Einkommen

Durchschnittslohn Schweiz: Medianlohn CHF 7’024 (BFS 2024)

Kurz beantwortet: Der Medianlohn in der Schweiz beträgt CHF 7’024 brutto pro Monat für eine Vollzeitstelle (BFS, Lohnstrukturerhebung 2024). Die Hälfte verdient mehr, die Hälfte weniger. Unter CHF 4’635 liegt das unterste Zehntel, über CHF 12’526 das oberste. Gegenüber der Erhebung 2022 (CHF 6’788) ist der Median um CHF 236 gestiegen. Für das eigene Budget sagt die Zahl allein wenig: Region, Branche, Steuern und Miete verschieben, was vom Lohn übrig bleibt, stärker als ein paar hundert Franken Lohnunterschied.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert September 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Median oder Durchschnitt – welche Zahl zählt?

Kurz: Der Median ist der Lohn genau in der Mitte, wenn man alle Löhne der Grösse nach ordnet. Der arithmetische Durchschnitt liegt höher, weil wenige sehr hohe Löhne ihn nach oben ziehen. Für die Frage «verdiene ich normal?» ist deshalb der Median die aussagekräftigere Zahl.

Das BFS standardisiert alle Löhne auf eine Vollzeitstelle mit 40 Wochenstunden. Wer Teilzeit arbeitet, rechnet seinen Lohn für den Vergleich auf 100 % hoch. Der 13. Monatslohn und Boni sind anteilig enthalten.

  • Median 2024: CHF 7’024 brutto/Monat
  • Unterstes Zehntel: unter CHF 4’635
  • Oberstes Zehntel: über CHF 12’526
  • Vorerhebung 2022: CHF 6’788

Grosse Unterschiede nach Region und Branche

Die Region Zürich liegt mit CHF 7’502 am höchsten, gefolgt von der Nordwestschweiz (CHF 7’156) und der Zentralschweiz (CHF 7’092). Nach Branche ist die Spannweite noch grösser: Banken CHF 10’723, Baugewerbe CHF 6’616, Detailhandel CHF 5’214, Gastronomie CHF 4’744.

Höhere Löhne in einer Region bedeuten nicht automatisch mehr Spielraum. In Zürich oder Genf frisst die Miete einen Teil des Vorsprungs wieder auf, in Kantonen mit tieferem Lohnniveau bleibt nach Miete und Steuern oft ähnlich viel übrig.

13. Monatslohn und Boni

75.9 % der Arbeitnehmenden erhalten einen 13. Monatslohn, 32.6 % Boni. Wer den 13. Monatslohn im Budget auf zwölf Monate verteilt, rechnet mit einem realistischeren Monatsbetrag – und hat im Dezember keine Überraschung, sondern eine Reserve für Steuern und Prämien.

So vergleichst du deinen eigenen Lohn richtig

Erstens auf Vollzeit hochrechnen: Wer 80 % arbeitet, teilt den Lohn durch 0,8. Zweitens den 13. Monatslohn einrechnen – das BFS verteilt ihn auf die Monatslöhne, der Arbeitsvertrag nennt ihn oft separat. Drittens mit der passenden Gruppe vergleichen: Region und Branche erklären mehr vom Unterschied als jede Einzelzahl.

Und viertens: Für das Budget zählt nicht der Brutto-, sondern der Nettolohn nach Steuern. Zwei Personen mit identischem Bruttolohn können je nach Wohnkanton mehrere hundert Franken pro Monat Unterschied haben – bei den Steuern und bei der Miete zugleich.

  • Teilzeit: Lohn durch Pensum teilen (80 % → ÷ 0,8)
  • 13. Monatslohn: Jahreslohn ÷ 12 statt Monatslohn
  • Vergleichsgruppe: gleiche Region und Branche
  • Für das Budget zählt der Nettolohn nach Steuern

Was vom Medianlohn netto bleibt

Nach Sozialabzügen bleiben vom Medianlohn rund CHF 6’110 netto. Die Faustregel für die Miete – höchstens ein Drittel des Nettolohns – ergibt rund CHF 2’020. Die Musterbudgets für CHF 5’000, CHF 6’500 und CHF 8’000 zeigen, wie sich der Rest typischerweise verteilt.

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Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Medianlohn in der Schweiz?+

CHF 7’024 brutto pro Monat für eine Vollzeitstelle (BFS, Lohnstrukturerhebung 2024, publiziert im November 2025).

Was ist der Unterschied zwischen Median- und Durchschnittslohn?+

Der Median liegt genau in der Mitte aller Löhne. Der Durchschnitt wird von sehr hohen Löhnen nach oben gezogen und liegt deshalb darüber.

Ab wann gilt ein Lohn als Tieflohn?+

Das BFS weist das unterste Zehntel aus: 2024 verdienten zehn Prozent der Vollzeitbeschäftigten weniger als CHF 4’635 brutto pro Monat.

Ab welchem Lohn gehöre ich zu den Top 10 %?+

Ab rund CHF 12’526 brutto pro Monat (Vollzeit, schweizweit). In der Region Zürich liegt die Schwelle höher.

Ist der 13. Monatslohn im Median enthalten?+

Ja, anteilig. Das BFS rechnet ihn auf den standardisierten Monatslohn um – genau wie Boni.

Wie viel netto bleibt vom Medianlohn?+

Rund CHF 6’110 nach Sozialabzügen, vor Steuern. Wie viel danach frei bleibt, hängt vor allem von Miete und Wohnkanton ab.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

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Zur Methodik: Die genannten Richtwerte basieren auf etablierten Schweizer Budgetregeln (Budgetberatung Schweiz, BFS-Niveau, gängige Faustregeln) und sind bewusst als Orientierung deklariert – keine individuelle Beratung. Deine konkreten Zahlen hängen von Region, Haushalt und Lebensstil ab.

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