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Vorsorge-Cockpit: AHV, Pensionskasse und Säule 3a zusammen rechnen

Kurz beantwortet: AHV und Pensionskasse ersetzen zusammen typischerweise 60 bis 70 Prozent des letzten Lohns – die maximale AHV-Rente liegt bei CHF 2’520 im Monat. Das Cockpit rechnet alle drei Säulen in EINER Ansicht zusammen und zeigt die Lücke zu deinem Ziel als Monatsbetrag.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Vorsorge-Cockpit: AHV, Pensionskasse und Säule 3a
Lücke im Szenario: CHF 906 pro Monat

Projizierte Ersatzquote: 67 % des heutigen Bruttolohns · 25 Jahre bis zum Referenzalter 65.

AHV (grobe Schätzung)CHF 2'408/Mt.
Pensionskasse (Guthaben × Satz)CHF 850/Mt.
Säule 3a (Endkapital CHF 281'694)CHF 1'436/Mt.
Die drei Hebel, in sinnvoller Reihenfolge
  • AHV-Kontoauszug bestellen und Beitragslücken prüfen — sie lassen sich nur fünf Jahre rückwirkend schliessen, und jede Lücke kürzt die Rente lebenslang.
  • Säule 3a ausschöpfen, bevorzugt in Wertschriften bei langem Horizont — die Einzahlung senkt zusätzlich das steuerbare Einkommen.
  • Pensionskassen-Einkauf prüfen, wenn der Ausweis Einkaufspotenzial zeigt — steuerlich wirksam, aber gebunden. Reihenfolge und Staffelung gehören in eine persönliche Beratung.

Szenariorechnung mit offengelegten Vereinfachungen — keine Anlage-, Steuer- oder Versicherungsberatung und kein Ersatz für eine Vorsorgeanalyse. Verbindlich sind die Rentenvorausberechnung deiner Ausgleichskasse und der Vorsorgeausweis deiner Pensionskasse.

Warum die eine Gesamtzahl so schwer zu bekommen ist

Der AHV-Kontoauszug kommt von der Ausgleichskasse, der Vorsorgeausweis von der Pensionskasse, der 3a-Stand von der Bank oder App – drei Dokumente, drei Absender, drei Formate. Keines davon rechnet die anderen mit ein. Die Frage «wie viel habe ich im Monat, wenn ich aufhöre zu arbeiten» beantwortet keines der drei Papiere allein.

Genau diese Zusammenführung ist der Kern jeder bezahlten Vorsorgeanalyse. Das Cockpit macht die Rechnung als Szenario selbst – mit deinen echten Zahlen dort, wo du sie hast, und mit offen deklarierten Schätzungen dort, wo nicht.

Was du eingibst – und woher die Zahlen kommen

Die beste Reihenfolge: Zuerst den Vorsorgeausweis der Pensionskasse hervorholen – die dort ausgewiesene projizierte Altersrente ist die verlässlichste Zahl der ganzen Rechnung. Dann, falls vorhanden, die Rentenvorausberechnung der Ausgleichskasse für die AHV. Beides hat im Cockpit ein eigenes Feld.

Fehlen die Dokumente, schätzt das Cockpit: die AHV linear aus dem heutigen Lohn (Skala 44, lückenlose Beiträge), die Pensionskasse konservativ aus dem heutigen Altersguthaben mal Umwandlungssatz – ohne künftige Beiträge. Beide Schätzungen sind als solche gekennzeichnet, und die eigene Zahl ersetzt sie jederzeit.

Der Umwandlungssatz – die meistverwechselte Zahl der zweiten Säule

Der gesetzliche Mindestumwandlungssatz von 6.8 Prozent gilt nur für den obligatorischen Teil des Altersguthabens. Umhüllende Kassen – und das sind die meisten – rechnen über das gesamte Guthaben mit einem tieferen Satz, oft zwischen 5 und 6 Prozent.

Für die Rechnung heisst das: Der Satz auf dem eigenen Vorsorgeausweis schlägt jede Faustregel. Wer ihn nicht kennt, rechnet mit dem Mindestsatz eine obere Grenze – und sollte das wissen.

Die Säule 3a als einziger frei steuerbarer Hebel

An AHV und Pensionskasse lässt sich kurzfristig wenig ändern – an der Säule 3a alles. Einzahlungsbetrag, Konto oder Wertschriften, Kostenquote: Das sind die drei Entscheidungen, die vollständig in eigener Hand liegen.

Das Cockpit projiziert das 3a-Endkapital aus heutigem Guthaben, jährlicher Einzahlung und einer Rendite-Annahme, und verteilt es als Monatsbetrag über eine wählbare Verzehrdauer. Die Rendite-Annahme ist bewusst ein Eingabefeld und keine Behauptung: 0 Prozent bildet ein Konto ab, 2 bis 4 Prozent eine Wertschriftenlösung nach Kosten.

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Was das Cockpit bewusst nicht tut

Es empfiehlt keine Produkte, vergleicht keine Anbieter und beantwortet nicht die Frage Kapital oder Rente – diese Entscheidung hängt an Steuern, Gesundheit und Familiensituation und gehört in eine persönliche Beratung. Es ersetzt auch keine Vorsorgeanalyse, sondern zeigt, ob sich eine solche für dich überhaupt lohnt – und mit welchen Zahlen du hineingehst.

Verbindlich sind zwei Dokumente: die Rentenvorausberechnung der Ausgleichskasse und der Vorsorgeausweis der Pensionskasse. Beide sind kostenlos erhältlich, und beide machen das Szenario im Cockpit präziser.

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie genau ist die AHV-Schätzung?+

Sie ist eine grobe Näherung: linear zwischen Mindest- und Maximalrente, mit dem heutigen Lohn als Ersatz für den Lebensdurchschnitt und ohne Beitragslücken. Die echte Formel verläuft geknickt. Verbindlich ist nur die Rentenvorausberechnung der Ausgleichskasse – sie ist kostenlos und hat im Cockpit ein eigenes Feld.

Warum rechnet die PK-Schätzung ohne künftige Beiträge?+

Weil jede Beitragsprojektion Lohnverlauf, Sparbeiträge und Verzinsung über Jahrzehnte annehmen müsste – und der Vorsorgeausweis genau diese Projektion bereits seriöser enthält, als ein Rechner sie nachbilden kann. Die Guthaben-Rechnung ist deshalb bewusst konservativ und der Ausweis die empfohlene Quelle.

Welche Ziel-Ersatzquote ist realistisch?+

Üblich sind 70 bis 80 Prozent des letzten Bruttolohns. Pendeln und Sparbeiträge fallen weg, Wohnen und Krankenkasse bleiben, Gesundheitskosten steigen tendenziell. Wer die eigenen Fixkosten kennt, setzt das Ziel besser über den tatsächlichen Monatsbedarf als über eine Quote.

Ist die 13. AHV-Rente eingerechnet?+

Nein, bewusst nicht. Sie wird als jährlicher Zuschlag zur Dezemberrente ausgerichtet und verändert die Monatsbetrachtung der übrigen elf Monate nicht. Wer sie einrechnen will, kann die AHV-Zahl im Override-Feld entsprechend erhöhen.

Kapital oder Rente aus der Pensionskasse – was ist besser?+

Das beantwortet das Cockpit absichtlich nicht. Die Entscheidung hängt an der Kapitalbezugssteuer des Wohnkantons, an Gesundheit, Partner-Absicherung und Anlagedisziplin – sie ist der klassische Fall für eine persönliche Beratung, nicht für einen Rechner.

Werden meine Eingaben gespeichert?+

Nein. Die Rechnung läuft vollständig im Browser; keine der eingegebenen Zahlen verlässt das Gerät. Erst wenn du die Zusammenfassung herunterlädst und dafür die E-Mail-Adresse angibst, wird diese – und nur diese – gespeichert.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

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