Drei bewährte Modelle
1) Alles gemeinsam. 2) Anteilig nach Einkommen. 3) Gemeinsamer Topf für Fixkosten plus persönliche Beträge. Es gibt kein 'richtig' – nur das, was zu euch passt.
Regelmässiges Finanz-Date
Setzt euch einmal im Monat 20 Minuten zusammen und schaut das Budget gemeinsam an.
In BudgetHub führt ihr einen gemeinsamen Bereich für Fixkosten und behaltet persönliche Ausgaben für euch – Transparenz ohne Rechtfertigungsdruck.
Drei Modelle der Aufteilung
Es gibt kein richtig oder falsch – wichtig ist, dass beide es fair finden:
- Alles gemeinsam: ein Topf, volle Transparenz
- Anteilig nach Einkommen: gerechter bei ungleichen Löhnen
- Dreikonten-Modell: gemeinsames Konto für Fixkosten plus je ein privates Konto
Warum anteilig fairer ist als hälftig
Hälftig zu teilen wirkt gerecht, führt bei ungleichen Einkommen aber dazu, dass der weniger verdienende Teil kaum persönlichen Spielraum behält. Anteilig einzuzahlen bedeutet, dass beide denselben prozentualen Beitrag leisten – und beide einen vergleichbaren Rest.
Der zweite Punkt, der oft fehlt: Wer das Pensum für die Familienarbeit reduziert, hat ein tieferes Einkommen und damit einen kleineren Rest, obwohl die Arbeit nicht weniger wurde. Einige Paare gleichen das aus, indem der besserverdienende Teil die Säule 3a des anderen mitfinanziert.
Die Pensumsfrage ehrlich rechnen
Ein höheres Pensum bringt netto oft weniger als erwartet: Betreuungskosten steigen, einkommensabhängige Subventionen sinken, und die Progression greift beim Zweiteinkommen zum Grenzsteuersatz des Haushalts.
Die Rechnung gehört trotzdem um die Vorsorge ergänzt. Beitragsjahre und Sparbeiträge lassen sich später kaum nachholen – langfristig spricht das meist für das höhere Pensum, auch wenn der Monatseffekt klein ist.
Erziehungsgutschriften bei der AHV
Für jedes Jahr mit elterlicher Sorge für ein Kind unter 16 wird ein fiktives Einkommen bei der Rentenberechnung angerechnet – das Dreifache der jährlichen Mindestrente. Ein Antrag ist nicht nötig.
Bei unverheirateten Eltern mit gemeinsamer Sorge sollte schriftlich vereinbart werden, wie geteilt wird. Diese Vereinbarung wird bei der Rentenanmeldung verlangt und ist Jahrzehnte später schwer zu rekonstruieren.
Sparen für Kinder
Ein Jugendsparkonto für kleine Beträge, für längere Horizonte auch Wertschriftenlösungen. Wichtiger als der Betrag ist der frühe Start – die Laufzeit wirkt stärker.
Die eigene Vorsorge hat allerdings Vorrang: Für die Ausbildung der Kinder gibt es Stipendien und Darlehen, für die eigene Altersvorsorge nicht.
Was bei einer Trennung sichtbar wird
Gemeinsame Konten, gemeinsame Verträge und ungleich verteilte Vorsorge. Bei Verheirateten gleicht das PK-Splitting einen Teil aus, im Konkubinat gibt es diesen Mechanismus nicht.
Wer das Pensum für Familienarbeit reduziert, sollte das deshalb vertraglich regeln oder über die Säule 3a kompensieren – unromantisch, aber deutlich einfacher als eine spätere Bereinigung.
