Warum sich der Bonus «teurer» anfühlt
Weil er es effektiv ist – nicht wegen eines besonderen Tarifs, sondern wegen der Progression. Dein reguläres Einkommen wird über alle Stufen hinweg besteuert; der Bonus kommt obendrauf und wird deshalb vollständig zum Grenzsteuersatz belastet, der spürbar über deinem Durchschnittssatz liegt.
Dazu kommen die Sozialabgaben, die ebenfalls auf dem vollen Betrag anfallen. Die Kombination erklärt, warum von einem Bonus von CHF 10'000 je nach Situation nur gut die Hälfte auf dem Konto landet.
Der Liquiditätseffekt bei Quellenbesteuerten
Bei Quellensteuer wird der Bonus im Auszahlungsmonat oft nach einem hochgerechneten Jahreseinkommen besteuert – der Abzug fällt in diesem Monat also überproportional aus. Das gleicht sich in der Jahresabrechnung aus, fühlt sich im Moment aber wie ein Fehler an. Es ist keiner.
Die legalen Hebel
Man kann den Bonus nicht wegsteuern, aber die Bemessungsgrundlage senken:
- Säule 3a im selben Jahr voll ausschöpfen – der Abzug wirkt zum Grenzsteuersatz, also am stärksten in einem Bonusjahr.
- Pensionskasseneinkauf in dasselbe Jahr legen – aus demselben Grund.
- Wenn der Arbeitgeber es zulässt: Auszahlung über zwei Steuerjahre verteilen.
- Weiterbildung oder andere planbare abziehbare Ausgaben ins Bonusjahr ziehen.
Und der Budgetteil
Ein Bonus ist der klassische Auslöser für Lifestyle-Inflation: Er wird verplant, bevor er da ist, und die Steuerwirkung kommt ein Jahr später. Wer die Hälfte sofort für Steuern und Vorsorge reserviert und den Rest bewusst verwendet, hat beides – die Freude und die Ruhe.
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Wie viel Aufwand nötig ist
Zehn Minuten pro Woche für die Erfassung und zwanzig Minuten am Monatsende für den Abgleich. Mehr Aufwand führt erfahrungsgemäss zum Abbruch, weniger zu Daten ohne Erkenntnis.
Der Monatsabgleich ist dabei der Teil, der wirkt. Wer nur erfasst und nie auswertet, hat Aufwand ohne Ertrag – das ist der häufigste Grund für Abbrüche nach sechs Wochen.
Die drei Zahlen für den Jahrescheck
Einmal jährlich lohnt der Blick auf drei Werte: Fixkostenquote, Sparquote und Notgroschen in Monatsausgaben. Sie sind in zwanzig Minuten berechnet und zeigen die Entwicklung, die im Monatsalltag unsichtbar bleibt.
Notiert mit Datum ergeben sie nach drei Jahren eine Reihe. Erst dieser Vergleich sagt etwas – ein einzelner Wert ohne Vorjahr ist eine Momentaufnahme ohne Richtung.
Wenn zwei Personen dasselbe Budget führen
Dann braucht es dieselben Zahlen für beide und getrennte persönliche Bereiche. Fehlt das Zweite, wird jede individuelle Ausgabe erklärungsbedürftig – daran scheitern die meisten gemeinsamen Budgets.
Bei ungleichen Einkommen ist die anteilige Aufteilung fairer als die hälftige: Bei CHF 6'000 und CHF 4'000 trägt Person A 60 Prozent der gemeinsamen Kosten.
