Sparen

Säule 3a: Steuern sparen und fürs Alter vorsorgen

Kurz beantwortet: Die Säule 3a ist gebundene private Vorsorge, deren Einzahlung vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar ist. Bei einer vollen Einzahlung und 25 % Grenzsteuerbelastung spart das rund CHF 1'800 Steuern pro Jahr – das Geld ist dafür bis fünf Jahre vor dem Referenzalter gebunden.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Hauptseite zum Thema: Säule 3a: Frist, Beträge und Steuerwirkung – dort findest du den vollständigen Überblick.

Wie viel du einzahlen darfst

Mit Pensionskasse darfst du 2026 maximal rund CHF 7’258.– pro Jahr in die Säule 3a einzahlen (Wert jährlich angepasst). Ohne Pensionskasse sind es bis zu 20% des Erwerbseinkommens.

Der Steuereffekt

Einzahlungen kannst du vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehen. Je nach Kanton und Einkommen spart das mehrere hundert bis über tausend Franken Steuern pro Jahr.

Konto oder Wertschriften

3a-Konten sind sicher, aber kaum verzinst. Über lange Anlagehorizonte bringt eine 3a-Wertschriftenlösung in der Regel mehr Rendite – bei höherem Schwankungsrisiko.

In BudgetHub führst du die Steuerrückstellung als eigene Position – so liegt der Betrag bereit, wenn die Rechnung kommt, statt den Monat zu sprengen.

Konto oder Wertschriften

Ein 3a-Zinskonto ist sicher und wirft aktuell wenig ab. Eine Wertschriftenlösung hat über lange Zeiträume deutlich höheres Ertragspotenzial, schwankt aber – und diese Schwankung muss man bis zum Bezug aushalten können.

Als Orientierung: Bei einem Anlagehorizont über zehn Jahre spricht viel für Wertschriften, unter fünf Jahren für das Konto. Wichtig ist in beiden Fällen der Blick auf die Gebühren – bei langen Laufzeiten macht ein halber Prozentpunkt einen erheblichen Unterschied.

Der Zeitpunkt schlägt die Höhe

Ein Dauerauftrag am Tag des Lohneingangs bringt im Schnitt deutlich mehr als ein höherer Betrag, der am Monatsende übrig bleiben soll. Der Konsum passt sich an das an, was sichtbar verfügbar ist.

Und ein tieferer Betrag, der jeden Monat kommt, schlägt einen hohen mit Unterbrüchen – der Zinseszins wirkt über die Ununterbrochenheit, nicht über einzelne grosse Einzahlungen.

Warum mehrere Konten helfen

Geld auf dem Lohnkonto gilt psychologisch als verfügbar, unabhängig davon, wofür es gedacht war. Ein separates Konto pro Zweck – Notgroschen, Steuern, Ferien – löst das, ohne Willenskraft zu verbrauchen.

Der Aufwand ist einmalig: vier Daueraufträge einrichten dauert zwanzig Minuten. Danach läuft das System ohne weitere Entscheidung, und jeder Topf zeigt seinen eigenen Stand.

Wohin das Geld je nach Horizont gehört

Unter drei Jahren aufs Sparkonto – dort zählt Verfügbarkeit. Ab fünf bis zehn Jahren wird die Teuerung relevant: Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft.

Die Säule 3a nimmt eine Sonderstellung ein: Steuerabzug heute, aber gebunden bis fünf Jahre vor dem Referenzalter. Sie ist Vorsorge, kein flexibles Sparen.

Vorbezug für Wohneigentum

3a-Guthaben kann für selbstbewohntes Wohneigentum vorbezogen oder verpfändet werden. Der Vorbezug senkt die Hypothek und die spätere Vorsorge; die Verpfändung erhält den Vorsorgeschutz, erhöht aber die Belehnung.

Beim Vorbezug fällt die Kapitalauszahlungssteuer an. Wird das Wohneigentum später verkauft, muss der Betrag unter Umständen zurückbezahlt werden – dann wird die Steuer zinslos erstattet.

Häufige Fragen

Wann kann ich die Säule 3a beziehen?+

Frühestens fünf Jahre vor dem ordentlichen AHV-Alter, sowie u.a. bei Wohneigentum, Selbstständigkeit oder Wegzug aus der Schweiz.

Wie viel darf ich in die Säule 3a einzahlen?+

Angestellte mit Pensionskasse den jährlich festgelegten Maximalbetrag, Personen ohne Pensionskasse 20 % des Erwerbseinkommens bis zu einer höheren Obergrenze.

Wann kann ich das Geld beziehen?+

Frühestens fünf Jahre vor dem Referenzalter. Vorher nur in gesetzlich geregelten Ausnahmefällen wie Wohneigentum, Selbstständigkeit oder Wegzug ins Ausland.

Lohnt sich die Säule 3a bei tiefem Einkommen?+

Der Steuereffekt ist klein, der Vorsorgeeffekt bleibt. Vor der 3a sollte allerdings der Notgroschen stehen – 3a-Geld ist im Engpass nicht verfügbar.

Wann soll der Sparbetrag abgebucht werden?+

Am Tag des Lohneingangs. Was am Monatsende übrig bleiben soll, bleibt in der Praxis selten übrig.

Brauche ich mehrere Sparkonten?+

Mindestens eines getrennt vom Lohnkonto. Was sichtbar auf dem Alltagskonto liegt, wird als verfügbar wahrgenommen – unabhängig vom Zweck.

Sparkonto oder Anlage?+

Unter drei Jahren Sparkonto, ab fünf bis zehn Jahren lohnt die Frage nach einer Anlage – dann wird die Teuerung zum Hauptfaktor.

Kann ich die Säule 3a fürs Eigenheim nutzen?+

Ja, als Vorbezug oder Verpfändung. Die Verpfändung erhält den Vorsorgeschutz, der Vorbezug senkt die spätere Rente.

Rechne deine Steuerersparnis aus

Wie viel dir ein Einzahlungsbetrag tatsächlich spart, hängt an deinem Grenzsteuersatz. Der Rechner macht daraus eine konkrete Zahl.