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Lohn-nach-Pensum-Rechner

Kurz beantwortet: Der Nettolohn sinkt bei Pensumsreduktion nicht proportional – er sinkt weniger stark, weil die Steuerprogression mitfällt. Von 100 % auf 80 % verlierst du typischerweise 15 bis 18 % netto, nicht 20 %.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Lohn-nach-Pensum-Rechner
Neuer Brutto-LohnCHF 5'600
Netto (grobe Schätzung ~83%)CHF 4'648

Hinweis: Wegen Koordinationsabzug sinken PK-Leistungen bei Teilzeit überproportional.

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Nicht nur linear

Bei Pensumsreduktion sinkt der Lohn proportional, aber Fixkosten bleiben. Zudem sinken Pensionskassen-Beiträge überproportional wegen des Koordinationsabzugs.

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Warum die Rechnung besser aussieht als erwartet

Die Steuerprogression wirkt in beide Richtungen: Wer weniger verdient, zahlt überproportional weniger Steuern. Bei einer Reduktion von CHF 100'000 auf CHF 80'000 brutto sinkt die Steuerlast deutlich stärker als um ein Fünftel.

Dazu kommen wegfallende Kosten: Pendeln, auswärts essen, teils Betreuung. Für viele liegt die tatsächliche Einbusse bei einer 20-Prozent-Reduktion netto bei etwa 12 bis 15 %.

Und der Posten, der schlechter aussieht

Die Vorsorge. Wegen des Koordinationsabzugs sinkt der versicherte Lohn in der Pensionskasse überproportional – bei kleinen Pensen deutlich. Wer unter die BVG-Eintrittsschwelle fällt, verliert die Pensionskassenanbindung ganz.

Wie stark eine Pensumsreduktion die spätere Monatsrente insgesamt verändert, lässt sich mit dem Vorsorge-Cockpit als Vorher-nachher-Szenario durchspielen – einmal mit dem heutigen, einmal mit dem reduzierten Lohn.

Diese Wirkung taucht in keiner Monatsrechnung auf und ist trotzdem oft der teuerste Teil einer Pensumsreduktion.

Was neben dem Lohn noch mitfällt

Ferienanspruch und Feiertagsentschädigung werden anteilig gekürzt, ebenso allfällige Bonuszahlungen und der 13. Monatslohn. Beim Krankentaggeld und bei der Unfallversicherung sinkt die versicherte Summe entsprechend.

Ein Punkt, der oft übersehen wird: Wer unter acht Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber arbeitet, verliert die obligatorische Nichtberufsunfallversicherung. Dann muss die Unfalldeckung wieder in die Krankenkasse aufgenommen werden – sonst besteht eine Lücke.

Was der Rechner nicht abbildet

Die Vorsorgewirkung. Wegen des Koordinationsabzugs sinkt der versicherte Lohn in der Pensionskasse überproportional – bei kleinen Pensen deutlich. Wer unter die BVG-Eintrittsschwelle fällt, verliert die Anbindung ganz.

Diese Wirkung taucht in keiner Monatsrechnung auf und ist über eine Erwerbsbiografie oft der grösste Posten. Vor einer Pensumsreduktion lohnt deshalb ein Blick auf den Vorsorgeausweis, nicht nur auf die Lohnabrechnung.

Der Verhandlungsspielraum

Manche Pensionskassen kürzen den Koordinationsabzug anteilig zum Pensum. Ob deine dazugehört, steht im Reglement – und der Unterschied ist über zwanzig Jahre erheblich.

Ebenfalls verhandelbar ist der Zeitpunkt: Eine Reduktion per Jahresanfang ist steuerlich und vorsorgetechnisch einfacher als eine mitten im Jahr.

Der Abgleich mit der Realität

Rechne das Ergebnis gegen deine tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate. Wo Berechnung und Realität um mehr als zehn Prozent auseinanderliegen, stimmt eine Annahme nicht – und meist ist es eine, die du selbst gesetzt hast.

Häufigste Ursache sind vergessene Rückstellungen: Steuern, Zahnarzt, Selbstbehalt und Serafe. Sie fallen jährlich an und fehlen deshalb in der Monatsbetrachtung, aus der die meisten ihre Eingaben ableiten.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie viel weniger verdiene ich bei 80 Prozent?+

Brutto 20 % weniger, netto typischerweise nur 15 bis 18 % – weil die Steuerprogression mitsinkt. Wegfallende Pendel- und Verpflegungskosten verbessern die Rechnung zusätzlich.

Was passiert mit meiner Pensionskasse bei Teilzeit?+

Der versicherte Lohn sinkt wegen des Koordinationsabzugs überproportional. Unter der BVG-Eintrittsschwelle entfällt die Versicherungspflicht ganz.

Lohnt sich Teilzeit finanziell?+

Kurzfristig oft mehr, als der Bruttolohn vermuten lässt. Langfristig kostet sie über die Vorsorge – beide Effekte gehören in dieselbe Rechnung.

Was ändert Teilzeit bei der Pensionskasse?+

Der versicherte Lohn sinkt wegen des fixen Koordinationsabzugs überproportional. Manche Kassen kürzen ihn anteilig zum Pensum – das steht im Reglement.

Warum weicht mein tatsächlicher Wert ab?+

Meist wegen vergessener Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt oder Selbstbehalt. Sie fallen jährlich an und fehlen in der Monatsbetrachtung.

Wie oft soll ich nachrechnen?+

Einmal jährlich und nach jeder wesentlichen Veränderung – Umzug, Pensumsänderung, Familienzuwachs oder Lohnerhöhung.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.