Das Musterbudget
Kurz: Nach Sozialabzügen bleiben rund CHF 6’090 (je nach Alter und Pensionskassenplan CHF 5’580 bis CHF 6’280). Typische Verteilung für eine Einzelperson in einer mittleren Stadt: CHF 1’900 Wohnen, CHF 430 Krankenkasse, CHF 850 Steuern, CHF 650 Lebensmittel und Haushalt, CHF 300 Mobilität, CHF 300 Versicherungen, Telefon und Abos.
Es bleiben rund CHF 1’660 vor Freizeit, Ferien, Kleidung und Sparen. Paare mit gemeinsamem Haushalt haben deutlich mehr Spielraum; wer allein in Zürich oder Genf wohnt, eher weniger.
| Posten | pro Monat |
|---|---|
| Nettolohn | CHF 6’090 |
| Wohnen inkl. Nebenkosten | CHF 1’900 |
| Krankenkasse | CHF 430 |
| Steuern (Rückstellung) | CHF 850 |
| Lebensmittel & Haushalt | CHF 650 |
| Mobilität | CHF 300 |
| Versicherungen, Telefon, Abos | CHF 300 |
| Bleibt für Freizeit, Ferien, Sparen | CHF 1’660 |
Steuern: der unterschätzte Posten
Bei diesem Lohn sind die Steuern je nach Kanton und Gemeinde der zweit- oder drittgrösste Ausgabenposten. In Zug oder Schwyz sind sie deutlich tiefer als in Bern, Neuenburg oder Genf – der Unterschied kann mehrere hundert Franken pro Monat betragen.
Wer die Steuern nicht monatlich zurücklegt, hat im Frühling eine Rechnung über mehrere Monatsbudgets. Der einfachste Weg: einen festen Betrag per Dauerauftrag auf ein separates Konto oder direkt als Vorauszahlung an das Steueramt.
Wie viel sparen realistisch ist
Zehn bis fünfzehn Prozent des Nettolohns sind bei diesem Einkommen gut erreichbar, also CHF 610 bis CHF 910 pro Monat. Die Reihenfolge: Notgroschen von drei Monatsausgaben, dann die Säule 3a (bis CHF 7’258 im Jahr mit Pensionskasse), dann langfristiges Anlegen.
Die Säule 3a lohnt sich hier doppelt: Die Einzahlung senkt das steuerbare Einkommen, und bei diesem Lohn liegt der Grenzsteuersatz meist hoch genug, dass mehrere hundert Franken Steuern pro Jahr wegfallen.
- Notgroschen zuerst: drei Monatsausgaben
- Säule 3a mit Steuerspareffekt
- Steuern monatlich zurücklegen
- Lifestyle-Inflation bei Lohnerhöhungen bremsen
Die typische Falle bei mittleren Löhnen
Mit steigendem Lohn steigen oft Miete, Auto und Freizeitausgaben im gleichen Tempo – am Monatsende bleibt gleich wenig wie vorher. Wer bei jeder Lohnerhöhung die Hälfte direkt in den Sparplan leitet, merkt den Verzicht kaum und baut trotzdem Vermögen auf.
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Richtwert und eigene Lage
Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.
Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.
