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Zinseszinsrechner Schweiz: Endkapital berechnen

Kurz beantwortet: Wer CHF 10’000 anlegt und 20 Jahre lang jeden Monat CHF 300 dazulegt, hat bei 4 % Rendite pro Jahr rund CHF 132’258. Eingezahlt sind davon nur CHF 82’000 – CHF 50’258 sind Zinsen und Zinseszinsen. Entscheidend sind drei Hebel: Zeit, regelmässige Einzahlung und Rendite nach Kosten.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Zinseszinsrechner
EndkapitalCHF 132’258
EingezahltCHF 82’000
Zinsen und ZinseszinsenCHF 50’258

Monatliche Verzinsung, vor Steuern, Gebühren und Teuerung. Renditen von Anlagen schwanken – die Rechnung ist ein Modell, keine Zusage.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Was Zinseszins bedeutet

Kurz: Beim Zinseszins werden die Erträge nicht ausbezahlt, sondern bleiben angelegt und bringen selbst wieder Ertrag. In den ersten Jahren ist der Effekt klein, danach wächst er immer schneller. Nach 20 Jahren macht er im Beispiel fast zwei Fünftel des Endkapitals aus.

Ohne Rendite wären es nach 20 Jahren genau die CHF 82’000, die eingezahlt wurden. Der Unterschied von CHF 50’258 entsteht allein durch Zeit und Ertrag – ohne einen zusätzlichen Franken Einzahlung.

  • Erträge bleiben angelegt und verzinsen sich mit
  • Der Effekt wächst mit jeder zusätzlichen Dekade
  • Früh anfangen schlägt hohe Beträge spät

Tabelle: Endkapital nach Rendite und Dauer

Startkapital CHF 10’000, monatliche Einzahlung CHF 300, monatliche Verzinsung, vor Steuern und Gebühren:

Rendite p. a.nach 10 Jahrennach 20 Jahrennach 30 Jahren
2 %CHF 52’028CHF 103’352CHF 166’030
4 %CHF 59’083CHF 132’258CHF 241’350
6 %CHF 67’358CHF 171’714CHF 361’580

Zwei Prozentpunkte Unterschied wirken über 30 Jahre wie eine Verdoppelung der Einzahlung. Genau deshalb sind Gebühren so wichtig: Ein Fonds mit 1.5 % Kosten frisst einen Grossteil des Zinseszinseffekts, ein breiter Indexfonds mit tiefen Kosten kaum.

Welche Rendite ist realistisch?

Auf einem Sparkonto liegt der Zins in der Schweiz derzeit nahe bei null – der Zinseszins spielt dort praktisch keine Rolle. Breit gestreute Aktienanlagen haben historisch über lange Zeiträume deutlich mehr gebracht, mit grossen Schwankungen und ohne Garantie. Obligationen liegen dazwischen.

Für die Säule 3a mit Wertschriften gilt dasselbe Prinzip: Wer 30 Jahre lang den Maximalbetrag von CHF 7’258 pro Jahr einzahlt und 4 % erzielt, kommt im Modell auf rund CHF 419’900 – zusätzlich zur Steuerersparnis bei jeder Einzahlung.

Was der Rechner nicht berücksichtigt

Teuerung, Steuern und Schwankungen. Eine Rendite von 4 % bei 1.5 % Teuerung entspricht real 2.5 %. Erträge auf freien Anlagen sind teilweise einkommenssteuerpflichtig, das Vermögen unterliegt der Vermögenssteuer. Und die Börse verläuft nicht als gerade Linie: Wer in einem Einbruch verkaufen muss, realisiert Verluste.

Die praktische Konsequenz: Zuerst einen Notgroschen aufbauen, erst danach langfristig anlegen. So musst du nie zur falschen Zeit verkaufen.

Rechne mit deinen eigenen Zahlen weiter: In BudgetHub trägst du Einkommen, Fixkosten und Konten einmal ein und siehst jeden Monat, was wirklich bleibt – kostenlos, ohne Bankverbindung.

Sparplan statt Einmalbetrag

Die wenigsten haben einen grossen Betrag auf einmal. Der Rechner ist deshalb auf den typischen Fall ausgelegt: ein kleiner Start und eine regelmässige Monatseinzahlung, die per Dauerauftrag am Zahltag läuft. Gerade bei schwankenden Anlagen hat das einen Vorteil – in schwachen Börsenphasen kauft die gleiche Einzahlung mehr Anteile. Und der Dauerauftrag nimmt die Entscheidung ab: Was am Zahltag automatisch weggeht, wird nicht ausgegeben.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie berechne ich den Zinseszins?+

Endkapital = Startkapital × (1 + Zins)^Jahre, plus die verzinsten Einzahlungen. Der Rechner macht das monatlich und mit regelmässigen Einzahlungen.

Was bringen 300 Franken im Monat?+

Mit CHF 10’000 Start und 4 % Rendite nach 20 Jahren rund CHF 132’258, davon CHF 50’258 Zinsen.

Lohnt sich Zinseszins auf dem Sparkonto?+

Kaum, solange die Zinsen nahe null liegen. Der Effekt entsteht erst mit einer Rendite, die deutlich über der Teuerung liegt.

Wie wirken Gebühren?+

Wie eine negative Rendite: Jeder Prozentpunkt Kosten senkt den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte erheblich. Tiefe Kosten sind einer der wenigen sicheren Hebel.

Ist das Endkapital garantiert?+

Nein. Bei Anlagen schwankt die Rendite von Jahr zu Jahr; der Rechner zeigt ein Modell mit konstantem Durchschnitt.

Was ist wichtiger: früher anfangen oder mehr einzahlen?+

Früher anfangen. Zehn zusätzliche Jahre bringen bei gleicher Rendite meist mehr als eine deutlich höhere Monatseinzahlung später.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Halt das Ergebnis fest

Eine einmalige Berechnung beantwortet die Frage von heute. Interessant wird es, wenn du in drei Monaten siehst, ob sich etwas bewegt hat.