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Rente oder Kapital? Rechner für den Pensionskassenbezug

Kurz beantwortet: Die Rente ist lebenslang garantiert und wird als Einkommen versteuert, das Kapital einmalig und reduziert. Bei CHF 500’000 Altersguthaben, 6.8 % Umwandlungssatz und typischen Steuersätzen holt die Rente das Nettokapital nach rund 16.9 Jahren ein – also etwa mit 82.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert September 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Rente oder Kapital?
Rente pro Monat (brutto)CHF 2’833
Rente pro Monat (nach Steuern)CHF 2’267
Kapital nach SteuernCHF 460’000
Break-evennach 16.9 Jahren (Alter 81.9)

Vereinfachter Vergleich ohne Anlagerendite und ohne Hinterlassenenleistungen. Umwandlungssatz und Kapitalanteil stehen im Reglement bzw. Vorsorgeausweis.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Was der Rechner vergleicht

Kurz: Die Jahresrente ist Altersguthaben mal Umwandlungssatz. Im Obligatorium gilt ein Mindestumwandlungssatz von 6.8 %; für den überobligatorischen Teil legt jede Kasse eigene, meist tiefere Sätze fest. Deshalb lohnt es sich, den eigenen Satz aus dem Vorsorgeausweis einzutragen.

Die Rente wird jedes Jahr als Einkommen besteuert, das Kapital einmalig zu einem reduzierten Satz. Der Rechner zeigt, nach wie vielen Jahren die kumulierte Nettorente das Nettokapital übersteigt – den Break-even.

Beispiele nach Altersguthaben

Die Tabelle rechnet mit dem Mindestumwandlungssatz von 6.8 %, einem Steuersatz von 20 % auf die Rente und 8 % auf den Kapitalbezug, Pensionierung mit 65. Tiefere überobligatorische Umwandlungssätze senken die Rente und verschieben den Break-even nach hinten.

AltersguthabenRente netto/MonatKapital nettoBreak-even
CHF 300’000CHF 1’360CHF 276’00016.9 J. (Alter 82)
CHF 500’000CHF 2’267CHF 460’00016.9 J. (Alter 82)
CHF 800’000CHF 3’627CHF 736’00016.9 J. (Alter 82)

Wofür die Rente spricht

Sicherheit: Sie läuft lebenslang, unabhängig davon, wie alt du wirst oder wie sich die Börse entwickelt. Bei Verheirateten gibt es in der Regel eine Hinterlassenenrente. Wer wenig andere Vermögenswerte hat oder sich um Anlagen nicht kümmern will, fährt mit der Rente meist ruhiger.

  • Lebenslang garantiert – kein Langlebigkeitsrisiko
  • Keine Anlageentscheide nötig
  • Hinterlassenenleistungen je nach Reglement

Wofür das Kapital spricht

Flexibilität und Erbe: Das Kapital gehört dir, es kann vererbt und flexibel eingesetzt werden, etwa zur Amortisation einer Hypothek. Es trägt aber das Anlage- und das Langlebigkeitsrisiko. Viele wählen deshalb eine Mischform: einen Teil als Rente für die Fixkosten, einen Teil als Kapital.

Wichtig ist die Frist: Den Kapitalbezug musst du je nach Reglement bis zu drei Jahre vor der Pensionierung ankündigen.

Checkliste vor dem Entscheid

Fünf Fragen klären die Richtung: Wie hoch sind die Fixkosten im Alter, und decken AHV plus Rente sie? Wie gesund bist du, und wie alt wurden deine Eltern? Gibt es eine Partnerin oder einen Partner, der abgesichert sein soll? Wie viel anderes Vermögen ist vorhanden? Und traust du dir zu, ein grösseres Kapital über zwanzig Jahre und mehr zu bewirtschaften?

Wer die Fixkosten mit AHV und Rente sicher decken kann und zusätzliches Vermögen hat, kann einen Teil als Kapital beziehen. Wer knapp kalkuliert, fährt mit der Rente ruhiger.

Rechne mit deinen eigenen Zahlen weiter: In BudgetHub trägst du Nettolohn und Fixkosten einmal ein und siehst jeden Monat, was wirklich bleibt – kostenlos, ohne Bankverbindung.

  • Fixkosten im Alter gedeckt durch AHV + Rente?
  • Gesundheit und Lebenserwartung ehrlich einschätzen
  • Absicherung von Partnerin/Partner
  • Anderes Vermögen und eigene Anlagekompetenz

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie hoch ist meine Rente?+

Altersguthaben mal Umwandlungssatz. Im Obligatorium mindestens 6.8 %, im überobligatorischen Teil gilt der Satz deiner Kasse.

Was ist der Break-even?+

Das Alter, ab dem die bis dahin bezogene Nettorente das Nettokapital übersteigt. Wer älter wird, fährt mit der Rente besser.

Wie wird das Kapital besteuert?+

Einmalig, getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten Satz. Die Höhe hängt stark vom Wohnkanton ab.

Ist eine Mischform möglich?+

Bei vielen Kassen ja: ein Teil als Rente, ein Teil als Kapital. Das Reglement legt fest, wie viel Kapital möglich ist.

Bis wann muss ich mich entscheiden?+

Das regelt das Reglement – oft muss der Kapitalbezug ein bis drei Jahre vor der Pensionierung angemeldet werden.

Berücksichtigt der Rechner Anlagerenditen?+

Nein, bewusst nicht: Der Vergleich zeigt den Break-even ohne Rendite. Mit einer Rendite auf dem Kapital verschiebt er sich nach hinten, mit Verlusten nach vorne.

Welcher Umwandlungssatz gilt für mich?+

Im Obligatorium mindestens 6.8 %. Viele Kassen wenden auf das gesamte Guthaben einen tieferen, umhüllenden Satz an – er steht im Vorsorgeausweis oder im Reglement.

Was passiert mit der Rente im Todesfall?+

Die Altersrente endet. Je nach Reglement erhalten Ehepartner, eingetragene Partner oder unter Bedingungen Lebenspartner eine Hinterlassenenrente, meist 60 % der Altersrente.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

Plan dein Budget für die Zeit danach

AHV und Pensionskasse zusammen ersetzen selten den vollen Lohn. Wer die Lücke früh kennt, hat noch Handlungsspielraum – wer sie spät entdeckt, nicht mehr.