Erst die Basis, dann anlegen
Vor dem Anlegen stehen Notgroschen und das Tilgen teurer Schulden. Anlegen ist für langfristiges Geld gedacht, das du 10+ Jahre nicht brauchst.
Kosten und Streuung
Tiefe Gebühren und breite Streuung (z. B. über Indexfonds) sind für Einsteiger entscheidender als das Timing.
Ruhe bewahren
Schwankungen gehören dazu. Ein klares Budget mit Notgroschen verhindert, dass du in einer Krise zum falschen Zeitpunkt verkaufen musst.
Leg das in BudgetHub als Sparziel mit Zieldatum an – der Monatsbetrag ergibt sich dann von selbst, statt vom Restbudget abzuhängen.
Was Anfängerinnen am meisten kostet
Nicht die Wahl des falschen Produkts, sondern zu hohe Gebühren und zu häufiges Handeln. Bei CHF 50'000 über zwanzig Jahre kostet ein Prozentpunkt Gebührendifferenz einen fünfstelligen Betrag an entgangenem Ertrag.
Der zweite Kostenfaktor ist das Verkaufen im falschen Moment. Wer nach einem Kursrückgang aussteigt, realisiert den Verlust – deshalb ist der Anlagehorizont wichtiger als der Einstiegszeitpunkt.
Der Hebel, der nichts kostet
Die nächste Lohnerhöhung. Wer den Zuwachs vollständig in die Sparrate umleitet, bevor er sich daran gewöhnt hat, hebt die Sparquote ohne spürbare Einschränkung – der einzige Moment, in dem Sparen schmerzfrei funktioniert.
Der zweite kostenlose Hebel sind die grossen Fixkosten. Ein Krankenkassenwechsel oder eine Mietzinssenkung wirkt jeden Monat weiter und kostet einmalig eine Stunde.
Wann Sparen warten sollte
Solange teure Schulden laufen. Ein Konsumkredit oder eine Kreditkarten-Teilzahlung kostet im zweistelligen Prozentbereich – kein Sparkonto und keine Anlage bringt annähernd so viel.
Die Ausnahme ist ein kleiner Puffer von ein bis zwei Monatsausgaben. Ohne ihn führt die nächste unerwartete Ausgabe direkt in neue Schulden, und der Abbau beginnt von vorn.
Wohin das Geld je nach Horizont gehört
Unter drei Jahren aufs Sparkonto – dort zählt Verfügbarkeit. Ab fünf bis zehn Jahren wird die Teuerung relevant: Bei 1,5 Prozent verliert Geld in zehn Jahren rund 14 Prozent an Kaufkraft.
Die Säule 3a nimmt eine Sonderstellung ein: Steuerabzug heute, aber gebunden bis fünf Jahre vor dem Referenzalter. Sie ist Vorsorge, kein flexibles Sparen.
Die Steuerseite in der Schweiz
Kursgewinne sind bei privater Vermögensverwaltung in der Regel steuerfrei – das ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Ländern. Dividenden und Zinsen sind dagegen als Einkommen steuerbar.
Wertschriften gehören mit dem Steuerwert per 31. Dezember ins Wertschriftenverzeichnis. Nur so bekommst du die Verrechnungssteuer von 35 Prozent auf Schweizer Erträge zurück.
