Die grossen Posten
Miete (1'000–2'600), Krankenkasse (280–580), Lebensmittel (400–600 pro Person), Mobilität und Versicherungen machen den Grossteil aus. Für einen Single in der Stadt summiert sich das schnell auf CHF 3'500–4'500 pro Monat.
Regionale Unterschiede
Zürich, Zug und Genf sind am teuersten; Jura, Wallis und Tessin günstiger. Prüfe die Kosten für deine konkrete Stadt.
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Die grossen Posten
Wohnen macht typischerweise 25 bis 30 % aus, die Krankenkasse 8 bis 12 %, Lebensmittel 10 bis 15 %, Steuern 10 bis 20 %. Diese vier zusammen sind zwei Drittel des Budgets – alles andere verteilt sich auf viele kleine Positionen.
Zwischen Zürich oder Genf und ländlichen Regionen liegen bei der Miete schnell CHF 800 im Monat für dieselbe Wohnungsgrösse. Das ist der einzelne grösste Regionaleffekt, grösser als Steuern und Prämien zusammen.
Die Posten, die in Vergleichen fehlen
Internationale Lebenshaltungskosten-Vergleiche unterschätzen die Schweiz systematisch, weil sie zwei Besonderheiten nicht abbilden: die Krankenkassenprämie, die hier privat und pro Kopf bezahlt wird, und die Steuern, die nicht an der Quelle abgezogen, sondern separat in Rechnung gestellt werden.
Beide zusammen machen für einen mittleren Haushalt schnell CHF 1’000 bis 1’500 im Monat aus. Wer mit einem internationalen Rechner plant, plant deshalb regelmässig zu knapp.
Warum internationale Vergleiche danebenliegen
Sie bilden zwei Schweizer Besonderheiten nicht ab: die Krankenkassenprämie, die hier privat und pro Kopf bezahlt wird, und die Steuern, die separat in Rechnung gestellt statt an der Quelle abgezogen werden.
Beide zusammen machen für einen mittleren Haushalt CHF 1'000 bis 1'500 im Monat aus. Wer mit einem internationalen Rechner plant, plant deshalb regelmässig zu knapp.
Der grösste Regionalfaktor
Die Miete. Zwischen städtischen Zentren und ländlichen Regionen liegen bei gleicher Wohnungsgrösse oft CHF 800 im Monat – mehr als Steuern und Prämiendifferenz zusammen.
Bei einem Umzug lohnt deshalb die Gesamtrechnung: Eine steuergünstige Gemeinde mit hohen Mieten kann unter dem Strich teurer sein als eine teure Gemeinde mit günstigem Wohnraum.
Der Abgleich mit der Realität
Rechne das Ergebnis gegen deine tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate. Wo Berechnung und Realität um mehr als zehn Prozent auseinanderliegen, stimmt eine Annahme nicht – und meist ist es eine, die du selbst gesetzt hast.
Häufigste Ursache sind vergessene Rückstellungen: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Sie fallen jährlich an und fehlen deshalb in der Monatsbetrachtung, aus der die meisten ihre Eingaben ableiten.
Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
