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Vorsorge

Säule 3a: Die Dezember-Frist, die kein Kanton verlängert

Kurz beantwortet: Die 3a-Einzahlung muss bis zum 31. Dezember auf dem Vorsorgekonto GUTGESCHRIEBEN sein – nicht überwiesen, gutgeschrieben. Wer CHF 7’258 einzahlt, senkt das steuerbare Einkommen um denselben Betrag; die Steuerersparnis liegt je nach Wohnort und Einkommen grob bei CHF 1'000 bis 2'000.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Gutschrift, nicht Überweisung

Das ist der Unterschied, der jedes Jahr Einzahlungen ins Folgejahr rutschen lässt. Eine Überweisung am 30. Dezember kann am 2. Januar gutgeschrieben werden – dann zählt sie für das neue Jahr, und der Abzug für das alte ist verloren. Unwiderruflich, weil die Frist gesetzlich und nicht erstreckbar ist.

Praktische Konsequenz: Mitte Dezember ist der letzte vernünftige Termin. Wer auf Nummer sicher gehen will, zahlt Ende November ein.

Die Beträge

Angestellte mit Pensionskasse dürfen CHF 7’258 pro Jahr einzahlen. Wer keiner Pensionskasse angehört – Selbstständige oder Personen unter der BVG-Eintrittsschwelle von CHF 22’680 – darf 20 % des Erwerbseinkommens einzahlen, höchstens CHF 36’288.

Zwei Bedingungen werden oft übersehen: Es braucht ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen, und der Betrag gilt pro Person, nicht pro Haushalt. Ein Ehepaar mit zwei Erwerbseinkommen hat also zwei volle Kontingente.

Warum Januar besser ist als Dezember

Die Frist ist Ende Jahr, die klügere Einzahlung liegt am Anfang. Wer im Januar statt im Dezember einzahlt, hat das Geld elf Monate länger investiert – über eine Sparkarriere summiert sich das erheblich, besonders bei einer Wertschriftenlösung.

Wer den ganzen Betrag nicht auf einmal aufbringt, richtet einen monatlichen Dauerauftrag ein. Das ist gleichzeitig die ehrlichste Variante fürs Budget: Die 3a wird zur Fixkostenposition statt zur Dezember-Kraftanstrengung, die dann doch am Kontostand scheitert.

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Der Koordinationsabzug bei Teilzeit

Die Pensionskasse versichert nur den Lohnteil über dem Koordinationsabzug – und der ist ein fixer Betrag. Bei kleinem Pensum frisst er einen viel grösseren Anteil weg als bei einem vollen.

Prüfenswert ist, ob die eigene Kasse den Abzug anteilig zum Pensum kürzt. Immer mehr tun das, und der Unterschied ist über eine Erwerbsbiografie erheblich.

Die Säule 3a im Jahresablauf

Die Einzahlung muss bis zum 31. Dezember gutgeschrieben sein – nicht überwiesen, gutgeschrieben. Eine Zahlung am 30. Dezember kann am 2. Januar ankommen, und der Abzug für das alte Jahr ist verloren.

Rechnerisch besser ist ohnehin der Januar: Das Geld ist elf Monate länger investiert, und bei einer Wertschriftenlösung kauft ein monatlicher Dauerauftrag über das Jahr verteilt ein.

Der Pensionskassen-Einkauf und seine Frist

Freiwillige Einkäufe sind vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Das Potenzial steht auf dem Vorsorgeausweis und entsteht nach Lohnsprüngen, Erwerbspausen oder einem Zuzug aus dem Ausland.

Die Falle: Ein Kapitalbezug innert drei Jahren nach einem Einkauf macht dessen Steuerabzug rückwirkend zunichte.

Häufige Fragen

Bis wann muss die Säule-3a-Einzahlung erfolgen?+

Der Betrag muss bis zum 31. Dezember auf dem Vorsorgekonto gutgeschrieben sein. Der Zeitpunkt der Überweisung genügt nicht – bei Einzahlungen zwischen den Feiertagen ist das ein reales Risiko.

Wie viel Steuern spare ich mit der Säule 3a?+

Je nach steuerbarem Einkommen und Wohnort etwa CHF 200 bis 400 pro eingezahlten CHF 1'000. Beim vollen Betrag von CHF 7’258 sind das grob CHF 1'000 bis 2'000 pro Jahr. Die Kantone regeln Höhe und Bedingungen eigenständig — massgebend ist immer die Wegleitung deines Kantons.

Kann ich mehr als den Maximalbetrag einzahlen?+

Einzahlen ja, abziehen nein. Der übersteigende Teil bringt keinen Steuervorteil und muss von der Vorsorgestiftung in der Regel zurückerstattet werden – ein unnötiger administrativer Umweg.

Zahlt sich die Säule 3a auch bei tiefem Einkommen aus?+

Der Steuereffekt ist dann klein, der Vorsorgeeffekt bleibt. Bei sehr knappem Budget hat der Notgroschen Vorrang: 3a-Geld ist bis zur Pensionierung gebunden und steht bei einem Engpass nicht zur Verfügung.

Warum trifft Teilzeit die Vorsorge überproportional?+

Weil der Koordinationsabzug ein fixer Betrag ist und bei kleinem Pensum einen grösseren Anteil des Lohns wegnimmt.

Bis wann muss die 3a-Einzahlung erfolgen?+

Bis zum 31. Dezember gutgeschrieben. Der Zeitpunkt der Überweisung genügt nicht – zwischen den Feiertagen ist das ein reales Risiko.

Was ist die Dreijahresfrist beim PK-Einkauf?+

Ein Kapitalbezug innert drei Jahren nach einem Einkauf lässt dessen Steuerabzug rückwirkend entfallen.

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