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Taschengeld-Rechner nach Alter

Kurz beantwortet: Als Faustregel gilt CHF 1 pro Lebensjahr und Woche – mit zehn Jahren also CHF 10 wöchentlich, was CHF 520 im Jahr ergibt. Der Rechner zeigt Wochen-, Monats- und Jahresbetrag sowie die passende Auszahlungsfrequenz.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Taschengeld-Rechner: Richtwert nach Alter
Richtwert pro WocheCHF 9
Entspricht pro MonatCHF 39
Pro Jahr und KindCHF 468
Empfohlene Auszahlungwöchentlich

Wöchentlich auszahlen. Jüngere Kinder können einen Monatsbetrag noch nicht einteilen – ein leeres Portemonnaie nach drei Tagen frustriert, statt etwas beizubringen.

Faustregel der Schweizer Budgetberatung: rund CHF 1 pro Lebensjahr und Woche. Wichtiger als die Höhe sind zwei Dinge: dass der Betrag regelmässig und ohne Diskussion kommt, und dass klar ist, was davon bezahlt wird. Taschengeld, das bei Bedarf aufgestockt wird, bringt nichts bei.

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Warum der Jahresbetrag die wichtigere Zahl ist

CHF 10 pro Woche klingen nach Kleingeld. Über ein Jahr sind es CHF 520, bei zwei Kindern über CHF 1'000 – ein Betrag in der Grössenordnung einer Zusatzversicherung. Genau deshalb taucht Taschengeld in kaum einem Haushaltsbudget auf: Es wird als Kleingeld wahrgenommen und nicht als Posten.

Für die Planung heisst das: Taschengeld gehört als eigene Kategorie ins Budget, nicht in die Restposten. Wer es dort führt, sieht auch, wann eine Erhöhung fällig wird, statt sie jedes Jahr neu auszuhandeln.

Wöchentlich oder monatlich – und warum das die wichtigere Frage ist

Bis etwa zwölf Jahren ist die wöchentliche Auszahlung sinnvoll. Jüngere Kinder können einen Monatsbetrag noch nicht auf vier Wochen verteilen; ein leeres Portemonnaie nach drei Tagen frustriert, statt etwas beizubringen. Ab zwölf ist der Monat genau die Übung, um die es geht.

Der Wechsel von wöchentlich auf monatlich ist der eigentliche Lernschritt – nicht die Erhöhung des Betrags. Wer ihn bewusst setzt und begleitet, hat mehr erreicht als mit jeder Betragsdiskussion.

Was Taschengeld leistet und was nicht

Taschengeld ist ein Lernwerkzeug, kein Lohn und keine Belohnung. Daraus folgen drei Dinge: Es kommt regelmässig und ohne Bedingungen, es wird nicht an Noten oder Hausarbeit gekoppelt, und es wird nicht aufgestockt, wenn es aufgebraucht ist. Wer nachschiesst, nimmt dem Ganzen den Zweck – die Erfahrung, dass Geld endlich ist, entsteht nur, wenn sie eintreten darf.

Ebenso wichtig ist die Abgrenzung: Klar muss sein, was aus dem Taschengeld bezahlt wird und was weiterhin die Eltern übernehmen. Ohne diese Abmachung entsteht bei jeder Ausgabe eine neue Verhandlung.

Der Übergang zum Jugendlohn

Ab etwa zwölf Jahren ist der Jugendlohn die verbreitete Weiterentwicklung: Statt eines kleinen Betrags für Wünsche übernehmen Jugendliche ganze Ausgabenbereiche – Kleider, Freizeit, Handy – und verwalten dafür CHF 200 bis 400 im Monat. Der Betrag ergibt sich aus den übergebenen Bereichen, nicht aus einer Tabelle.

Der Jugendlohn-Rechner macht diese Rechnung. Wer den Übergang plant, sollte ihn vor dem Gespräch mit dem Kind einmal durchspielen – die Höhe ist dann keine Verhandlungsfrage mehr, sondern eine Folge der Absprache.

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Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter ist Taschengeld sinnvoll?+

Meist ab dem frühen Schulalter, sobald ein Kind mit kleinen Beträgen umgehen und wenige Tage im Voraus denken kann. Davor fehlt der Zusammenhang zwischen Betrag und Zeitraum, und das Geld verliert seine Funktion als Lernwerkzeug.

Soll Taschengeld an Aufgaben im Haushalt gekoppelt werden?+

Budgetberatungsstellen raten davon ab. Taschengeld soll den Umgang mit Geld üben, nicht Arbeit entlohnen – und Mithilfe im Haushalt ist Teil des Zusammenlebens, keine bezahlte Leistung. Für ausserordentliche Arbeiten wie Gartenarbeit oder Autowaschen ist eine separate Abmachung möglich.

Was, wenn das Geld nach drei Tagen weg ist?+

Dann ist es weg. Genau diese Erfahrung ist der Lerneffekt, und sie kostet bei einem Wochenbetrag von CHF 10 sehr wenig – im Vergleich zu derselben Erfahrung mit 25 und einer Kreditkarte. Nachschiessen macht die Übung wirkungslos.

Wie viel Taschengeld ist bei mehreren Kindern angemessen?+

Jedes Kind erhält den Betrag seines Alters, nicht alle denselben. Das wird als gerecht empfunden, sobald es erklärt ist: Der Betrag wächst mit, und das jüngere Kind bekommt später genau dasselbe. Der Rechner zeigt zusätzlich die Jahressumme für den ganzen Haushalt.

Gehört ein eigenes Konto dazu?+

Ab etwa zwölf Jahren sinnvoll, spätestens beim Jugendlohn. Jugendkonten sind bei Schweizer Banken kostenlos, und der Umgang mit Karte und App will genauso geübt sein wie der mit Bargeld – am besten, solange die Beträge klein sind.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

Übt es gemeinsam

Ein eigenes Budget zu führen lernt man nicht durch Erklären, sondern durch Machen – am besten mit dem ersten eigenen Geld und jemandem, der mitschaut.