Vorsorge

AHV-Rentenrechner 2027: Rente selbst berechnen

Kurz beantwortet: Mit 44 vollen Beitragsjahren und einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von CHF 70’000 beträgt die AHV-Rente ab 2027 rund CHF 2’265 pro Monat – plus die 13. AHV-Rente im Dezember, zusammen CHF 29’445 im Jahr. Die Mindestrente steigt 2027 auf CHF 1’280, die Maximalrente auf CHF 2’560.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
AHV-Rentenrechner
Vollrente bei 44 BeitragsjahrenCHF 2’265
Deine Rente pro Monat (Schätzung)CHF 2’265
Pro Jahr inkl. 13. AHV-RenteCHF 29’445

Rentenformel Skala 44 (Art. 34 AHVG), Teilrente vereinfacht proportional. Erziehungs- und Betreuungsgutschriften im Einkommen mitzählen. Verbindlich ist nur die Rentenvorausberechnung deiner Ausgleichskasse.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

So rechnet die AHV deine Rente

Kurz: Die AHV-Rente hängt von zwei Grössen ab – wie viele Jahre du Beiträge bezahlt hast und wie hoch dein durchschnittliches Einkommen über das ganze Erwerbsleben war. Fehlende Jahre kürzen die Rente, ein höheres Einkommen erhöht sie, aber nur bis zu einer Obergrenze.

Das massgebende Einkommen ist der Durchschnitt aller AHV-pflichtigen Einkommen, aufgewertet auf das heutige Lohnniveau, plus allfällige Erziehungs- und Betreuungsgutschriften von je CHF 45’360 pro Jahr. Bei Verheirateten werden die Einkommen der Ehejahre hälftig geteilt (Splitting). Der Rechner nimmt den Durchschnitt als Eingabe – wer ihn nicht kennt, beginnt mit dem heutigen Bruttolohn und rechnet vorsichtig.

Die Formel ist geknickt: Bis zu einem Einkommen von 12 Mindestrenten pro Jahr gibt es die Mindestrente, ab 72 Mindestrenten die Maximalrente. Für 2027 liegen diese Grenzen bei CHF 15’360 und CHF 92’160. Dazwischen wächst die Rente zuerst stärker, danach flacher – genau so ist es im Rechner hinterlegt (Art. 34 AHVG).

  • Mindestrente 2027: CHF 1’280 (2026: CHF 1’260)
  • Maximalrente 2027: CHF 2’560 (2026: CHF 2’520)
  • Volle Beitragsdauer: 44 Jahre (Rentenskala 44)

Renten nach Einkommen: 2026 und 2027 im Vergleich

Ø-JahreseinkommenRente 2026Rente 2027Jahr 2027 inkl. 13. Rente
CHF 15’000CHF 1’260CHF 1’280CHF 16’640
CHF 30’000CHF 1’582CHF 1’597CHF 20’761
CHF 45’000CHF 1’907CHF 1’922CHF 24’986
CHF 60’000CHF 2’110CHF 2’131CHF 27’703
CHF 75’000CHF 2’310CHF 2’331CHF 30’303
CHF 92’160CHF 2’520CHF 2’560CHF 33’280

Alle Werte mit 44 vollen Beitragsjahren. Die Erhöhung um 1,59 % hat der Bundesrat am 2. Oktober 2026 beschlossen. Wer ein mittleres Einkommen hatte, liegt damit typischerweise zwischen CHF 1’998 und CHF 2’265 im Monat.

Beitragslücken: jedes fehlende Jahr kostet rund 1/44

Fehlen Beitragsjahre – etwa wegen Studium ohne Mindestbeitrag oder Jahren im Ausland –, gibt es nur eine Teilrente. Vereinfacht kostet jedes fehlende Jahr rund ein Vierundvierzigstel. Bei vier fehlenden Jahren und CHF 70’000 Einkommen sinkt die Rente von CHF 2’265 auf etwa CHF 2’059 – lebenslang.

Lücken lassen sich nur innerhalb von fünf Jahren nachzahlen. Ein Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) bei der Ausgleichskasse zeigt, ob dir Jahre fehlen. Er ist kostenlos und lohnt sich spätestens mit 40.

Verheiratet: die Plafonierung bei 150 %

Ehepaare erhalten zusammen höchstens 150 % der Maximalrente, ab 2027 also CHF 3’840 pro Monat (2026: CHF 3’780). Hätten beide zusammen mehr, werden beide Renten anteilig gekürzt. Beispiel: CHF 2’560 und CHF 2’265 ergäben CHF 4’825; ausbezahlt werden CHF 3’840, also CHF 985 weniger im Monat.

Konkubinatspaare sind nicht plafoniert, erhalten dafür keine Witwen- oder Witwerrente. Im Rechner kannst du die Rente des Partners eintragen, um die Kürzung zu sehen.

Wie du dein massgebendes Einkommen schätzt

Die Ausgleichskasse rechnet mit allen Einkommen seit dem 21. Altersjahr, aufgewertet mit einem Faktor, der das frühere Lohnniveau an heute angleicht. Wer zuerst wenig und später viel verdient hat, liegt deshalb näher am heutigen Lohn, als man denkt. Als grobe Faustregel taugt der Durchschnitt der letzten zehn bis fünfzehn Jahre, etwas nach unten korrigiert.

Teilzeitjahre, Selbständigkeit mit tiefem Einkommen oder Jahre ohne Erwerb senken den Durchschnitt. Erziehungsgutschriften gleichen das für Eltern teilweise aus: Für jedes Jahr mit Kindern unter 16 wird ein fiktives Einkommen angerechnet, bei Ehepaaren hälftig geteilt. Im Rechner gibst du diese Gutschriften einfach als Teil des Durchschnitts ein.

Wichtig für die Budgetplanung: Die Rente ist ein Bruttobetrag. Sie ist voll steuerbar, und Nichterwerbstätige zahlen bis zum Referenzalter weiterhin AHV-Beiträge. Wer die Rente als Einnahme ins Budget einträgt, sollte die Steuern als eigenen Posten zurücklegen.

Früher oder später beziehen

Die Rente lässt sich ab 63 vorbeziehen; jedes Vorbezugsjahr kürzt sie lebenslang um rund 6,8 %. Wer bis 70 aufschiebt, erhält einen Zuschlag von bis zu 31,5 %. Die 13. AHV-Rente beträgt ein Zwölftel der effektiv ausbezahlten Jahresrente – sie folgt also Kürzung und Zuschlag mit.

In BudgetHub legst du 3a-Dauerauftrag, PK-Einkauf und Sparziele als Planposten an und siehst im Vermögensverlauf, wie deine Vorsorge Jahr für Jahr wächst.

Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie hoch ist die AHV-Rente 2027?+

Zwischen CHF 1’280 (Mindestrente) und CHF 2’560 (Maximalrente) pro Monat bei voller Beitragsdauer, dazu im Dezember die 13. AHV-Rente.

Welches Einkommen brauche ich für die Maximalrente?+

Ein durchschnittliches, aufgewertetes Jahreseinkommen von CHF 92’160 (2027) über alle Beitragsjahre – und keine Beitragslücken.

Wie genau ist der Rechner?+

Er nutzt die offizielle Rentenformel der Skala 44. Teilrenten sind vereinfacht proportional gerechnet; die Ausgleichskasse rundet auf ihre Rententabelle. Für Planungsentscheide eine Rentenvorausberechnung verlangen.

Wo erhalte ich eine offizielle Rentenschätzung?+

Bei deiner Ausgleichskasse oder online über die Rentenvorausberechnung der AHV. Sie ist kostenlos und basiert auf deinem individuellen Konto.

Zählt die 13. AHV-Rente zum Einkommen?+

Ja, sie ist steuerbares Einkommen wie die übrigen Renten. Sie wird erstmals im Dezember 2026 ausbezahlt.

Was passiert mit der Rente bei einer Scheidung?+

Die während der Ehe erzielten Einkommen werden hälftig geteilt. Das Splitting wird bei der Scheidung oder spätestens beim Rentenantrag durchgeführt.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

Plan dein Budget für die Zeit danach

AHV und Pensionskasse zusammen ersetzen selten den vollen Lohn. Wer die Lücke früh kennt, hat noch Handlungsspielraum – wer sie spät entdeckt, nicht mehr.