Was im Revolut-Export steht
Kurz: Von den 10 Spalten brauchst du für ein Haushaltsbuch nur drei Angaben – Datum, Buchungstext und Betrag. Die übrigen Spalten (Saldo, Referenzen, Valuta) helfen beim Kontrollieren, gehören aber nicht in die Budgetrechnung.
| Angabe | Spalte im Export | Inhalt |
|---|---|---|
| Datum | Spalte 4 | «Completed Date» |
| Buchungstext | Spalte 5 | «Description» |
| Betrag | Spalte 6 | «Amount», mit Vorzeichen |
Die vollständige Kopfzeile lautet: Type · Product · Started Date · Completed Date · Description · Amount · Fee · Currency · State · Balance. Massgebend für die Zuordnung zu Kategorien ist Spalte 5 – dort stehen Händler, Auftraggeber oder Zahlungszweck.
CSV richtig öffnen statt doppelklicken
Ein Doppelklick auf die Datei ist der häufigste Fehler. Excel liest die CSV-Datei dann mit den Standard-Datenformaten deines Computers. Passt das Trennzeichen Komma (,) nicht zu diesen Einstellungen, steht jede Zeile in einer einzigen Spalte; Daten wie «2027-01-18 14:32:05» und Beträge mit Apostroph wie «1'180.00» werden je nach Einstellung als Text gelesen und fehlen danach in jeder Summe.
Zuverlässig ist der Weg über «Daten › Aus Text/CSV»: Trennzeichen Komma (,) wählen, in der Vorschau prüfen, ob Datum und Betrag in eigenen Spalten stehen, und die Datumsspalte mit dem Gebietsschema «Deutsch (Schweiz)» als Datum einlesen. Gerade bei Revolut führt der Doppelklick in einer Schweizer Excel-Installation oft dazu, dass alles in Spalte A landet – der Import-Dialog mit Trennzeichen Komma löst das.
Started oder Completed, und der Status
Revolut liefert zwei Zeitpunkte: «Started Date», wann die Zahlung ausgelöst wurde, und «Completed Date», wann sie abgeschlossen war. Fürs Budget nimmst du das Completed Date – erst dann ist das Geld wirklich weg. Beide Felder enthalten Datum und Uhrzeit; im Import-Dialog setzt du den Typ auf Datum/Uhrzeit.
Die Spalte «State» zeigt, ob eine Transaktion abgeschlossen, offen oder zurückgenommen ist. Zähle nur abgeschlossene Zeilen. Zurückgenommene Zahlungen stehen sonst als Ausgabe im Budget, obwohl das Geld zurück ist.
Gebühren, Aufladungen und Produkte
Der Betrag in «Amount» enthält die Gebühr nicht; sie steht in «Fee». Wer die echten Kosten sehen will, rechnet pro Zeile Amount minus Fee. Bei Kartenzahlungen in Franken ist die Gebühr meist null, bei Umtausch am Wochenende oder bei Bargeldbezügen über dem Gratislimit nicht.
«Product» unterscheidet etwa das laufende Konto von Spar-Töpfen. Aufladungen von deinem Bankkonto auf Revolut sind eine Umbuchung: Das Geld erscheint im Bankauszug als Belastung und bei Revolut als Gutschrift. Wer beide Exporte führt, markiert die Aufladung auf einer Seite als Übertrag, sonst zählt er die Ausgabe doppelt.
Von der Bankzeile zur Budgetkategorie
Ein Kontoauszug ist noch kein Budget. Jede Zeile braucht eine Kategorie, und manche Zeilen sind gar keine Ausgabe: Aufladungen vom Bankkonto, Währungswechsel und Verschiebungen in Revolut-Spar-Töpfe sind Umbuchungen. Wer solche Umbuchungen als Ausgabe zählt, rechnet sein Budget doppelt.
Für die Zuordnung reichen Stichwortregeln auf dem Buchungstext: steht «Migros» oder «Coop» darin, ist es Lebensmittel; «Serafe» ist die Radio-TV-Abgabe; «CSS Kranken» die Grundversicherung. Wenn du Exporte mit überlappendem Zeitraum einfügst, prüfe Dubletten über Datum, Betrag und Text, bevor du summierst.
Die Abkürzung: Bankvorlage im Haushaltsbuch oder Import in der App
Im Haushaltsbuch für Excel ist Revolut als Bankvorlage «Revolut (CSV)» hinterlegt. Im Blatt «Bankexport» wählst du die Vorlage und fügst den Export ab Spalte T ein – bereits in Spalten verteilt oder als ganze Zeilen. Datum, Betrag und Text werden unabhängig von der Spracheinstellung deines Excel gelesen; die bereiten Zeilen kopierst du danach ins Blatt «Import», wo über 400 Schweizer Händlerregeln die Kategorien setzen und Dubletten markiert werden. Weicht dein Export ab, passt du die Spaltennummer im Blatt «Bankvorlagen» an. Preis: einmalig CHF 49, ohne Abo, ohne Makros.
Lieber ohne Tabelle? Ja. Der CSV-Import der BudgetHub-App hat eine Vorlage für Revolut, liest das Komma als Trennzeichen und den Betrag mit Vorzeichen. Die BudgetHub-App braucht dafür keine Bankverbindung: Du lädst die Datei selbst hoch, die Zugangsdaten zum E-Banking bleiben bei dir.
Datenschutz: den Auszug nicht in fremde Konverter laden
Ein Kontoauszug verrät Lohn, Arztbesuche, Apotheke, Spenden und Wohnort. Lade den Revolut-Export deshalb nicht in einen Online-Konverter oder Chatbot hoch, nur um ihn in Spalten zu bringen – oft ist unklar, wo die Daten verarbeitet und wie lange sie gespeichert werden. Excel erledigt die Umwandlung lokal auf deinem Gerät.
