Was die 2. Säule leistet
Die Pensionskasse ergänzt die AHV (1. Säule) und sichert den gewohnten Lebensstandard im Alter. Arbeitnehmer und Arbeitgeber zahlen gemeinsam ein.
Koordinationsabzug & Teilzeit
Wegen des Koordinationsabzugs sinken die PK-Beiträge bei tiefem oder Teilzeit-Lohn überproportional – wichtig bei Pensumsentscheiden (Rechner).
Einkauf als Steuerhebel
Freiwillige Einkäufe in die PK sind vom steuerbaren Einkommen abziehbar – ein Hebel für höhere Einkommen.
Leg das in BudgetHub als Sparziel mit Zieldatum an – der Monatsbetrag ergibt sich dann von selbst, statt vom Restbudget abzuhängen.
Was auf dem Vorsorgeausweis steht
Das Altersguthaben, der versicherte Lohn, die voraussichtliche Rente und – oft übersehen – das Einkaufspotenzial. Letzteres zeigt, wie viel du freiwillig einzahlen und dabei vom steuerbaren Einkommen abziehen könntest.
Ebenfalls dort: die Leistungen bei Invalidität und Tod. Sie sind für junge Familien oft wichtiger als die Altersrente und werden fast nie angeschaut, bis sie gebraucht werden.
Der Zeitpunkt schlägt die Höhe
Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs bringt im Schnitt deutlich mehr als ein höherer Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll. Der Konsum passt sich an das an, was sichtbar verfügbar ist.
Und ein tieferer Betrag, der jeden Monat kommt, schlägt einen hohen mit Unterbrüchen – der Zinseszins wirkt über die Ununterbrochenheit, nicht über einzelne grosse Einzahlungen.
Was Sparen bei knappem Budget bringt
Auch CHF 50 im Monat sind sinnvoll – nicht wegen des Betrags, sondern wegen der Gewohnheit. Wer sie etabliert, erhöht sie später bei jeder Lohnerhöhung; wer wartet, bis genug übrig bleibt, fängt selten an.
Der Zinseszins wirkt zudem über die Zeit, nicht über die Höhe. Wer mit 25 beginnt und CHF 200 monatlich anlegt, steht mit 65 besser da als jemand, der mit 40 beginnt und CHF 400 einzahlt.
Was Sparen bremst, ohne dass es auffällt
Lifestyle-Inflation: Jede Lohnerhöhung wird zum neuen Normal, bevor sie ins Sparen fliesst. Nach fünf Jahren ist das Einkommen deutlich höher und der gesparte Betrag derselbe.
Der Gegenzug ist mechanisch: Bei jeder Erhöhung zuerst den Dauerauftrag anpassen, dann den Rest verplanen. Umgekehrt funktioniert es fast nie.
Was auf dem Ausweis wirklich zählt
Erstens der versicherte Lohn – Jahreslohn minus Koordinationsabzug von rund 26’460. Er ist die Basis für alles Weitere und bei Teilzeit oft überraschend tief. Zweitens das aktuelle Altersguthaben. Drittens die voraussichtliche Altersrente, meist mit dem gesetzlichen Umwandlungssatz gerechnet.
Viertens das Einkaufspotenzial: der Betrag, den du freiwillig einzahlen könntest, steuerlich abziehbar. Fünftens die Risikoleistungen für Invalidität und Tod – sie sind für junge Familien oft wichtiger als die Altersrente und werden fast nie angeschaut.
Die Frage, die der Ausweis nicht beantwortet
Der ausgewiesene Umwandlungssatz gilt für den obligatorischen Teil. Bei überobligatorischen Guthaben – also allem oberhalb der gesetzlichen Mindestleistung – dürfen Kassen tiefere Sätze anwenden. Wer einen hohen überobligatorischen Anteil hat, erhält deshalb weniger Rente pro angespartem Franken, als der Hauptsatz vermuten lässt.
Frag deine Kasse nach dem umhüllenden Umwandlungssatz für deinen konkreten Fall. Das ist die einzige Zahl, mit der sich die spätere Rente realistisch schätzen lässt – und sie steht auf kaum einem Ausweis.
