Warum eine Autokosten-Tabelle die Augen öffnet
Kurz: Die meisten Autobesitzer schätzen ihre Kosten auf die Hälfte dessen, was sie tatsächlich ausgeben. Treibstoff und Versicherung sind sichtbar, Wertverlust und Kapitalzins nicht. Genau diese beiden Posten machen aber oft den grössten Teil aus. Die Vorlage bringt alles in eine Liste und zeigt die echten Kosten pro Monat und pro Kilometer.
Damit wird ein ehrlicher Vergleich mit ÖV-Abo, Carsharing oder Leasing möglich – und eine Grundlage für die nächste Kaufentscheidung.
Was in der Vorlage steht
| Posten | Beispiel pro Jahr |
|---|---|
| Wertverlust (Kaufpreis − Restwert) / Jahre | CHF 3’281 |
| Zins auf gebundenes Kapital | CHF 656 |
| Versicherung (Haftpflicht, Kasko) | CHF 1’200 |
| Motorfahrzeugsteuer | CHF 400 |
| Vignette | CHF 40 |
| Treibstoff oder Strom | CHF 1’500 |
| Service, Reifen, Reparaturen | CHF 900 |
| Parkplatz | CHF 1’200 |
| Waschen, Parkgebühren, Diverses | CHF 250 |
Summe: CHF 9’427 pro Jahr bei 12'000 Kilometern, also rund CHF 0.79 pro Kilometer. Die Beispielwerte stammen aus dem Autokosten-Rechner auf BudgetHub (Kaufpreis CHF 35'000, acht Jahre Haltedauer, 25 % Restwert).
So füllst du die Vorlage aus
Trage in die gelben Felder deine echten Beträge ein: Versicherung und Steuer aus den Jahresrechnungen, Service und Reifen aus den Belegen des letzten Jahres, Treibstoff aus Kontoauszug oder Tankquittungen. Für den Wertverlust nimmst du den Kaufpreis minus den geschätzten Restwert und teilst durch die Jahre, die du das Auto behalten willst.
Die Spalte «Ist» füllst du im Lauf des Jahres. Am Jahresende siehst du, wo du über dem Plan liegst – meist bei Reparaturen und Parkgebühren.
- Jahresrechnungen für Versicherung und Steuer
- Wertverlust: (Kaufpreis − Restwert) ÷ Jahre
- Treibstoff aus Tankquittungen hochrechnen
Was du mit dem Ergebnis machst
Teile die Jahressumme durch zwölf und richte dafür einen monatlichen Dauerauftrag auf ein Autokonto ein. Laufende Kosten wie Treibstoff zahlst du daraus, und für Service, Versicherung und das nächste Auto bleibt eine Rückstellung. So kaufst du das nächste Auto ohne Leasing oder Kredit.
Liegt die Summe deutlich über einem Generalabonnement, lohnt sich die Frage, ob ein Auto nötig ist oder ob Carsharing für die wenigen Fahrten reicht.
Beispiel: zwei Autos im Vergleich
Ein Kleinwagen für CHF 20'000, acht Jahre gefahren mit 8'000 Kilometern pro Jahr und ohne gemieteten Parkplatz, kostet in der Vorlage rund CHF 5'500 pro Jahr. Der Mittelklassewagen aus dem Beispiel kommt mit 12'000 Kilometern und Parkplatz auf fast das Doppelte. Der Unterschied liegt nur zum kleineren Teil beim Treibstoff – entscheidend sind Kaufpreis, Wertverlust und Parkplatz.
Wer zwei Autos im Haushalt hat, füllt die Vorlage für jedes Auto separat aus. Oft zeigt sich dann, dass das Zweitauto pro Kilometer sehr teuer ist, weil es wenig gefahren wird, aber die vollen Fixkosten trägt. Für viele Familien ist das der Moment, an dem Carsharing oder ein ÖV-Abo plötzlich günstiger erscheinen.
Häufige Denkfehler
Erstens: «Das Auto ist abbezahlt, also kostet es nichts.» Falsch – Wertverlust, Versicherung und Unterhalt laufen weiter, und der nächste Kauf kommt bestimmt. Zweitens: «Mehr fahren lohnt sich nicht.» Die Kosten pro Kilometer sinken zwar mit der Fahrleistung, die Jahreskosten steigen aber. Drittens: «Leasing ist günstiger.» Leasingraten enthalten Wertverlust und Zins, dazu kommt eine obligatorische Vollkasko – im Vergleich mit Barkauf ist Leasing selten günstiger.
Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
