Vorsorge

Säule 3a 2027: Maximalbetrag CHF 7’373

Kurz beantwortet: Ab 2027 dürfen Angestellte mit Pensionskasse bis CHF 7’373 pro Jahr in die Säule 3a einzahlen und abziehen – CHF 115 mehr als 2026. Ohne Pensionskasse sind es 20 % des Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’864. Als Dauerauftrag entspricht der Maximalbetrag CHF 614.42 pro Monat.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Die neuen Beträge im Überblick

Kurz: Die Höchstbeträge der Säule 3a sind an die AHV gekoppelt. Weil der Bundesrat die Renten per 2027 um 1,59 % erhöht, steigen auch die Grenzbeträge der beruflichen Vorsorge und damit die 3a-Maximalbeträge. Für die Steuererklärung 2026 gilt noch der alte Betrag.

20262027
Mit PensionskasseCHF 7’258CHF 7’373
Ohne Pensionskasse (max. 20 % des Einkommens)CHF 36’288CHF 36’864
Monatlicher Dauerauftrag (mit PK)CHF 604.83CHF 614.42

Dauerauftrag richtig einstellen

Wer den Maximalbetrag ausschöpfen will, setzt den Dauerauftrag auf CHF 614.42 pro Monat – oder praktischer auf CHF 614 von Januar bis November und den Rest im Dezember. Wichtig: Die Summe darf den Höchstbetrag nicht übersteigen. Zu viel Eingezahltes muss der Anbieter zurückerstatten, und es ist nicht abziehbar.

Der Dauerauftrag für 2026 muss nicht angepasst werden, bis die letzte Einzahlung für dieses Jahr erfolgt ist: Bis 31. Dezember gilt noch CHF 7’258. Ab Januar 2027 lohnt sich die Anpassung, damit die CHF 115 Mehrbetrag nicht verloren gehen.

  • Monatlich CHF 614.42 oder 11 × 614 + Rest im Dezember
  • Für 2026 gilt bis 31.12. der alte Betrag
  • Einzahlung muss im Kalenderjahr gutgeschrieben sein

Was die Einzahlung bringt

Bei einem Grenzsteuersatz von 25 % spart die volle Einzahlung von CHF 7’373 rund CHF 1’843 Steuern pro Jahr, bei 35 % rund CHF 2’581. Über 30 Jahre mit 3 % Rendite angelegt, wächst der monatliche Betrag im Modell auf rund CHF 357’800.

Seit 2026 lassen sich zudem verpasste Einzahlungen ab dem Jahr 2025 nachholen, wenn im Lückenjahr und im Nachzahlungsjahr AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen bestand und der laufende Höchstbetrag bereits eingezahlt ist.

Wie sich der Höchstbetrag entwickelt

Der kleine 3a-Betrag entspricht 8 % des oberen BVG-Grenzbetrags. Weil dieser alle zwei Jahre mit den AHV-Renten angepasst wird, steigt auch der 3a-Betrag in diesem Rhythmus. Wer langfristig plant, rechnet deshalb mit schrittweise steigenden Höchstbeträgen – und passt den Dauerauftrag bei jeder Anpassung an.

Für Selbständige ohne Pensionskasse gilt die grosse 3a: 20 % des Nettoerwerbseinkommens, höchstens das Fünffache des kleinen Betrags. Bei schwankendem Einkommen lohnt es sich, gegen Jahresende den genauen Betrag zu berechnen, statt pauschal das Maximum einzuzahlen.

Wer einzahlen darf

Einzahlen dürfen alle, die in der Schweiz AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen haben – auch Teilzeitangestellte. Wer kein Erwerbseinkommen hat, etwa Studierende ohne Job oder Frühpensionierte, darf nicht einzahlen. Nach dem Referenzalter ist eine Einzahlung bis 70 möglich, solange man erwerbstätig ist.

In BudgetHub legst du 3a-Dauerauftrag, PK-Einkauf und Sparziele als Planposten an und siehst im Vermögensverlauf, wie deine Vorsorge Jahr für Jahr wächst.

Wo die Lücke entsteht

Zwischen den rund 60 Prozent des letzten Lohns aus AHV und Pensionskasse und dem gewohnten Lebensstandard. Verschärft wird sie bei Teilzeit, nach Erwerbspausen und bei Selbstständigen ohne Pensionskasse.

Prüfen lässt sie sich in zwanzig Minuten: Vorsorgeausweis der Pensionskasse und AHV-Kontoauszug, beide kostenlos erhältlich. Zusammen ergeben sie ein realistisches Bild.

Die Säule 3a im Jahresablauf

Die Einzahlung muss bis zum 31. Dezember gutgeschrieben sein – nicht überwiesen, gutgeschrieben. Eine Zahlung am 30. Dezember kann am 2. Januar ankommen, und der Abzug für das alte Jahr ist verloren.

Rechnerisch besser ist ohnehin der Januar: Das Geld ist elf Monate länger investiert, und bei einer Wertschriftenlösung kauft ein monatlicher Dauerauftrag über das Jahr verteilt ein.

Der Pensionskassen-Einkauf und seine Frist

Freiwillige Einkäufe sind vollständig vom steuerbaren Einkommen abziehbar. Das Potenzial steht auf dem Vorsorgeausweis und entsteht nach Lohnsprüngen, Erwerbspausen oder einem Zuzug aus dem Ausland.

Die Falle: Ein Kapitalbezug innert drei Jahren nach einem Einkauf macht dessen Steuerabzug rückwirkend zunichte.

Häufige Fragen

Wie viel kann ich 2027 in die Säule 3a einzahlen?+

Mit Pensionskasse CHF 7’373, ohne Pensionskasse 20 % des Erwerbseinkommens, höchstens CHF 36’864.

Warum steigt der 3a-Betrag 2027?+

Weil er an die AHV gekoppelt ist. Mit der Rentenerhöhung um 1,59 % steigen die BVG-Grenzbeträge und damit auch der 3a-Höchstbetrag.

Wie hoch soll mein Dauerauftrag 2027 sein?+

CHF 614.42 pro Monat oder elfmal CHF 614 und im Dezember den Rest bis CHF 7’373.

Gilt der neue Betrag schon für die Steuererklärung 2026?+

Nein. Für das Steuerjahr 2026 gilt CHF 7’258; der neue Betrag ab dem 1. Januar 2027.

Darf ich aufrunden?+

Nein. Was über dem Höchstbetrag liegt, ist nicht abziehbar und muss zurückerstattet werden.

Kann ich verpasste Jahre nachzahlen?+

Seit 2026 für Lücken ab 2025, wenn im Lücken- und im Nachzahlungsjahr AHV-pflichtiges Einkommen bestand und der laufende Höchstbetrag einbezahlt ist.

Bis wann muss ich für 2026 einzahlen?+

Die Gutschrift muss bis zum 31. Dezember beim Anbieter eingehen; viele Banken setzen interne Fristen Mitte bis Ende Dezember.

Wie prüfe ich meine Vorsorgelücke?+

Über den Vorsorgeausweis der Pensionskasse und den kostenlosen AHV-Kontoauszug. Zusammen ergeben sie in zwanzig Minuten ein realistisches Bild.

Bis wann muss die 3a-Einzahlung erfolgen?+

Bis zum 31. Dezember gutgeschrieben. Der Zeitpunkt der Überweisung genügt nicht – zwischen den Feiertagen ist das ein reales Risiko.

Was ist die Dreijahresfrist beim PK-Einkauf?+

Ein Kapitalbezug innert drei Jahren nach einem Einkauf lässt dessen Steuerabzug rückwirkend entfallen.

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Wie viel dir ein Einzahlungsbetrag tatsächlich spart, hängt an deinem Grenzsteuersatz. Der Rechner macht daraus eine konkrete Zahl.