Fokus auf das Wesentliche
Miete/WG, Krankenkasse, Essen, ÖV (Halbtax), Studium, Freizeit, kleines Sparen.
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Richtwerte für ein Studi-Budget
Mit WG-Zimmer und Nebenjob als Orientierung:
- WG-Zimmer inklusive Nebenkosten: CHF 550–900
- Krankenkasse nach Prämienverbilligung: CHF 0–300
- Lebensmittel: CHF 350–450
- Halbtax oder ÖV-Abo: CHF 50–100
- Lernmaterial, Handy, Internet: CHF 80–150
- Freizeit: CHF 150–250
Die Einnahmeseite vollständig erfassen
Nebenjob, Elternbeitrag, Stipendium und Prämienverbilligung gehören alle auf die Vorlage – auch unregelmässige Beträge. Wer nur den Nebenjob einträgt, sieht eine Lücke, die keine ist, und wer die Prämienverbilligung vergisst, plant mit einer zu hohen Krankenkassenzeile.
Die Einnahmenseite ist der schwierige Teil
Studierende haben selten ein stabiles Monatseinkommen. Stipendium, Elternbeitrag, Nebenjob und Ferienarbeit fallen unterschiedlich an – deshalb rechnet die Vorlage mit Jahresbeträgen geteilt durch zwölf statt mit Monatswerten.
Wichtig ist eine eigene Zeile für die Semestergebühren. Sie kommen zweimal jährlich und betragen je nach Hochschule mehrere hundert Franken – aus dem laufenden Monat sind sie nicht zu decken.
Was Studierende regelmässig unterschätzen
Lehrmittel und Studienmaterial: je nach Fach CHF 300 bis 800 pro Semester. Dazu kommen die Krankenkassenprämie, die auch ohne Einkommen geschuldet ist, und ab dem 21. Altersjahr AHV-Beiträge als Nichterwerbstätige, falls kein Nebenjob besteht.
Auf der anderen Seite werden Ansprüche übersehen: Prämienverbilligung besteht bei tiefem Einkommen sehr häufig, und kantonale Stipendien werden nach einer Bemessungsgrundlage berechnet, die grosszügiger ist als eine grobe Selbsteinschätzung vermuten lässt.
Was ab 18 dazukommt
Mit der Volljährigkeit wirst du eigenständig steuerpflichtig und bekommst eine eigene Steuererklärung – auch bei kleinem Einkommen. Sie einzureichen lohnt sich, weil Berufsauslagen und ÖV-Abo abziehbar sind.
Gleichzeitig kannst du Krankenkasse, Modell und Franchise selbst bestimmen. Für junge Gesunde ist die Höchstfranchise meist günstiger – aber nur mit einer entsprechenden Reserve, sonst wird aus dem Spartrick ein Risiko.
