Warum internationale Vorlagen in der Schweiz nicht passen
Kurz: Vorlagen aus Deutschland oder den USA kennen keine Krankenkassen-Franchise, keine Säule 3a und keine Steuerrechnung, die erst im Folgejahr kommt. Schweizer Haushalte zahlen Steuern nicht über den Lohnabzug, sondern selbst – wer dafür keine Kategorie hat, erlebt die Rechnung als Loch im Budget.
Eine gute Liste trennt deshalb, was in der Schweiz getrennt bezahlt wird: Grundversicherung und Zusatzversicherung, Miete netto und Nebenkosten-Akonto, Kantons- und Bundessteuer. Die mittlere Krankenkassenprämie für Erwachsene liegt 2027 bei CHF 488 im Monat – ein Posten, der in keiner Pauschale verschwinden darf.
Die 15 Gruppen mit typischen Posten
| Gruppe | Typische Kategorien (Auswahl) |
|---|---|
| Einkommen | Lohn netto, 13. Monatslohn, Bonus, Kinder- und Ausbildungszulagen, AHV-, PK- und IV-Rente, Ergänzungsleistungen |
| Wohnen | Miete netto, Nebenkosten-Akonto und -Abrechnung, Strom, Heizung, Hypothekarzins, Amortisation, Parkplatz |
| Gesundheit | Grundversicherung, Zusatzversicherungen, Franchise und Selbstbehalt, Zahnarzt, Brille, Apotheke |
| Versicherungen | Privathaftpflicht, Hausrat, Gebäudeversicherung, Rechtsschutz, Lebensversicherung |
| Mobilität | GA, Halbtax, Verbundabo, Leasing, Autoversicherung, Strassenverkehrssteuer, Vignette, Benzin |
| Kommunikation | Handyabo, Internet und TV, Serafe, Streaming, Zeitungen |
| Lebensmittel & Haushalt | Lebensmittel, Getränke, Haushaltsartikel, Reinigung, Gebührensäcke, Haustier |
| Kinder | Kita, Hort, Tagesfamilie, Mittagstisch, Schulmaterial, Lager, Zahnspange |
| Persönliches | Kleider, Coiffeur, Körperpflege, Weiterbildung, Vereine, Geschenke, Spenden |
| Freizeit & Ferien | Restaurant, Ausgang, Sport, Kultur, Ferien, Skiferien und Skiabo |
| Steuern & Abgaben | Kantons- und Gemeindesteuern, Bundessteuer, Kirchensteuer, Hundesteuer, Wehrpflichtersatz |
| Vorsorge & Sparen | Säule 3a, PK-Einkauf, Notgroschen, Sparziele, ETF-Sparplan |
| Finanzen | Bankgebühren, Kreditkartengebühr, Kleinkredit, Zinsen, Unterhalt bezahlt |
| Nebenerwerb | AHV-Beiträge Selbständige, Material, Arbeitsplatz, Fahrten |
| Umbuchungen | Übertrag zwischen eigenen Konten, Kreditkarten-Abrechnung, Bargeldbezug, TWINT-Aufladung |
Die Gruppe, die fast alle vergessen: Umbuchungen
Die wichtigste Gruppe für ein korrektes Budget ist keine Ausgabe. Wenn du die Kreditkarte vom Lohnkonto bezahlst, erscheint der Betrag zweimal: als einzelne Einkäufe auf der Kartenabrechnung und als Sammelbelastung auf dem Konto. Dasselbe gilt für Bargeldbezüge, TWINT-Aufladungen und Überträge aufs Sparkonto.
Wer diese Zeilen als «Umbuchung» führt und aus den Ausgaben herausnimmt, sieht die echten Kosten. Wer sie mitzählt, hat Monate, in denen er scheinbar das Doppelte ausgegeben hat – und verliert das Vertrauen in die eigenen Zahlen.
Wie fein soll die Liste sein?
Zu grob verdeckt die Hebel: «Versicherungen» als ein Posten zeigt nicht, dass die Zusatzversicherung teurer geworden ist. Zu fein macht die Pflege mühsam – niemand sortiert gern zwischen «Getränke» und «Lebensmittel». Bewährt hat sich: fein bei Fixkosten, die man aktiv ändern kann, grob bei Alltagsausgaben.
Für den Start reichen meist 25 bis 35 Kategorien. Eine Familie braucht die Gruppe Kinder, ein Single nicht; Pensionierte brauchen Renten statt Lohn. Startprofile, die nur die passenden Kategorien einblenden, sparen die Aufräumarbeit.
Die ganze Liste fertig in Excel
Das Haushaltsbuch für Excel enthält alle 111 Kategorien mit stabilen Schlüsseln, 8 Startprofile vom Single bis zu Pensionierten und über 400 Schweizer Händlerregeln, die Buchungen aus dem Kontoauszug automatisch zuordnen – in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch. Einmalig CHF 49.
Dieselben Gruppen nutzt auch die BudgetHub-App. Wer später von Excel in die App wechselt, übernimmt Konten und Buchungen mit Kontrollsummen, ohne neu zu kategorisieren.
