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Haushaltsbuch & Excel

Haushaltsbuch-Kategorien für die Schweiz: die Liste

Kurz beantwortet: Ein Schweizer Haushaltsbuch braucht rund 15 Hauptgruppen – von Wohnen und Gesundheit über Steuern bis Vorsorge – und darin Posten, die es so nur hier gibt: Serafe (ab 2027 CHF 312 pro Jahr), Franchise, Säule 3a, Gebührensäcke oder Wehrpflichtersatz. Die Liste unten umfasst 111 Kategorien; für den Start reichen meist 25 bis 35.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Warum internationale Vorlagen in der Schweiz nicht passen

Kurz: Vorlagen aus Deutschland oder den USA kennen keine Krankenkassen-Franchise, keine Säule 3a und keine Steuerrechnung, die erst im Folgejahr kommt. Schweizer Haushalte zahlen Steuern nicht über den Lohnabzug, sondern selbst – wer dafür keine Kategorie hat, erlebt die Rechnung als Loch im Budget.

Eine gute Liste trennt deshalb, was in der Schweiz getrennt bezahlt wird: Grundversicherung und Zusatzversicherung, Miete netto und Nebenkosten-Akonto, Kantons- und Bundessteuer. Die mittlere Krankenkassenprämie für Erwachsene liegt 2027 bei CHF 488 im Monat – ein Posten, der in keiner Pauschale verschwinden darf.

Die 15 Gruppen mit typischen Posten

GruppeTypische Kategorien (Auswahl)
EinkommenLohn netto, 13. Monatslohn, Bonus, Kinder- und Ausbildungszulagen, AHV-, PK- und IV-Rente, Ergänzungsleistungen
WohnenMiete netto, Nebenkosten-Akonto und -Abrechnung, Strom, Heizung, Hypothekarzins, Amortisation, Parkplatz
GesundheitGrundversicherung, Zusatzversicherungen, Franchise und Selbstbehalt, Zahnarzt, Brille, Apotheke
VersicherungenPrivathaftpflicht, Hausrat, Gebäudeversicherung, Rechtsschutz, Lebensversicherung
MobilitätGA, Halbtax, Verbundabo, Leasing, Autoversicherung, Strassenverkehrssteuer, Vignette, Benzin
KommunikationHandyabo, Internet und TV, Serafe, Streaming, Zeitungen
Lebensmittel & HaushaltLebensmittel, Getränke, Haushaltsartikel, Reinigung, Gebührensäcke, Haustier
KinderKita, Hort, Tagesfamilie, Mittagstisch, Schulmaterial, Lager, Zahnspange
PersönlichesKleider, Coiffeur, Körperpflege, Weiterbildung, Vereine, Geschenke, Spenden
Freizeit & FerienRestaurant, Ausgang, Sport, Kultur, Ferien, Skiferien und Skiabo
Steuern & AbgabenKantons- und Gemeindesteuern, Bundessteuer, Kirchensteuer, Hundesteuer, Wehrpflichtersatz
Vorsorge & SparenSäule 3a, PK-Einkauf, Notgroschen, Sparziele, ETF-Sparplan
FinanzenBankgebühren, Kreditkartengebühr, Kleinkredit, Zinsen, Unterhalt bezahlt
NebenerwerbAHV-Beiträge Selbständige, Material, Arbeitsplatz, Fahrten
UmbuchungenÜbertrag zwischen eigenen Konten, Kreditkarten-Abrechnung, Bargeldbezug, TWINT-Aufladung

Die Gruppe, die fast alle vergessen: Umbuchungen

Die wichtigste Gruppe für ein korrektes Budget ist keine Ausgabe. Wenn du die Kreditkarte vom Lohnkonto bezahlst, erscheint der Betrag zweimal: als einzelne Einkäufe auf der Kartenabrechnung und als Sammelbelastung auf dem Konto. Dasselbe gilt für Bargeldbezüge, TWINT-Aufladungen und Überträge aufs Sparkonto.

Wer diese Zeilen als «Umbuchung» führt und aus den Ausgaben herausnimmt, sieht die echten Kosten. Wer sie mitzählt, hat Monate, in denen er scheinbar das Doppelte ausgegeben hat – und verliert das Vertrauen in die eigenen Zahlen.

Wie fein soll die Liste sein?

Zu grob verdeckt die Hebel: «Versicherungen» als ein Posten zeigt nicht, dass die Zusatzversicherung teurer geworden ist. Zu fein macht die Pflege mühsam – niemand sortiert gern zwischen «Getränke» und «Lebensmittel». Bewährt hat sich: fein bei Fixkosten, die man aktiv ändern kann, grob bei Alltagsausgaben.

Für den Start reichen meist 25 bis 35 Kategorien. Eine Familie braucht die Gruppe Kinder, ein Single nicht; Pensionierte brauchen Renten statt Lohn. Startprofile, die nur die passenden Kategorien einblenden, sparen die Aufräumarbeit.

Die ganze Liste fertig in Excel

Das Haushaltsbuch für Excel enthält alle 111 Kategorien mit stabilen Schlüsseln, 8 Startprofile vom Single bis zu Pensionierten und über 400 Schweizer Händlerregeln, die Buchungen aus dem Kontoauszug automatisch zuordnen – in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Einmalig CHF 49.

Dieselben Gruppen nutzt auch die BudgetHub-App. Wer später von Excel in die App wechselt, übernimmt Konten und Buchungen mit Kontrollsummen, ohne neu zu kategorisieren.

Häufige Fragen

Wie viele Kategorien braucht ein Haushaltsbuch?+

Für den Start 25 bis 35. Fein bei Fixkosten, die du ändern kannst (Versicherungen, Abos), grob bei Alltagsausgaben. Mehr Kategorien lohnen sich erst, wenn du sie auswertest.

Welche Kategorien sind typisch schweizerisch?+

Serafe, Franchise und Selbstbehalt, Säule 3a, Gebührensäcke, Wehrpflichtersatz, Feuerwehrersatzabgabe, Halbtax und GA sowie Kantons- und Gemeindesteuern als eigener Posten.

Wohin gehört die Kreditkartenabrechnung?+

Zu den Umbuchungen. Die einzelnen Einkäufe zählen in ihren Kategorien; die Sammelbelastung auf dem Konto ist nur die Bezahlung und würde die Ausgaben sonst verdoppeln.

Gehört die Säule 3a zu den Ausgaben?+

Nein, zu Vorsorge und Sparen. Das Geld bleibt dein Vermögen. Als eigener Posten zeigt sie aber, wie viel du jeden Monat für später zurücklegst.

Wie führe ich Steuern im Haushaltsbuch?+

Als eigene Gruppe mit monatlicher Rückstellung. Schweizer Steuern werden nicht vom Lohn abgezogen, sondern kommen als Rechnung – ohne Rückstellung entsteht ein Loch.

Gibt es die Liste auch auf Französisch und Italienisch?+

Ja, das Haushaltsbuch enthält alle Kategorien in vier Sprachen mit Schweizer Fachbegriffen wie LAMal oder pilastro 3a; die Gruppen sind in allen Sprachen identisch.

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