Warum Abos so leicht aus dem Blick geraten
Kurz: Abos sind einzeln klein, werden automatisch abgebucht und verlängern sich stillschweigend. Gratismonate gehen nahtlos in bezahlte über, Jahresabos werden einmal im Jahr fällig und tauchen im Monatsbudget gar nicht auf. Genau deshalb unterschätzen die meisten ihre Abokosten deutlich.
Die Übersicht macht drei Dinge sichtbar: die Summe pro Monat, die Kündigungsfristen und die Abos, die du seit Monaten nicht mehr nutzt.
- Jedes Abo mit Preis und Zahlungsrhythmus
- Kündigungsfrist und nächster Kündigungstermin
- Jahresabos auf den Monat umgerechnet
- Spalte «Genutzt in den letzten 30 Tagen?»
So findest du alle Abos
Geh die Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen der letzten zwölf Monate durch – nicht nur eines Monats, sonst fehlen die Jahresabos. Prüfe zusätzlich die Abo-Verwaltung im App-Store deines Handys und dein E-Mail-Postfach nach Begriffen wie «Abonnement», «Verlängerung» oder «Rechnung».
Typische Kandidaten: Handy und Internet, Video- und Musik-Streaming, Cloud-Speicher, Fitness, Zeitungen, Software, Halbtax, Vereinsmitgliedschaften, Lieferdienste und Apps mit Premium-Funktion.
Die Kündigungsfrist ist die wichtigste Spalte
Viele Verträge lassen sich nur auf ein bestimmtes Datum kündigen, oft mit einer Frist von ein bis drei Monaten. Wer die Frist verpasst, zahlt ein weiteres Jahr. Deshalb gehört neben jeden Preis das nächste mögliche Kündigungsdatum – und ein Erinnerungstermin zwei Wochen davor.
Bei der Krankenkasse gilt für die Grundversicherung der 30. November als Stichtag; für Zusatzversicherungen bestimmen die Vertragsbedingungen die Frist. Im Beispiel der Vorlage sind CHF 253 pro Monat gebunden – wer zwei ungenutzte Abos kündigt, spart schnell mehrere hundert Franken im Jahr.
Die Regel für neue Abos
Jedes neue Abo kommt sofort in die Liste, inklusive Enddatum eines Gratismonats. Bei jedem Abo-Abschluss gilt: Wer es nach dem Gratismonat nicht aktiv behalten will, kündigt am ersten Tag – die meisten Dienste laufen bis zum Ende der Testphase weiter.
Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
Behalten, wechseln oder kündigen?
Für jedes Abo stellt die Vorlage eine einfache Frage: Hast du es in den letzten 30 Tagen genutzt? Wenn nein, ist es ein Kündigungskandidat. Wenn ja, folgt die zweite Frage: Gibt es eine günstigere Variante – ein Familien- oder Jahresabo, ein Angebot mit Werbung, ein Paket statt zwei Einzelabos?
Bei Streamingdiensten lohnt sich das Rotieren: einen Dienst für zwei, drei Monate abonnieren, die Serien schauen, kündigen und zum nächsten wechseln. Bei Handy und Internet bringen Kombiangebote oder ein Wechsel zum günstigeren Zweitmarken-Anbieter oft mehr als jede andere Massnahme.
Und für Abos mit Jahreszahlung gilt: Der Rabatt gegenüber der Monatszahlung lohnt sich nur, wenn du das Abo sicher das ganze Jahr nutzt. Sonst ist die teurere Monatsvariante unterm Strich günstiger, weil du jederzeit aussteigen kannst.
- Nicht genutzt in 30 Tagen → kündigen
- Genutzt → günstigere Variante prüfen
- Streaming rotieren statt parallel zahlen
- Jahresabo nur bei sicherer Nutzung
