So rechnet die AHV deine Rente
Kurz: Die AHV-Rente hängt von zwei Grössen ab – wie viele Jahre du Beiträge bezahlt hast und wie hoch dein durchschnittliches Einkommen über das ganze Erwerbsleben war. Fehlende Jahre kürzen die Rente, ein höheres Einkommen erhöht sie, aber nur bis zu einer Obergrenze.
Das massgebende Einkommen ist der Durchschnitt aller AHV-pflichtigen Einkommen, aufgewertet auf das heutige Lohnniveau, plus allfällige Erziehungs- und Betreuungsgutschriften von je CHF 45’360 pro Jahr. Bei Verheirateten werden die Einkommen der Ehejahre hälftig geteilt (Splitting). Der Rechner nimmt den Durchschnitt als Eingabe – wer ihn nicht kennt, beginnt mit dem heutigen Bruttolohn und rechnet vorsichtig.
Die Formel ist geknickt: Bis zu einem Einkommen von 12 Mindestrenten pro Jahr gibt es die Mindestrente, ab 72 Mindestrenten die Maximalrente. Für 2027 liegen diese Grenzen bei CHF 15’360 und CHF 92’160. Dazwischen wächst die Rente zuerst stärker, danach flacher – genau so ist es im Rechner hinterlegt (Art. 34 AHVG).
- Mindestrente 2027: CHF 1’280 (2026: CHF 1’260)
- Maximalrente 2027: CHF 2’560 (2026: CHF 2’520)
- Volle Beitragsdauer: 44 Jahre (Rentenskala 44)
Renten nach Einkommen: 2026 und 2027 im Vergleich
| Ø-Jahreseinkommen | Rente 2026 | Rente 2027 | Jahr 2027 inkl. 13. Rente |
|---|---|---|---|
| CHF 15’000 | CHF 1’260 | CHF 1’280 | CHF 16’640 |
| CHF 30’000 | CHF 1’582 | CHF 1’597 | CHF 20’761 |
| CHF 45’000 | CHF 1’907 | CHF 1’922 | CHF 24’986 |
| CHF 60’000 | CHF 2’110 | CHF 2’131 | CHF 27’703 |
| CHF 75’000 | CHF 2’310 | CHF 2’331 | CHF 30’303 |
| CHF 92’160 | CHF 2’520 | CHF 2’560 | CHF 33’280 |
Alle Werte mit 44 vollen Beitragsjahren. Die Erhöhung um 1,59 % hat der Bundesrat am 2. Oktober 2026 beschlossen. Wer ein mittleres Einkommen hatte, liegt damit typischerweise zwischen CHF 1’998 und CHF 2’265 im Monat.
Beitragslücken: jedes fehlende Jahr kostet rund 1/44
Fehlen Beitragsjahre – etwa wegen Studium ohne Mindestbeitrag oder Jahren im Ausland –, gibt es nur eine Teilrente. Vereinfacht kostet jedes fehlende Jahr rund ein Vierundvierzigstel. Bei vier fehlenden Jahren und CHF 70’000 Einkommen sinkt die Rente von CHF 2’265 auf etwa CHF 2’059 – lebenslang.
Lücken lassen sich nur innerhalb von fünf Jahren nachzahlen. Ein Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) bei der Ausgleichskasse zeigt, ob dir Jahre fehlen. Er ist kostenlos und lohnt sich spätestens mit 40.
Verheiratet: die Plafonierung bei 150 %
Ehepaare erhalten zusammen höchstens 150 % der Maximalrente, ab 2027 also CHF 3’840 pro Monat (2026: CHF 3’780). Hätten beide zusammen mehr, werden beide Renten anteilig gekürzt. Beispiel: CHF 2’560 und CHF 2’265 ergäben CHF 4’825; ausbezahlt werden CHF 3’840, also CHF 985 weniger im Monat.
Konkubinatspaare sind nicht plafoniert, erhalten dafür keine Witwen- oder Witwerrente. Im Rechner kannst du die Rente des Partners eintragen, um die Kürzung zu sehen.
Wie du dein massgebendes Einkommen schätzt
Die Ausgleichskasse rechnet mit allen Einkommen seit dem 21. Altersjahr, aufgewertet mit einem Faktor, der das frühere Lohnniveau an heute angleicht. Wer zuerst wenig und später viel verdient hat, liegt deshalb näher am heutigen Lohn, als man denkt. Als grobe Faustregel taugt der Durchschnitt der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, etwas nach unten korrigiert.
Teilzeitjahre, Selbständigkeit mit tiefem Einkommen oder Jahre ohne Erwerb senken den Durchschnitt. Erziehungsgutschriften gleichen das für Eltern teilweise aus: Für jedes Jahr mit Kindern unter 16 wird ein fiktives Einkommen angerechnet, bei Ehepaaren hälftig geteilt. Im Rechner gibst du diese Gutschriften einfach als Teil des Durchschnitts ein.
Wichtig für die Budgetplanung: Die Rente ist ein Bruttobetrag. Sie ist voll steuerbar, und Nichterwerbstätige zahlen bis zum Referenzalter weiterhin AHV-Beiträge. Wer die Rente als Einnahme ins Budget einträgt, sollte die Steuern als eigenen Posten zurücklegen.
Früher oder später beziehen
Die Rente lässt sich ab 63 vorbeziehen; jedes Vorbezugsjahr kürzt sie lebenslang um rund 6,8 %. Wer bis 70 aufschiebt, erhält einen Zuschlag von bis zu 31,5 %. Die 13. AHV-Rente beträgt ein Zwölftel der effektiv ausbezahlten Jahresrente – sie folgt also Kürzung und Zuschlag mit.
In BudgetHub legst du 3a-Dauerauftrag, PK-Einkauf und Sparziele als Planposten an und siehst im Vermögensverlauf, wie deine Vorsorge Jahr für Jahr wächst.
Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
