So funktioniert es
Die Einzahlung (max. ~CHF 7’258.– mit PK) wird vom steuerbaren Einkommen abgezogen. Die Ersparnis hängt von deinem Grenzsteuersatz ab – oft 20–35% der Einzahlung.
Beispiel
Bei 28% Grenzsteuersatz spart eine Maximaleinzahlung rund CHF 2'030.– Steuern pro Jahr.
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Warum der Grenzsteuersatz entscheidet
Ein Abzug wirkt immer am obersten Ende deines Einkommens, nicht am Durchschnitt. Wer 15 % Grenzbelastung hat, spart mit CHF 7’258 rund CHF 1'090; wer 35 % hat, rund CHF 2'540 – bei identischer Einzahlung.
Daraus folgt eine Planungslogik: In einem Jahr mit hohem Einkommen – Bonus, Abfindung, gutes Geschäftsjahr – ist die Einzahlung besonders wirksam. In einem einkommensschwachen Jahr entsprechend weniger.
Was die Rechnung nicht zeigt
Beim Bezug fällt die Kapitalauszahlungssteuer an. Sie ist deutlich tiefer als die gesparte Einkommenssteuer, aber sie existiert – die Ersparnis ist also ein Aufschub plus eine Reduktion, keine vollständige Befreiung.
Und sie zeigt nur die Steuerseite. Was dieselbe Einzahlung Jahr für Jahr an späterer Monatsrente aufbaut – zusammen mit AHV und Pensionskasse – rechnet das Vorsorge-Cockpit in einer Gesamtansicht.
Der beste Zeitpunkt im Jahr
Rechnerisch ist der Januar am besten – das Geld ist elf Monate länger investiert. Der Steuervorteil ist derselbe, egal wann im Jahr eingezahlt wird, solange die Gutschrift bis zum 31. Dezember erfolgt.
Wer nicht den ganzen Betrag auf einmal aufbringt, richtet einen monatlichen Dauerauftrag ein. Das hat neben dem Zeitvorteil einen zweiten Effekt: Bei einer Wertschriftenlösung kauft man über das Jahr verteilt ein und umgeht damit die Frage nach dem richtigen Einstiegszeitpunkt.
Was beim Bezug wieder anfällt
Die Kapitalauszahlungssteuer – getrennt vom übrigen Einkommen und zu einem reduzierten, aber progressiven Satz. Die Ersparnis ist also ein Aufschub plus eine Reduktion, keine vollständige Befreiung.
Weil der Satz progressiv ist, lohnt sich die Staffelung: mehrere Konten, in verschiedenen Jahren bezogen. Als Faustregel ein weiteres Konto ab rund CHF 50'000 erwartetem Guthaben.
Wann sich die Einzahlung besonders lohnt
In einem Jahr mit hohem Einkommen – Bonus, Abfindung, gutes Geschäftsjahr. Der Abzug wirkt am Grenzsteuersatz, und der ist dann am höchsten.
Umgekehrt bringt eine Einzahlung in einem einkommensschwachen Jahr wenig Steuerersparnis. Der Vorsorgeeffekt bleibt zwar, aber wer wählen kann, legt die Einzahlung ins starke Jahr.
Warum ein Rechner nur ein Ausgangspunkt ist
Jede Vorsorgerechnung arbeitet mit Annahmen über Jahrzehnte: konstante Beiträge, konstante Renditen, ein unveränderter Erwerbsverlauf. Keine dieser Annahmen hält über zwanzig Jahre.
Das Ergebnis ist deshalb eine Grössenordnung, keine Zusage. Sein Wert liegt nicht in der Zahl, sondern in der Richtung: Es zeigt, ob die heutige Sparrate grundsätzlich reicht oder grundsätzlich nicht.
Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
