Das Musterbudget
Kurz: Bei CHF 3’000 Rente fallen keine Lohnabzüge mehr an, die Rente ist aber als Einkommen steuerpflichtig. Typische Verteilung für eine alleinlebende Person: CHF 1’250 Wohnen, CHF 470 Krankenkasse, CHF 180 Steuern, CHF 480 Lebensmittel und Haushalt, CHF 80 Mobilität (Halbtax, ÖV), CHF 170 Telefon, Serafe und Versicherungen, CHF 120 Selbstbehalt, Zahnarzt und Brille.
Rechnerisch bleiben rund CHF 250 für Kleidung, Geschenke, Freizeit und Unvorhergesehenes. Das ist knapp, aber planbar – vorausgesetzt, die Miete liegt in diesem Rahmen.
| Posten | pro Monat |
|---|---|
| Rente (AHV + PK) | CHF 3’000 |
| Wohnen inkl. Nebenkosten | CHF 1’250 |
| Krankenkasse | CHF 470 |
| Steuern (Rückstellung) | CHF 180 |
| Lebensmittel & Haushalt | CHF 480 |
| Mobilität | CHF 80 |
| Telefon, Serafe, Versicherungen | CHF 170 |
| Gesundheit (Selbstbehalt, Zahnarzt) | CHF 120 |
| Bleibt für alles andere | CHF 250 |
Ergänzungsleistungen: kein Almosen, sondern ein Recht
Reicht die Rente nicht für den Lebensbedarf, besteht Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL). Sie sind eine Versicherungsleistung, keine Sozialhilfe, und müssen nicht zurückbezahlt werden – ausser aus einem Nachlass oberhalb eines Freibetrags. Viele Berechtigte stellen trotzdem keinen Antrag.
Ob ein Anspruch besteht, hängt von Miete, Krankenkasse, Vermögen und weiteren Einkünften ab. Die AHV-Ausgleichskasse oder Pro Senectute prüfen das kostenlos. Wer EL bezieht, erhält in der Regel auch die volle Prämienverbilligung.
- EL-Anspruch kostenlos prüfen lassen
- Prämienverbilligung beantragen
- Krankheits- und Zahnarztkosten können über die EL vergütet werden
Die 13. AHV-Rente richtig einplanen
Ab 2026 wird einmal jährlich, im Dezember, eine 13. AHV-Rente ausbezahlt – ein Zwölftel der jährlichen AHV-Rente. Bei einer Maximalrente sind das zusätzlich CHF 2’520 im Jahr. Sie ist steuerpflichtig wie die übrige Rente.
Am besten wird sie nicht als Bonus behandelt, sondern als Reserve für die grossen Jahresrechnungen: Steuern, Zahnarzt, Brille oder eine neue Waschmaschine.
Wo sich sparen lohnt – und wo nicht
Die grössten Hebel sind die Krankenkasse (Modell und Franchise jedes Jahr prüfen) und die Wohnkosten. Bei der Franchise gilt im Alter: Wer regelmässig Arztkosten hat, fährt mit der tiefsten Franchise meist besser. Beim Halbtax und bei Seniorenangeboten lohnt sich der Vergleich.
Nicht sparen sollte man an der Gesundheit und an sozialen Kontakten. Ein kleiner, fester Betrag für Freizeit gehört ins Budget, auch wenn es knapp ist.
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Richtwert und eigene Lage
Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.
Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.
