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Sparquoten-Rechner

Kurz beantwortet: Die Sparquote ist der gesparte Betrag geteilt durch das Nettoeinkommen – CHF 900 von CHF 6'000 sind 15 %. Als Orientierung gelten 10 bis 20 %; entscheidend ist aber die Stetigkeit, nicht die Höhe in einem einzelnen Monat.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Sparquoten-Rechner
Deine Sparquote12.3 %
Pro Jahr gespartCHF 9'600

Ab 10 % bist du auf einem guten Weg, 20 % ist exzellent.

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Formel

Sparbetrag ÷ Netto-Einkommen × 100 = Sparquote in %. Ab 10% bist du auf einem guten Weg.

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Was in die Sparquote gehört

Alles, was Vermögen aufbaut oder Schulden abbaut: Sparkonto, Säule 3a, Wertschriften, Amortisation der Hypothek. Nicht dazu gehören Rückstellungen für Steuern oder Ferien – das ist aufgeschobener Konsum, kein Vermögensaufbau.

Diese Abgrenzung klingt kleinlich und ist der Grund, warum viele ihre Sparquote überschätzen. Wer Ferienrückstellungen mitzählt, sieht eine Zahl, die im September wieder verschwindet.

Der wirksamste Hebel

Nicht mehr sparen wollen, sondern früher sparen: Der Dauerauftrag am Zahltag statt der Restbetrag am Monatsende. Wer den gesparten Betrag zuerst abbucht, passt den Konsum automatisch an – umgekehrt funktioniert es fast nie.

Wie sich die Sparquote realistisch erhöhen lässt

Nicht über Verzicht in vielen kleinen Positionen, sondern über die wenigen grossen. Eine Mietzinssenkung, ein Krankenkassenwechsel oder ein Modellwechsel wirken jeden Monat und kosten einmalig etwas Aufwand – ein gestrichener Kaffee wirkt jeden Tag und kostet jeden Tag Willenskraft.

Der zweite Hebel ist die Lohnerhöhung: Wer den Zuwachs vollständig in die Sparrate umleitet, bevor er sich an ihn gewöhnt, hebt die Sparquote ohne spürbare Einschränkung. Das ist der einzige Moment, in dem Sparen tatsächlich schmerzfrei funktioniert.

Was die Zahl nicht sagt

Eine Sparquote von 20 Prozent bei tiefem Einkommen ist eine grössere Leistung als 20 Prozent bei hohem – der absolute Betrag, der zum Leben bleibt, entscheidet über die Belastung.

Deshalb ist der Vergleich mit Durchschnittswerten wenig hilfreich. Aussagekräftiger ist die Entwicklung der eigenen Quote über die Jahre: Steigt sie, läuft es in die richtige Richtung.

Wie du sie realistisch erhöhst

Über die grossen Fixkosten und über die nächste Lohnerhöhung. Beides wirkt jeden Monat weiter und kostet keine tägliche Willenskraft – anders als Verzicht bei den kleinen Alltagsposten.

Als Zielgrösse eignet sich ein Prozentpunkt pro Jahr. Das ist unauffällig genug, um durchgehalten zu werden, und über zehn Jahre eine deutliche Veränderung.

Der Abgleich mit der Realität

Rechne das Ergebnis gegen deine tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate. Wo Berechnung und Realität um mehr als zehn Prozent auseinanderliegen, stimmt eine Annahme nicht – und meist ist es eine, die du selbst gesetzt hast.

Häufigste Ursache sind vergessene Rückstellungen: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Sie fallen jährlich an und fehlen deshalb in der Monatsbetrachtung, aus der die meisten ihre Eingaben ableiten.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie berechne ich meine Sparquote?+

Gesparter Betrag geteilt durch Nettoeinkommen, mal hundert. CHF 900 von CHF 6'000 ergeben eine Sparquote von 15 %.

Was ist eine gute Sparquote?+

Als Orientierung 10 bis 20 % des Nettoeinkommens. Wichtiger als die Höhe ist, dass der Betrag jeden Monat kommt und nicht nur in guten Monaten.

Zählen Steuerrückstellungen zur Sparquote?+

Nein. Rückstellungen für Steuern oder Ferien sind aufgeschobener Konsum, kein Vermögensaufbau – sie mitzuzählen führt zu einer Zahl, die später wieder verschwindet.

Wie erhöhe ich die Sparquote am besten?+

Über die grossen Fixkosten und die nächste Lohnerhöhung. Ein Prozentpunkt pro Jahr ist unauffällig und über zehn Jahre erheblich.

Warum weicht mein tatsächlicher Wert ab?+

Meist wegen vergessener Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt oder Selbstbehalt. Sie fallen jährlich an und fehlen in der Monatsbetrachtung.

Wie oft soll ich nachrechnen?+

Einmal jährlich und nach jeder wesentlichen Veränderung – Umzug, Pensumsänderung, Familienzuwachs oder Lohnerhöhung.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Mach aus dem Ziel einen Betrag pro Monat

Ein Sparziel ohne Monatsbetrag bleibt ein Vorsatz. Mit Zieldatum und automatischer Verfolgung wird daraus eine Zahl, die du entweder triffst oder nicht.