Vorlage

Fixkosten-Liste Schweiz: Vorlage Excel & PDF

Die kurze Antwort: Fixkosten sind alle Beträge, die jeden Monat in gleicher Höhe anfallen – Miete, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, Steuerrückstellung. Die Liste enthält zehn typische Schweizer Positionen; im Richtwert für eine Einzelperson ergeben sie CHF 3’288 pro Monat. Als Excel und PDF kostenlos.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Vorlage kostenlos herunterladen – ohne Anmeldung

Excel-Datei mit Formeln (auch für Google Sheets, LibreOffice, Numbers) und PDF zum Ausdrucken. Stand 2026.

Interaktive Vorlage · CHF / Monat
Miete inkl. Nebenkosten
CHF
Krankenkasse Grundversicherung
CHF
Zusatzversicherungen
CHF
Hausrat & Haftpflicht
CHF
Steuern (Rückstellung)
CHF
ÖV-Abo oder Auto-Fixkosten
CHF
Handy & Internet
CHF
Serafe
CHF
Streaming & Abos
CHF
Säule 3a (Dauerauftrag)
CHF
TotalCHF 3’288

Beträge sind Richtwerte – passe sie an deine Situation an. Lade die Vorlage als CSV herunter oder erstelle sie direkt in BudgetHub.

Warum die Fixkosten zuerst kommen

Kurz: Fixkosten entscheiden, wie viel Spielraum überhaupt bleibt. Bei vielen Schweizer Haushalten machen sie mehr als die Hälfte des Nettoeinkommens aus. Wer sie einmal vollständig auflistet, sieht sofort, wo der grösste Hebel liegt – und dass er fast nie beim Kaffee unterwegs liegt.

Die Liste unterscheidet bewusst nicht nach «wichtig» und «unwichtig», sondern erfasst alles, was regelmässig und vertraglich abfliesst. Erst danach wird bewertet.

  • Alles, was monatlich in gleicher Höhe abfliesst
  • Jahresrechnungen durch zwölf geteilt
  • Steuern als monatliche Rückstellung
  • Säule 3a als fester Dauerauftrag

Die zehn Positionen der Liste

Miete inklusive Nebenkosten, Krankenkasse (Grund- und Zusatzversicherung getrennt), Hausrat und Haftpflicht, Steuerrückstellung, Mobilität, Handy und Internet, Serafe, Streaming und weitere Abos sowie die Säule 3a. Die Serafe-Abgabe beträgt CHF 335 pro Jahr und Haushalt – in der Liste steht sie als Monatsbetrag.

Zusammen ergeben die Richtwerte CHF 3’288. Daneben stehen in der Excel-Datei die Spalten «Dein Plan» und «Ist» sowie eine Zeile für das Nettoeinkommen: Die Datei rechnet aus, was nach den Fixkosten pro Monat bleibt.

Wo die grössten Hebel liegen

Drei Positionen bringen am meisten: Erstens die Krankenkasse – ein alternatives Versicherungsmodell und die richtige Franchise sparen oft mehrere hundert Franken im Jahr. Zweitens die Miete – sie lässt sich nicht monatlich anpassen, aber bei sinkendem Referenzzinssatz ist eine Senkung möglich. Drittens die Abos: Einzeln klein, zusammen oft ein dreistelliger Monatsbetrag.

Weniger bringt es, kleine Posten aufwendig zu optimieren. Eine Stunde mit der Fixkostenliste wirkt stärker als ein Monat Verzicht im Alltag.

So pflegst du die Liste

Einmal vollständig ausfüllen, danach zweimal im Jahr prüfen: im Herbst, wenn die neuen Krankenkassenprämien bekannt sind, und im Frühling nach der Steuerrechnung. Jede Vertragsänderung kommt sofort in die Liste.

Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.

Fixkosten, variable Kosten und Rückstellungen

Die Liste unterscheidet drei Arten von Kosten. Fixkosten im engen Sinn sind vertraglich festgelegt und fallen jeden Monat gleich an: Miete, Krankenkasse, Versicherungen, Abos. Rückstellungen sind Beträge, die du jeden Monat beiseitelegst, obwohl die Rechnung nur einmal im Jahr kommt – Steuern, Franchise, Zahnarzt, Autoversicherung. Variable Kosten wie Lebensmittel, Freizeit und Kleidung gehören nicht in die Fixkostenliste, sondern ins Haushaltsbuch.

Die Rückstellungen sind der Teil, den die meisten vergessen. Wer die Steuern nicht monatlich zurücklegt, hat im Frühling eine Rechnung, die das Budget eines ganzen Monats verschlingt. In der Vorlage steht die Steuerrückstellung deshalb gleichberechtigt neben der Miete.

Ein praktischer Trick: Alle Fixkosten und Rückstellungen laufen über ein eigenes Konto, auf das am Zahltag per Dauerauftrag genau die Summe der Liste fliesst. Was auf dem Privatkonto bleibt, ist dann frei verfügbar – ohne Rechnen.

  • Fixkosten: vertraglich, jeden Monat gleich
  • Rückstellungen: jährliche Rechnungen ÷ 12
  • Variable Kosten: ins Haushaltsbuch, nicht in diese Liste
  • Eigenes Fixkostenkonto mit Dauerauftrag am Zahltag

Häufige Fragen

Was gehört zu den Fixkosten?+

Alles, was regelmässig in gleicher Höhe anfällt: Miete, Nebenkosten-Akonto, Krankenkasse, Versicherungen, Abos, Serafe, Steuerrückstellung und Daueraufträge wie die Säule 3a.

Wie hoch sind die Fixkosten in der Schweiz?+

Für eine Einzelperson in einer mittleren Stadt liegen sie oft um CHF 3’288 pro Monat inklusive Steuerrückstellung – Miete und Krankenkasse machen den grössten Teil aus.

Gehören Lebensmittel zu den Fixkosten?+

Nein, sie sind variable Kosten: Der Betrag schwankt und lässt sich kurzfristig beeinflussen. Für sie eignet sich ein Haushaltsbuch.

Wie viel Prozent des Einkommens dürfen Fixkosten sein?+

Als Orientierung höchstens 50 bis 60 Prozent des Nettoeinkommens, inklusive Steuern. Darüber wird der Spielraum für Sparen und Unvorhergesehenes knapp.

Wie erfasse ich jährliche Rechnungen?+

Durch zwölf teilen und als Monatsbetrag eintragen – idealerweise läuft der Betrag per Dauerauftrag auf ein separates Konto.

Ist die Vorlage kostenlos?+

Ja, als Excel mit Formeln und als PDF zum Ausdrucken, ohne Anmeldung.

Wann sollte ich die Fixkosten prüfen?+

Zweimal im Jahr: im Herbst, wenn die neuen Krankenkassenprämien bekannt sind und die Kündigungsfrist naht, und im Frühling nach der Steuerrechnung.

Wie senke ich meine Fixkosten am schnellsten?+

Krankenkassenmodell und Franchise prüfen, ungenutzte Abos kündigen und bei sinkendem Referenzzinssatz eine Mietzinssenkung verlangen.

Finde die Posten, die du vergessen hast

Der teuerste Fixkostenblock ist meist nicht der grösste, sondern der, an den niemand mehr denkt. Eine vollständige Liste bringt bei den meisten Haushalten dreistellige Beträge pro Jahr zum Vorschein.