Die Abzüge 2027 im Überblick
Kurz: Die Sozialabzüge teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmende. Auf dem Lohnausweis siehst du nur deinen Anteil. Für 2027 bleiben die Beitragssätze von AHV, IV, EO und ALV unverändert; angepasst hat der Bundesrat die Grenzbeträge der beruflichen Vorsorge.
| Abzug | Arbeitnehmeranteil 2027 | Bemerkung |
|---|---|---|
| AHV / IV / EO | 5,3 % | auf dem ganzen Lohn, ohne Obergrenze |
| ALV | 1,1 % | bis CHF 148’200 Jahreslohn |
| Nichtberufsunfall (NBU) | rund 1 % | je nach Versicherer und Branche, ab 8 Std./Woche |
| Pensionskasse (BVG) | mind. die Hälfte der Altersgutschrift | ab CHF 23’040 Jahreslohn |
| Krankentaggeld | falls vereinbart | freiwillig, je nach Arbeitgeber |
Pensionskasse: die neuen Grenzbeträge 2027
Der Bundesrat hat die BVG-Werte per 1. Januar 2027 erhöht: Die Eintrittsschwelle steigt auf CHF 23’040, der Koordinationsabzug auf CHF 26’880, der maximal versicherte Lohn auf CHF 92’160. Der koordinierte Lohn ist der Teil deines Lohns, auf den die Pensionskasse Beiträge erhebt – Jahreslohn minus Koordinationsabzug.
Die Altersgutschrift beträgt im Obligatorium 7 % (25–34), 10 % (35–44), 15 % (45–54), 18 % (55–65) des koordinierten Lohns. Der Arbeitgeber trägt mindestens die Hälfte; viele Pensionskassen versichern mehr als das Minimum. Wie das berechnet wird, erklärt Koordinationsabzug BVG.
Rechenbeispiel: CHF 6’500 brutto, 40 Jahre
| Posten | pro Monat |
|---|---|
| Bruttolohn | CHF 6500.00 |
| AHV/IV/EO 5,3 % | −CHF 344.50 |
| ALV 1,1 % | −CHF 71.50 |
| NBU rund 1 % | −CHF 65.00 |
| Pensionskasse (10 % von CHF 51’120, halbe Gutschrift) | −CHF 213.00 |
| Nettolohn (vor Quellensteuer) | CHF 5806.00 |
Der Jahreslohn von CHF 78’000 ergibt einen koordinierten Lohn von CHF 51’120. Mit 10 % Altersgutschrift und hälftiger Teilung zahlt die Person CHF 213.00 pro Monat in die Pensionskasse – im Minimum. Bei überobligatorischen Plänen und mit Risikobeiträgen ist der Abzug höher.
13. Monatslohn und Bonus
Auf den 13. Monatslohn und Boni fallen dieselben Sozialabzüge an wie auf den Monatslohn. Für die Pensionskasse zählt er nur, wenn das Reglement ihn im versicherten Lohn berücksichtigt – meist ist der Jahreslohn inklusive 13. massgebend.
Netto kommt deshalb im Dezember zwar mehr an, aber nicht der ganze Betrag. Was davon übrig bleibt und was steuerlich passiert, steht unter Bonus und 13. Monatslohn versteuern.
Was sich nicht ändert – und was noch offen ist
Die AHV-Beiträge bleiben 2027 bei 5,3 % für Arbeitnehmende. Über die Teilfinanzierung der 13. AHV-Rente wird am 29. November 2026 abgestimmt – zur Debatte steht eine Mehrwertsteuererhöhung ab 2028, nicht ein höherer Lohnabzug.
Auch die Quellensteuer ändert sich je nach Kanton mit den neuen Tarifen. Wer quellenbesteuert ist, sieht den neuen Abzug auf der Januarabrechnung.
Quellensteuer: der zusätzliche Abzug
Wer ohne Niederlassungsbewilligung C in der Schweiz arbeitet, zahlt die Steuern direkt über den Lohn. Der Arbeitgeber zieht die Quellensteuer nach dem kantonalen Tarif ab, der Zivilstand, Kinder und Konfession berücksichtigt. Der Abzug kommt zu den Sozialabzügen hinzu und kann je nach Kanton und Einkommen mehrere hundert Franken pro Monat betragen.
Lohnabrechnung im Januar prüfen
Vergleiche die Januarabrechnung mit dem Dezember: Bei gleichem Bruttolohn sollte sich vor allem der Pensionskassenabzug leicht verändern. Ein grösserer Unterschied deutet auf einen Fehler oder eine Planänderung hin – frag nach, bevor sich der Fehler über Monate zieht.
Trag den neuen Nettolohn in BudgetHub ein und passe die Daueraufträge an. Wie viel vom Lohn nach allen Fixkosten bleibt, zeigt Was bleibt vom Lohn übrig?.
