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Haushaltsbuch & Excel

Kinderkosten im Haushaltsbuch erfassen: Kategorien

Kurz beantwortet: Kinderkosten erfasst du in eigenen Kategorien – Betreuung, Schule, Kleider, Hobbys, Gesundheit – und die Zulagen als Einnahme. Die Kinderzulage beträgt mindestens CHF 215 pro Monat und Kind, die mittlere Krankenkassenprämie für Kinder 2027 CHF 128.10. Erst getrennt sieht man, was Kinder im eigenen Haushalt wirklich kosten.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Warum Kinderkosten eigene Kategorien brauchen

Kurz: Kinderkosten verstecken sich sonst in Lebensmitteln, Kleidern und Freizeit – und tauchen nie als Summe auf. Wer sie trennt, kann Entscheidungen treffen: Lohnt sich ein höheres Pensum, wenn die Kita einen grossen Teil davon kostet? Reicht das Budget für ein zweites Hobby?

Getrennte Kategorien sind auch nützlich, wenn Eltern getrennt leben: Für Unterhaltsfragen und die Aufteilung von Zusatzkosten wie Zahnspange oder Lager braucht es nachvollziehbare Zahlen.

Die Kategorien im Überblick

BereichKategorien
BetreuungKita, Hort, Tagesfamilie, Mittagstisch, Babysitting
SchuleSchulmaterial, Lager und Ausflüge
KleiderKinderkleider und Schuhe
FreizeitHobbys und Vereine, Taschengeld
GesundheitKrankenkasse Kinder, Zahnarzt, Zahnspange
EinnahmenKinder- und Ausbildungszulagen

Lebensmittel und Wohnen bleiben in den Haushaltskategorien – sie anteilig auf Kinder umzurechnen, ist aufwendig und selten nötig.

Zulagen richtig verbuchen

Kinder- und Ausbildungszulagen sind Einnahmen. Das Bundesrecht schreibt mindestens CHF 215 pro Monat für Kinder bis 16 und CHF 268 für Jugendliche in Ausbildung vor; viele Kantone zahlen mehr. Die Zulage kommt meist mit dem Lohn – trenne sie im Haushaltsbuch vom Lohn, damit du siehst, welcher Teil des Einkommens an die Kinder gebunden ist.

Fällt eine Zulage weg, etwa weil ein Kind die Ausbildung abschliesst, merkst du die Lücke im Budget sofort, statt sie im Lohn zu übersehen.

Unregelmässige Kinderkosten

Lager, Skiferien, neue Winterkleider, Zahnspange: Viele Kinderkosten kommen einmal im Jahr oder einmal überhaupt. Eine Zahnspange kostet je nach Behandlung mehrere Tausend Franken und wird von der Grundversicherung in der Regel nicht übernommen. Solche Posten gehören in eine Rückstellung mit monatlicher Rate, sonst sprengen sie den Monat.

Kita-Kosten sind in vielen Gemeinden einkommensabhängig subventioniert. Prüfe nach jeder Lohnänderung, ob sich der Tarif ändert – im Haushaltsbuch siehst du die Veränderung sofort.

Was Kinderkosten über die Zeit zeigen

Kinderkosten verändern sich mit dem Alter stark. Im Kleinkindalter dominiert die Betreuung, im Schulalter Hobbys, Lager und Mittagstisch, ab der Oberstufe Handy, Kleider und Ausgang. Wer die Kategorien über Jahre führt, sieht diese Verschiebung und kann rechtzeitig planen, etwa für die Zahnspange oder die Ausbildung.

Auch die Einnahmenseite verändert sich: Mit 16 wird aus der Kinderzulage bei Ausbildung die höhere Ausbildungszulage, nach Abschluss fällt sie weg. Ein Haushaltsbuch mit getrennt geführten Zulagen macht solche Übergänge sichtbar, bevor sie zum Loch im Budget werden.

Für getrennte Eltern ist diese Übersicht oft die Grundlage, um ausserordentliche Kosten fair aufzuteilen, die der Unterhalt nicht abdeckt.

Familienprofil im Haushaltsbuch

Das Haushaltsbuch für Excel hat ein Startprofil für Familien und eines für Alleinerziehende, die genau diese Kategorien einblenden; der Ausgleich zwischen den Eltern rechnet gemeinsame Kinderkosten nach eurem Schlüssel. Einmalig CHF 49, ohne Personenlimit.

In der BudgetHub-App teilen beide Eltern einen Haushalt mit eigenen Zugängen und sehen dieselben Kinderkosten.

Häufige Fragen

Welche Kategorien brauche ich für Kinderkosten?+

Betreuung (Kita, Hort, Mittagstisch), Schule (Material, Lager), Kleider, Freizeit (Hobbys, Taschengeld), Gesundheit (Krankenkasse, Zahnarzt) und auf der Einnahmenseite die Zulagen.

Wie verbuche ich Kinderzulagen im Haushaltsbuch?+

Als Einnahme, getrennt vom Lohn. Bundesrechtlich sind es mindestens CHF 215 pro Monat und Kind, für Jugendliche in Ausbildung CHF 268; Kantone zahlen teils mehr.

Soll ich Lebensmittel und Miete auf die Kinder aufteilen?+

Meist nicht. Das ist aufwendig und selten nötig. Getrennt erfasst werden Kosten, die eindeutig den Kindern zuzuordnen sind, wie Kita, Schule oder Hobbys.

Wie plane ich unregelmässige Kinderkosten wie Lager oder Zahnspange?+

Mit einer Rückstellung: Jahresbetrag schätzen, durch zwölf teilen und monatlich zur Seite legen. So reisst ein Lager im Sommer kein Loch ins Budget.

Was kostet die Krankenkasse für Kinder 2027?+

Die mittlere Prämie für Kinder liegt 2027 bei CHF 128.10 pro Monat. Je nach Kanton, Versicherer und Modell sind es mehr oder weniger.

Wie teilen getrennte Eltern Kinderkosten auf?+

Mit einem Schlüssel für gemeinsame Zusatzkosten und nachvollziehbaren Zahlen pro Kategorie. Ein Haushaltsbuch mit Ausgleich zeigt, wer wie viel bezahlt hat.

Wohin gehört die Krankenkasse der Kinder?+

In die Gruppe Gesundheit, getrennt nach Kind oder als eigene Kategorie Krankenkasse Kinder. So siehst du die Prämie neben Zahnarzt und Brille und kannst die Prämienverbilligung prüfen.

Ab wann zahlt man für Kinder die Prämie für junge Erwachsene?+

Ab dem Jahr nach dem 18. Geburtstag gilt die Prämie für junge Erwachsene bis 25. Sie ist deutlich höher als die Kinderprämie und gehört rechtzeitig ins Budget.

Ein Budget, das die ganze Familie abbildet

Familienausgaben verteilen sich auf mehrere Personen und mehrere Konten. Genau dort entsteht der Überblick, den einzelne Kontoauszüge nicht geben.