Die Kostenseite
Neben Semestergebühren fallen vor allem Lebenshaltungskosten an: Miete (oft WG), Krankenkasse, Essen, ÖV und Studienmaterial.
Geldquellen kombinieren
Nebenjob, Stipendien (kantonal), Unterstützung der Familie und ggf. Darlehen. Stipendien werden häufig zu wenig genutzt.
Knappes Budget steuern
Ein WG-Budget und klare Kategorien verhindern, dass das Geld vor Monatsende ausgeht. Der Budgetrechner hilft beim Planen.
In BudgetHub führt ihr einen gemeinsamen Bereich für Fixkosten und behaltet persönliche Ausgaben für euch – Transparenz ohne Rechtfertigungsdruck.
Stipendien werden systematisch unterschätzt
Sie sind kantonal geregelt, und die Bemessung erfolgt nicht am Bruttoeinkommen der Eltern, sondern an einer kantonal definierten Grundlage mit Abzügen für Geschwister und Wohnkosten. Deshalb besteht häufiger Anspruch, als eine grobe Selbsteinschätzung ergibt.
Die Fristen liegen meist deutlich vor Semesterbeginn, teils ein halbes Jahr. Wer zu spät fragt, verliert ein ganzes Jahr – der Antrag lohnt sich auch bei Unsicherheit, weil eine Ablehnung nichts kostet.
Die Pensumsfrage ehrlich rechnen
Ein höheres Pensum bringt netto oft weniger als erwartet: Betreuungskosten steigen, einkommensabhängige Subventionen sinken, und die Progression greift beim Zweiteinkommen zum Grenzsteuersatz des Haushalts.
Die Rechnung gehört trotzdem um die Vorsorge ergänzt. Beitragsjahre und Sparbeiträge lassen sich später kaum nachholen – langfristig spricht das meist für das höhere Pensum, auch wenn der Monatseffekt klein ist.
Erziehungsgutschriften bei der AHV
Für jedes Jahr mit elterlicher Sorge für ein Kind unter 16 wird ein fiktives Einkommen bei der Rentenberechnung angerechnet – das Dreifache der jährlichen Mindestrente. Ein Antrag ist nicht nötig.
Bei unverheirateten Eltern mit gemeinsamer Sorge sollte schriftlich vereinbart werden, wie geteilt wird. Diese Vereinbarung wird bei der Rentenanmeldung verlangt und ist Jahrzehnte später schwer zu rekonstruieren.
Sparen für Kinder
Ein Jugendsparkonto für kleine Beträge, für längere Horizonte auch Wertschriftenlösungen. Wichtiger als der Betrag ist der frühe Start – die Laufzeit wirkt stärker.
Die eigene Vorsorge hat allerdings Vorrang: Für die Ausbildung der Kinder gibt es Stipendien und Darlehen, für die eigene Altersvorsorge nicht.
Stipendium oder Darlehen
Kantonale Ausbildungsbeiträge gibt es als Stipendium – nicht rückzahlbar – oder als Darlehen. Welche Form gewährt wird, hängt vom Kanton, der Ausbildungsstufe und der finanziellen Lage ab.
Ein kantonales Darlehen ist einem Konsumkredit deutlich vorzuziehen: tiefere oder keine Zinsen, Rückzahlung erst nach Ausbildungsabschluss und meist mit flexiblen Raten.
