Welche Kategorien die Steuererklärung braucht
Kurz: Die Steuererklärung fragt nach Abzügen, die du im Haushaltsbuch ohnehin erfasst – wenn die Kategorien fein genug sind. Statt im März Belege zusammenzusuchen, filterst du einmal pro Kategorie und hast die Jahressumme.
| Abzug | Kategorie im Haushaltsbuch |
|---|---|
| Säule 3a | Vorsorge & Sparen › Säule 3a |
| Fahrkosten zum Arbeitsort | Mobilität › GA, Verbundabo, ÖV-Billette |
| Weiterbildung | Persönliches › Weiterbildung |
| Krankheitskosten | Gesundheit › Franchise, Selbstbehalt, Zahnarzt, Brille |
| Spenden | Persönliches › Spenden |
| Kinderbetreuung | Kinder › Kita, Hort, Tagesfamilie |
Krankheitskosten: der unterschätzte Abzug
Selbst bezahlte Krankheitskosten – Franchise, Selbstbehalt, Zahnarzt, Brille, Therapie – sind bei der direkten Bundessteuer abziehbar, soweit sie 5 Prozent des Nettoeinkommens übersteigen. Prämien zählen nicht dazu, die laufen über den Versicherungsabzug. Viele Haushalte verzichten auf den Abzug, weil sie die Summe nicht kennen.
Im Haushaltsbuch ist die Summe ein Filter: alle Buchungen der Gruppe Gesundheit ohne Prämien. Liegt sie in einem Jahr mit Zahnbehandlung oder Operation über der Schwelle, lohnt sich der Abzug. Die Kantone haben eigene Regeln, oft ähnlich.
Spenden und Fahrkosten
Spenden an steuerbefreite Organisationen sind bei der Bundessteuer abziehbar, wenn sie im Jahr mindestens CHF 100 erreichen und insgesamt höchstens 20 Prozent des Nettoeinkommens ausmachen. Eine eigene Kategorie «Spenden» liefert die Summe; die Bestätigungen der Organisationen brauchst du als Beleg.
Für die Fahrkosten zum Arbeitsort gilt beim Bund eine Obergrenze von CHF 3’300 pro Jahr; Kantone haben eigene Grenzen. Wer mit dem ÖV pendelt, findet die Kosten des Abos direkt in der Mobilitätskategorie.
Was das Haushaltsbuch nicht ersetzt
Das Haushaltsbuch liefert Summen, nicht Belege. Für die Steuererklärung brauchst du weiterhin die Bescheinigungen: 3a-Bescheinigung, Lohnausweis, Spendenquittungen, Arzt- und Zahnarztrechnungen. Bewahre sie digital pro Jahr auf, dann ist die Erklärung schnell gemacht.
Steuerliche Regeln unterscheiden sich zwischen Bund und Kantonen. Die Zahlen aus dem Haushaltsbuch sind die Grundlage – was abziehbar ist, entscheidet das Steuerrecht deines Kantons.
Ein Jahr vorbereiten statt im März suchen
Damit die Steuererklärung im Frühling wirklich schnell geht, lohnen sich drei Gewohnheiten während des Jahres: Belege direkt nach dem Bezahlen digital in einem Jahresordner ablegen, steuerrelevante Buchungen im Haushaltsbuch mit einer eigenen Kategorie führen und den Lohnausweis im Januar sofort abspeichern.
Wer so arbeitet, braucht für die Abzüge im März nur noch die Jahressummen aus dem Haushaltsbuch und den Ordner mit Belegen. Das spart Stunden – und es verhindert, dass ein Abzug vergessen geht, weil ein Beleg nicht mehr auffindbar ist.
Kategorien für die Steuererklärung im Haushaltsbuch
Das Haushaltsbuch für Excel hat alle Kategorien, die die Steuererklärung braucht, als eigene Posten – Säule 3a, Weiterbildung, Spenden, Kinderbetreuung und die Gesundheitskosten getrennt von den Prämien. Der Jahresbericht zeigt die Summen. Einmalig CHF 49.
In der BudgetHub-App filterst du dieselben Kategorien über das ganze Jahr und exportierst die Summen als CSV.
