Was der Rechner zusammenzählt
Kurz: Der Rechner addiert die direkten Kosten pro Kind nach Altersgruppe – Ernährung, Kleidung, Krankenkasse, Freizeit und Diverses – und ergänzt die beiden Posten, die von Familie zu Familie am stärksten schwanken: die Betreuung und die Mehrkosten für eine grössere Wohnung. Danach zieht er die gesetzliche Kinder- oder Ausbildungszulage ab.
Die Kinderzulage beträgt mindestens CHF 215 pro Monat, ab 16 Jahren gibt es während der Ausbildung mindestens CHF 268. Viele Kantone zahlen mehr – der Rechner rechnet bewusst mit dem Minimum.
- Richtwerte pro Altersgruppe: 0–6, 7–12, 13–18 Jahre
- Betreuung und Wohnmehrkosten als eigene Eingaben
- Zulage nach Bundesminimum abgezogen
Drei Beispiele
| 4 Jahre, Kita | 9 Jahre, Hort | 15 Jahre | |
|---|---|---|---|
| Ernährung | CHF 220 | CHF 320 | CHF 420 |
| Kleidung & Schuhe | CHF 80 | CHF 100 | CHF 130 |
| Krankenkasse (Grundversicherung, Richtwert) | CHF 130 | CHF 130 | CHF 130 |
| Freizeit, Hobbys & Ferienanteil | CHF 60 | CHF 120 | CHF 180 |
| Diverses (Schule, Hygiene, Handy, Geschenke) | CHF 120 | CHF 130 | CHF 170 |
| Betreuung (Kita, Hort, Tagesschule) | CHF 1’200 | CHF 300 | CHF 0 |
| Wohnmehrkosten (grössere Wohnung) | CHF 300 | CHF 300 | CHF 300 |
| Zulage | – CHF 215 | – CHF 215 | – CHF 215 |
| Pro Monat netto | CHF 1’895 | CHF 1’185 | CHF 1’115 |
Die Betreuungskosten sind Annahmen: Kita-Tarife hängen stark vom Einkommen und von der Gemeinde ab. Wer Anspruch auf subventionierte Plätze hat, zahlt teils einen Bruchteil des Vollpreises.
Die versteckten Kosten
Zwei Effekte fehlen in jeder Liste, wirken aber stark aufs Budget: Erstens das reduzierte Pensum. Wer nach der Geburt von 100 auf 60 Prozent reduziert, verliert oft mehr Einkommen, als das Kind direkt kostet. Zweitens die Vorsorge – ein tieferes Pensum bedeutet tiefere Pensionskassenbeiträge, die AHV gleicht mit Erziehungsgutschriften nur einen Teil aus.
Auf der anderen Seite stehen Entlastungen: Kinderabzüge bei den Steuern, Prämienverbilligung für Kinder und Jugendliche sowie in vielen Gemeinden einkommensabhängige Betreuungstarife.
So planst du ein Kind im Budget
Erstens: das künftige Haushaltseinkommen nach Pensumsänderung rechnen, nicht das heutige. Zweitens: die Betreuungsform früh klären und Wartelisten im Blick haben. Drittens: einen Puffer für die Erstausstattung einplanen. Viertens: die Kinderzulage nicht als freies Geld behandeln, sondern als Beitrag an die Kinderkosten.
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Woher die Richtwerte stammen
Die Beträge pro Altersgruppe orientieren sich an den Budgetrichtwerten der Schweizer Budgetberatung und an der Haushaltsbudgeterhebung des Bundesamts für Statistik. Sie sind bewusst gerundet und gelten für einen durchschnittlichen Haushalt; in Städten mit hohen Preisen liegen sie höher, auf dem Land tiefer.
Richtwert und eigene Lage
Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.
Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.
