Franken zählen, nicht Euro
Kurz: Ein Haushaltsbuch in Franken darf nur Franken summieren. Wer Euro- und Frankenbeträge mischt, rechnet falsch, ohne es zu merken. Massgebend ist der Betrag, den die Bank oder Karte belastet hat – er enthält Kurs und Zuschlag und ist das, was dich die Ferien wirklich gekostet haben.
Exporte von Neobanken zeigen oft beides: den Frankenbetrag und den Originalbetrag mit Kurs. Für das Budget nimmst du den Frankenbetrag; den Originalbetrag behältst du als Information, etwa um Hotelrechnungen zu prüfen.
Was der Umtausch wirklich kostet
Kartenanbieter verrechnen bei Zahlungen in Fremdwährung oft einen Zuschlag auf den Kurs; dazu kommen allfällige Gebühren für Bargeldbezüge im Ausland. Diese Kosten verstecken sich im Frankenbetrag. Wer sie sehen will, vergleicht den belasteten Betrag mit dem Tageskurs.
Eine teure Falle ist die Umrechnung direkt am Terminal oder Bancomat im Ausland, die anbietet, in Franken abzurechnen. Der dabei verwendete Kurs ist meist deutlich schlechter. Wähle die lokale Währung – im Haushaltsbuch siehst du später den Unterschied.
Ferien als eigene Kategorie mit Rückstellung
Ferien sind für viele Haushalte der grösste frei wählbare Posten des Jahres. Als eigene Kategorie mit Jahresbudget und monatlicher Rückstellung verlieren sie den Schrecken: Bei CHF 3'000 pro Jahr legst du CHF 250 pro Monat zurück, und die Reise im Sommer ist schon bezahlt, bevor sie beginnt.
Ordne während der Reise alle Ausgaben – Unterkunft, Essen, Ausflüge, Mietauto – der Ferienkategorie zu oder markiere sie mit einem Stichwort. So siehst du nach der Rückkehr, was die Reise insgesamt gekostet hat, statt die Ausgaben über ein Dutzend Kategorien verstreut zu suchen.
Fremdwährungskonten und Multiwährungs-Apps
Wer bei einer Neobank Euro auf Vorrat wechselt, macht eine Umbuchung zwischen eigenen Währungstöpfen – keine Ausgabe. Ausgegeben wird erst beim Bezahlen in Euro. Für ein Frankenbudget rechnest du diese Ausgaben mit dem Kurs des Umtauschs in Franken um.
- Belasteter Frankenbetrag → Ausgabe
- Umtausch auf Vorrat → Umbuchung
- Zahlung aus dem Eurotopf → Ausgabe, mit Umtauschkurs umgerechnet
Reisekosten vorher schätzen
Ein realistisches Ferienbudget entsteht aus vier Blöcken: Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Aktivitäten, plus ein Puffer von etwa zehn Prozent. Für Verpflegung und Aktivitäten rechnest du mit einem Tagesbetrag mal Anzahl Tage. Wer frühere Reisen im Haushaltsbuch erfasst hat, kennt seine eigenen Tagesbeträge – genauer als jede Schätzung aus dem Internet.
Nach der Reise vergleichst du Plan und Ist. Lag die Verpflegung über dem Tagesbetrag, passt du ihn für die nächste Reise an. So wird jedes Ferienbudget genauer, und Ferien bleiben Vorfreude statt Kontoschock.
Im Haushaltsbuch vorbereitet
Das Haushaltsbuch für Excel rechnet in Franken, liest bei Neobanken wie Neon den Frankenbetrag und hat «Ferien» sowie «Skiferien und Skiabo» als eigene Kategorien; die Rückstellung legst du als Sparziel oder Fixkosten-Position an. Einmalig CHF 49.
In der BudgetHub-App legst du ein Sparziel für die Reise an und siehst, wie viel bis zur Abreise noch fehlt.
