Zuerst sparen, dann ausgeben
Richte einen Dauerauftrag ein, der am Zahltag automatisch einen Betrag aufs Sparkonto verschiebt. Was nicht auf dem Konto liegt, wird nicht ausgegeben (Pay-Yourself-First).
Fixkosten regelmässig prüfen
Die grössten Ersparnisse liegen bei wiederkehrenden Kosten: Krankenkasse, Handy-Abo, Versicherungen, Strom. Einmal optimiert, wirkt es jeden Monat.
- Abos kündigen, die du nicht nutzt
- Versicherungen bündeln und vergleichen
- ÖV-Abo gegen tatsächliche Nutzung rechnen
Sichtbar machen, was du sparst
Sparziele mit Fortschrittsbalken motivieren mehr als ein anonymes Konto.
Leg das in BudgetHub als Sparziel mit Zieldatum an – der Monatsbetrag ergibt sich dann von selbst, statt vom Restbudget abzuhängen.
Der Hebel, der nichts kostet
Die Lohnerhöhung. Wer den Zuwachs vollständig in die Sparrate umleitet, bevor er sich daran gewöhnt hat, hebt die Sparquote ohne jede spürbare Einschränkung. Das ist der einzige Moment, in dem Sparen tatsächlich schmerzfrei funktioniert.
Der zweite kostenlose Hebel ist der Zeitpunkt: Der Sparbetrag gehört an den Zahltag, nicht ans Monatsende. Wer den Rest spart, spart im Schnitt deutlich weniger als wer vorab abzieht.
Die Reihenfolge, die sich bewährt
Zuerst ein Notgroschen von drei bis sechs Monatsausgaben, dann teure Schulden abbauen, dann Vorsorge über die Säule 3a, zuletzt freie Ziele. Wer diese Reihenfolge umdreht, hat gebundenes Geld und trotzdem keinen Puffer.
Der häufigste Fehler ist, in die Säule 3a einzuzahlen, bevor eine Reserve steht. Die nächste unerwartete Ausgabe landet dann auf der Kreditkarte, und deren Zinsen übersteigen den Steuervorteil deutlich.
Wann Sparen warten sollte
Solange teure Schulden laufen. Ein Konsumkredit oder eine Kreditkarten-Teilzahlung kostet im zweistelligen Prozentbereich – kein Sparkonto und keine Anlage bringt annähernd so viel.
Die Ausnahme ist ein kleiner Puffer von ein bis zwei Monatsausgaben. Ohne ihn führt die nächste unerwartete Ausgabe direkt in neue Schulden, und der Abbau beginnt von vorn.
Sparziele mit Datum statt ohne
Ein Ziel ohne Datum ist ein Wunsch. Mit Datum wird daraus eine Rate, und eine Rate lässt sich automatisieren – ab da braucht es keine Entscheidung mehr.
Ist die Rate nicht tragbar, gibt es zwei ehrliche Reaktionen: Datum verschieben oder Betrag senken. Beides ist besser, als nach drei Monaten aufzugeben.
Ein Prozentpunkt pro Jahr
Als Zielgrösse eignet sich eine Erhöhung um einen Prozentpunkt jährlich. Das ist unauffällig genug, um durchgehalten zu werden, und über zehn Jahre eine erhebliche Veränderung.
Bei CHF 6'000 Nettoeinkommen ist ein Prozentpunkt CHF 60 im Monat. Wer diesen Betrag zeitgleich mit einer Lohnerhöhung umleitet, merkt ihn im Alltag gar nicht.
