vier Blöcken: Fixkosten, Rückstellungen, variable Lebenshaltung und Sparen. Der dritte Block ist der einzige, der kurzfristig steuerbar ist – dort lohnt sich die Detailarbeit.

Zehn bis fünfzehn Kategorien genügen. Wächst «Diverses» über zehn Prozent des Budgets, fehlt eine eigene Kategorie – das ist ein Strukturproblem, kein Disziplinproblem.

Rückstellungen sind der eigentliche Unterschied

Fixkosten und variable Ausgaben sind in jedem Haushalt schnell erfasst. Woran gemeinsame Budgets scheitern, sind die Posten dazwischen: Steuern, Zahnarzt und Selbstbehalt für mehrere Personen, Serafe, Ferien, Schulkosten. Sie kommen jährlich und treffen dann beide.

Die Lösung ist mechanisch: Jahresbetrag durch zwölf, als Fixposten geführt. Bei einer Familie sind es eher CHF 900 bis 1'400 monatlich, weil Zahnarzt, Selbstbehalt und Schulkosten pro Kind anfallen. Wer diesen Betrag als gemeinsame Position führt, muss ihn nicht jedes Mal neu aushandeln.

Was Schweizer Haushalte zusätzlich brauchen

Zwei Posten machen ein Schweizer Familienbudget aus, und beide skalieren mit der Personenzahl: die Krankenkassenprämie, die für jedes Haushaltsmitglied einzeln anfällt, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt werden statt an der Quelle abgezogen.

In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern sind es schnell CHF 1'800 bis 2'400 im Monat, weil die Prämie pro Kopf anfällt. Genau deshalb kippen Familienbudgets nach ausländischer Vorlage besonders zuverlässig: Sie kennen keinen Posten, der sich mit der Personenzahl vervielfacht.

Häufige Fragen

Wie erstelle ich einen Haushaltsplan?+

In drei Blöcken: fixe Ausgaben (inklusive jährlicher Rechnungen, durch zwölf geteilt), Rückstellungen für Steuern und Notgroschen, und variable Ausgaben. Schätze die variablen Ausgaben nicht, sondern lies sie aus drei Monaten Kontoauszug ab.

Was gehört alles in einen Haushaltsplan?+

Miete und Nebenkosten, Krankenkasse, Versicherungen, Serafe, ÖV oder Auto, Abos, Lebensmittel, Kleidung, Freizeit – und Rückstellungen für Steuern sowie den Notgroschen.

Gibt es eine Vorlage für einen Haushaltsplan?+

Ja. Unter <a href="/vorlagen">Vorlagen</a> findest du Schweizer Budget-Vorlagen für Einzelpersonen, Paare, Familien, WG und Studierende – als Excel und Google Sheets.

Welche Posten gehören in einen Haushaltsplan?+

Rund 25 Positionen in vier Blöcken: Einnahmen, Fixkosten, Rückstellungen und variable Kosten. Die Rückstellungen werden am häufigsten vergessen.

Welche Posten fehlen in den meisten Budgets?+

Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Bei einem mittleren Haushalt CHF 500 bis 900 im Monat.

Woran erkenne ich eine gute Budget-App?+

An der passenden Methode, an Schweizer Kategorien wie Krankenkasse und Steuerrückstellung, an der Exportmöglichkeit und an einer transparenten Finanzierung des Anbieters.

Womit fange ich an?+

Mit einem Monat Erfassung ohne Bewertung. Danach Fixkosten und Rückstellungen zusammenzählen – der Rest ist der reale Spielraum. Erst im dritten Monat lohnt die Feinjustierung.

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