Wozu eine Vermögensübersicht dient
Kurz: Das Budget zeigt den Monat, die Vermögensübersicht zeigt das Ergebnis aller Monate. Sie beantwortet die Frage, die kein Kontoauszug beantwortet: Wie viel besitze ich insgesamt, wie viel davon ist verfügbar, und wie viel schulde ich?
Praktisch hilft sie in drei Situationen: beim Ausfüllen des Wertschriftenverzeichnisses in der Steuererklärung, als Notfallblatt für Angehörige und als jährlicher Fortschrittsbericht. Wer sie einmal pro Jahr per 31. Dezember aktualisiert, sieht über die Jahre, ob das Vermögen wächst oder nur die Ausgaben.
- Stichtag festlegen – am besten der 31. Dezember
- Werte zum heutigen Stand, nicht zum Kaufpreis
- Vorsorge separat: Säule 3a und Pensionskasse sind gebunden
- Schulden als Minusbetrag erfassen
Die Positionen der Vorlage
Die Vorlage trennt frei verfügbares Vermögen (Privat- und Sparkonto, Wertschriften, Fahrzeug) von gebundener Vorsorge (Säule 3a, Pensionskasse laut Vorsorgeausweis) und Schulden. Die Pensionskasse findest du auf dem jährlichen Ausweis deiner Kasse, die Säule 3a auf der Jahresbescheinigung.
Die Richtwerte entsprechen einer Einzelperson um die 35 und ergeben zusammen CHF 148’000. In der Excel-Datei rechnen die grauen Felder automatisch; Schulden trägst du als Minusbetrag ein, damit das Total direkt dein Nettovermögen ist.
Wichtig: Verkehrswert statt Steuerwert
Für die eigene Übersicht zählt der realistische heutige Wert. Bei Wertschriften ist das der Kurswert am Stichtag, bei einem Auto der Occasionspreis, bei einer Immobilie der Verkehrswert. Der Steuerwert einer Liegenschaft liegt meist deutlich darunter – wer ihn einsetzt, unterschätzt sein Vermögen.
Hausrat, Schmuck und Sammlungen gehören nur hinein, wenn sie einen echten Wiederverkaufswert haben. Sonst blähen sie die Übersicht auf, ohne etwas über die finanzielle Lage auszusagen.
Vom Stichtag zum Verlauf
Eine einzelne Übersicht ist eine Momentaufnahme. Aussagekräftig wird sie im Vergleich: Steigt das Vermögen, weil gespart wurde, oder weil die Börse gut lief? Deshalb lohnt es sich, Wertveränderungen von Depot, 3a oder Immobilie mit Datum festzuhalten – getrennt von den eigenen Einzahlungen.
In BudgetHub geschieht genau das automatisch: Der Vermögensverlauf zeigt das Nettovermögen Monat für Monat und weist Sparleistung und Wertveränderungen getrennt aus.
Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
Häufige Fehler beim Ausfüllen
Erstens: Konten vergessen. Alte Sparkonten, Freizügigkeitskonten nach einem Stellenwechsel oder ein vergessenes 3a-Konto bei einer zweiten Bank tauchen in keinem Budget auf. Die Steuererklärung des Vorjahres ist die beste Checkliste – dort steht jedes Konto, das du deklariert hast. Freizügigkeitsguthaben lassen sich bei der Zentralstelle 2. Säule suchen.
Zweitens: Kaufpreise statt heutiger Werte. Ein Auto, das vor vier Jahren CHF 30'000 kostete, ist heute vielleicht noch die Hälfte wert. Drittens: Schulden weglassen. Leasing-Restschuld, Kreditkarten-Saldo und Ratenkäufe gehören dazu, auch wenn sie im Alltag nicht als Schulden wahrgenommen werden.
Viertens: alles in einen Topf. Wer Vorsorge und freies Vermögen zusammenzählt, sieht eine hohe Zahl, über die er im Notfall nicht verfügen kann. Die Trennung in der Vorlage zeigt beides: das Gesamtvermögen und den Teil, der wirklich verfügbar ist.
- Vorjahres-Steuererklärung als Kontenliste nutzen
- Freizügigkeitskonten nach Stellenwechseln prüfen
- Heutige Werte statt Kaufpreise
- Leasing und Kreditkarten-Saldo als Schulden erfassen
