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WG-Kostenabrechnung Vorlage: Kosten fair aufteilen

Die kurze Antwort: Eine WG-Abrechnung sammelt alle gemeinsamen Kosten – Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Haushaltskasse und gemeinsame Einkäufe – und teilt sie nach einem vereinbarten Schlüssel auf. Am Monatsende zeigt sie, wer wem wie viel schuldet. Die Vorlage gibt es kostenlos als Excel und PDF.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert September 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Vorlage kostenlos herunterladen – ohne Anmeldung

Excel-Datei mit Formeln (auch für Google Sheets, LibreOffice, Numbers) und PDF zum Ausdrucken. Stand 2026.

Interaktive Vorlage · CHF / Monat
Miete gesamt (Wohnung)
CHF
Nebenkosten-Akonto
CHF
Strom
CHF
Internet & TV
CHF
Haushaltskasse (Putzmittel, WC-Papier)
CHF
Gemeinsame Einkäufe
CHF
TotalCHF 3’450

Beträge sind Richtwerte – passe sie an deine Situation an. Lade die Vorlage als CSV herunter oder erstelle sie direkt in BudgetHub.

Welche Kosten gemeinsam abgerechnet werden

Kurz: Gemeinsam sind alle Kosten, von denen alle profitieren – Miete und Nebenkosten, Strom, Internet und TV, die Haushaltskasse für Putzmittel und WC-Papier sowie gemeinsame Einkäufe, wenn in der WG zusammen gekocht wird. Persönliche Ausgaben, das eigene Handyabo oder die eigene Krankenkasse gehören nicht in die Abrechnung.

Die Serafe-Gebühr wird pro Haushalt erhoben, nicht pro Person – in einer WG bezahlt sie also nur eine Person und verrechnet sie anteilig. Genau solche Posten gehen ohne Abrechnung am häufigsten verloren.

  • Gemeinsam: Miete, Nebenkosten, Strom, Internet, Haushaltskasse
  • Optional: gemeinsame Einkäufe, wenn zusammen gekocht wird
  • Serafe: pro Haushalt – anteilig verrechnen
  • Nicht gemeinsam: Handy, Krankenkasse, persönliche Einkäufe

Der richtige Verteilschlüssel

Drei Schlüssel sind üblich. Gleich pro Person – einfach, fair bei ähnlich grossen Zimmern. Nach Zimmergrösse – fair, wenn sich die Zimmer deutlich unterscheiden; dann wird oft nur die Miete nach Fläche verteilt, der Rest gleich. Nach Nutzung – nur für einzelne Posten wie gemeinsame Einkäufe sinnvoll, wenn jemand selten mitisst.

Beispiel aus der Vorlage: Gemeinsame Kosten von CHF 3’450 pro Monat ergeben in einer Dreier-WG bei gleicher Aufteilung CHF 1’150 pro Person, in einer Vierer-WG CHF 863.

Wichtig ist nicht der perfekte Schlüssel, sondern dass er vor dem Einzug schriftlich festgehalten wird. Die meisten WG-Konflikte über Geld entstehen nicht an der Höhe der Kosten, sondern an unausgesprochenen Annahmen.

So läuft die monatliche Abrechnung

Eine Person bezahlt die Miete und die Rechnungen, alle anderen überweisen ihren Anteil per Dauerauftrag. Variable Posten wie Einkäufe und Haushaltskasse werden laufend erfasst – mit Datum, Betrag und wer bezahlt hat. Am Monatsende rechnet das Blatt «Ausgleich» der Excel-Vorlage aus, wer mehr und wer weniger als seinen Anteil bezahlt hat, und daraus den Ausgleich – bis fünf Personen, mit frei wählbaren Anteilen.

Bewährt hat sich ein fixer Abrechnungstag, zum Beispiel der letzte Sonntag im Monat. Wer jeden Monat ausgleicht, hat nie grosse Beträge offen – und beim Auszug eines Mitbewohners keine komplizierte Nachrechnung.

  • Miete: eine Person zahlt, alle anderen per Dauerauftrag
  • Variable Posten laufend erfassen: Datum, Betrag, wer bezahlt hat
  • Fixer Abrechnungstag pro Monat
  • Monatlich ausgleichen statt Beträge auflaufen lassen

Typische Streitpunkte – und wie die Vorlage sie entschärft

Drei Situationen führen in WGs am häufigsten zu Diskussionen: jemand ist wochenlang weg und will weniger bezahlen, die gemeinsamen Einkäufe sind ungleich verteilt, und die Nebenkostenabrechnung bringt eine Nachzahlung. Für alle drei hilft eine vorab festgehaltene Regel mehr als jede Diskussion im Nachhinein.

Bewährt haben sich: Abwesenheit ändert die Fixkosten nicht, nur die gemeinsamen Einkäufe; Einkäufe werden laufend erfasst und monatlich ausgeglichen; Nachzahlungen werden nach dem gleichen Schlüssel verteilt wie die Akonto-Beträge – auch an Personen, die inzwischen ausgezogen sind, anteilig für ihre Mietdauer.

  • Abwesenheit: Fixkosten bleiben, Einkäufe nicht
  • Einkäufe laufend erfassen, monatlich ausgleichen
  • Nebenkosten-Nachzahlung nach Mietdauer aufteilen

Kaution, Einzug und Auszug

Die Mietkaution beträgt in der Schweiz höchstens drei Monatsmieten und liegt auf einem Sperrkonto. In einer WG sollte schriftlich festgehalten werden, wer welchen Anteil eingezahlt hat. Beim Wechsel eines Mitbewohners übernimmt die nachfolgende Person meist den Anteil direkt von der ausziehenden – das erspart die Auflösung des Kautionskontos.

Und für das eigene Budget: Der persönliche Mietanteil inklusive Nebenkosten sollte – wie jede Miete – höchstens 33 % des eigenen Nettoeinkommens betragen.

Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind schon angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.

Häufige Fragen

Wie teilt man die Kosten in einer WG fair auf?+

Mit einem vorab schriftlich festgelegten Schlüssel: gleich pro Person bei ähnlichen Zimmern, nach Zimmergrösse bei deutlichen Unterschieden. Variable Kosten wie Einkäufe können nach Nutzung verteilt werden.

Wer zahlt die Serafe in einer WG?+

Die Gebühr wird pro Haushalt erhoben. Eine Person bezahlt die Rechnung, die Kosten werden in der WG-Abrechnung anteilig verrechnet.

Wie oft sollte abgerechnet werden?+

Monatlich, an einem fixen Tag. So bleiben die offenen Beträge klein und der Auszug einer Person unkompliziert.

Ist die Vorlage kostenlos?+

Ja, als Excel-Datei mit Formeln und als PDF zum Ausdrucken, ohne Anmeldung.

Was passiert mit der Kaution beim Auszug?+

Meist übernimmt die nachfolgende Person den Anteil direkt von der ausziehenden. Wer welchen Anteil eingezahlt hat, sollte schriftlich festgehalten sein.

Wer zahlt eine Nebenkosten-Nachzahlung nach einem Auszug?+

Üblich ist eine Aufteilung nach Mietdauer im Abrechnungszeitraum – auch ausgezogene Mitbewohner tragen ihren Anteil. Am besten wird das beim Auszug schriftlich festgehalten.

Gehören gemeinsame Einkäufe in die Abrechnung?+

Wenn zusammen gekocht wird, ja – mit Datum, Betrag und wer bezahlt hat. Wer selten mitisst, kann von diesem Posten ausgenommen werden.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.