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Einkommen

Bonus und 13. Monatslohn: Warum netto so wenig übrig bleibt – und was du dagegen tun kannst

Kurz beantwortet: Bonus und 13. Monatslohn sind gewöhnliches Erwerbseinkommen und werden voll besteuert – kein Sondertarif, keine Begünstigung. Was sie besonders macht, ist die Progression: Der zusätzliche Betrag landet vollständig in deiner höchsten Steuerstufe, weshalb netto oft deutlich weniger ankommt als erwartet.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Warum sich der Bonus «teurer» anfühlt

Weil er es effektiv ist – nicht wegen eines besonderen Tarifs, sondern wegen der Progression. Dein reguläres Einkommen wird über alle Stufen hinweg besteuert; der Bonus kommt obendrauf und wird deshalb vollständig zum Grenzsteuersatz belastet, der spürbar über deinem Durchschnittssatz liegt.

Dazu kommen die Sozialabgaben, die ebenfalls auf dem vollen Betrag anfallen. Die Kombination erklärt, warum von einem Bonus von CHF 10'000 je nach Situation nur gut die Hälfte auf dem Konto landet.

Der Liquiditätseffekt bei Quellenbesteuerten

Bei Quellensteuer wird der Bonus im Auszahlungsmonat oft nach einem hochgerechneten Jahreseinkommen besteuert – der Abzug fällt in diesem Monat also überproportional aus. Das gleicht sich in der Jahresabrechnung aus, fühlt sich im Moment aber wie ein Fehler an. Es ist keiner.

Die legalen Hebel

Man kann den Bonus nicht wegsteuern, aber die Bemessungsgrundlage senken:

  • Säule 3a im selben Jahr voll ausschöpfen – der Abzug wirkt zum Grenzsteuersatz, also am stärksten in einem Bonusjahr.
  • Pensionskasseneinkauf in dasselbe Jahr legen – aus demselben Grund.
  • Wenn der Arbeitgeber es zulässt: Auszahlung über zwei Steuerjahre verteilen.
  • Weiterbildung oder andere planbare abziehbare Ausgaben ins Bonusjahr ziehen.

Und der Budgetteil

Ein Bonus ist der klassische Auslöser für Lifestyle-Inflation: Er wird verplant, bevor er da ist, und die Steuerwirkung kommt ein Jahr später. Wer die Hälfte sofort für Steuern und Vorsorge reserviert und den Rest bewusst verwendet, hat beides – die Freude und die Ruhe.

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Wie viel Aufwand nötig ist

Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung und zwanzig Minuten am Monatsende für den Abgleich. Mehr Aufwand führt erfahrungsgemäss zum Abbruch, weniger zu Daten ohne Erkenntnis.

Der Monatsabgleich ist dabei der Teil, der wirkt. Wer nur erfasst und nie auswertet, hat Aufwand ohne Ertrag – das ist der häufigste Grund für Abbrüche nach sechs Wochen.

Die drei Zahlen für den Jahrescheck

Einmal jährlich lohnt der Blick auf drei Werte: Fixkostenquote, Sparquote und Notgroschen in Monatsausgaben. Sie sind in zwanzig Minuten berechnet und zeigen die Entwicklung, die im Monatsalltag unsichtbar bleibt.

Notiert mit Datum ergeben sie nach drei Jahren eine Reihe. Erst dieser Vergleich sagt etwas – ein einzelner Wert ohne Vorjahr ist eine Momentaufnahme ohne Richtung.

Wenn zwei Personen dasselbe Budget führen

Dann braucht es dieselben Zahlen für beide und getrennte persönliche Bereiche. Fehlt das Zweite, wird jede individuelle Ausgabe erklärungsbedürftig – daran scheitern die meisten gemeinsamen Budgets.

Bei ungleichen Einkommen ist die anteilige Aufteilung fairer als die hälftige: Bei CHF 6'000 und CHF 4'000 trägt Person A 60 Prozent der gemeinsamen Kosten.

Häufige Fragen

Wird der 13. Monatslohn anders besteuert?+

Nein, er ist gewöhnliches Erwerbseinkommen. Weil er zusätzlich zum übrigen Lohn anfällt, wird er aber vollständig zum Grenzsteuersatz belastet und fühlt sich deshalb stärker besteuert an.

Gibt es einen Sondertarif für Boni?+

Nein. Boni, Gratifikationen und der 13. Monatslohn werden wie ordentlicher Lohn behandelt – inklusive Sozialabgaben auf dem vollen Betrag.

Wie kann ich die Steuerlast auf einen Bonus senken?+

Indem du abziehbare Ausgaben ins selbe Jahr legst: Säule 3a bis CHF 7’258, Pensionskasseneinkauf, Weiterbildung. Der Abzug wirkt genau dort, wo der Bonus besteuert wird – am Grenzsteuersatz.

Warum ist der Quellensteuerabzug im Bonusmonat so hoch?+

Weil der Monatslohn inklusive Bonus auf ein Jahreseinkommen hochgerechnet wird. Der Effekt gleicht sich über das Jahr wieder aus.

Wie viel Zeit kostet ein Budget?+

Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung, zwanzig Minuten monatlich für den Abgleich. Der Abgleich ist der Teil, der wirkt.

Welche Kennzahlen soll ich jährlich prüfen?+

Fixkostenquote, Sparquote und Notgroschen in Monatsausgaben. Mit Datum notiert zeigen sie nach drei Jahren eine Entwicklung.

Wie führen zwei Personen ein Budget gemeinsam?+

Dieselben Zahlen für beide, getrennte persönliche Bereiche und anteilige Beiträge zu den gemeinsamen Kosten.

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