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Modell

Welches Krankenkassen-Modell spart am meisten: HMO, Telmed oder Hausarzt? (2026)

Kurz beantwortet: Sparmodelle senken die Prämie um 10 bis 25 Prozent gegenüber der freien Arztwahl – bei CHF 400 Monatsprämie also CHF 40 bis 100. Die Gegenleistung ist eine feste erste Anlaufstelle: Hausarzt, HMO-Praxis oder telemedizinische Beratung.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Die drei alternativen Modelle

Kurz: Wer beim Standardmodell der Grundversicherung bleibt, zahlt am meisten. Mit einem alternativen Modell sparst du bis zu rund 25 % der Prämie – im Gegenzug kontaktierst du im Krankheitsfall zuerst eine festgelegte Stelle.

Die Leistungen sind in allen Modellen identisch (es ist dieselbe Grundversicherung) – du gibst lediglich die freie Arztwahl beim Erstkontakt auf.

  • Hausarztmodell: zuerst zum festgelegten Hausarzt
  • Telmed: zuerst telefonische medizinische Beratung
  • HMO: zuerst in eine Gruppenpraxis
  • Ersparnis: bis zu ca. 25 % gegenüber dem Standardmodell

Welches Modell passt?

Telmed ist am flexibelsten (Beratung per Telefon/App, ortsunabhängig). Das Hausarztmodell passt, wenn du ohnehin einen festen Hausarzt hast. HMO lohnt sich, wenn eine Gruppenpraxis in deiner Nähe liegt. In Kombination mit einer höheren Franchise lässt sich die Prämie maximal senken.

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Die drei Modelle im Vergleich

Sie unterscheiden sich in der Einstiegsstelle, nicht im Leistungsumfang:

  • Hausarztmodell: feste Praxis als erste Anlaufstelle, Rabatt meist 10 bis 15 Prozent.
  • HMO: Gruppenpraxis mit mehreren Fachrichtungen, Rabatt meist 15 bis 25 Prozent.
  • Telmed: erste Abklärung telefonisch oder digital, Rabatt meist 10 bis 20 Prozent.
  • Kombinationen aus Telmed und Hausarzt gibt es bei mehreren Kassen.

Wo die Einschränkung tatsächlich spürbar wird

Nicht im Notfall – der ist immer direkt zugänglich. Auch Gynäkologie und Augenarzt sind bei den meisten Modellen ausgenommen. Spürbar wird die Bindung, wenn du regelmässig zu einem bestimmten Facharzt gehst, den das Modell nicht direkt zulässt.

Warum ein Wechsel nichts kostet

Die Leistungen der Grundversicherung sind gesetzlich in allen Kassen identisch. Wer wechselt, verliert also nichts ausser der Prämiendifferenz – und die beträgt je nach Kanton mehrere hundert bis über CHF 2'000 im Jahr.

Abgelehnt werden kann niemand: In der Grundversicherung gilt Aufnahmezwang, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Nur offene, gemahnte Prämien bei der alten Kasse blockieren den Wechsel.

Sparmodelle und ihre Einschränkung

Hausarzt, HMO und Telmed senken die Prämie spürbar gegen eine Einschränkung beim Erstkontakt. Notfälle, Augenarzt und Gynäkologie sind meist ausgenommen.

Wer ohnehin immer zum selben Hausarzt geht, verliert praktisch nichts. Der Modellwechsel ist damit einer der wenigen Sparhebel, die keinen realen Verzicht bedeuten.

Kinder und Familienrabatte

Für Kinder gibt es keine Mindestfranchise, und viele Kassen staffeln die Prämien ab dem zweiten oder dritten Kind – bei einzelnen ist das dritte Kind prämienfrei.

Für Familien zählt deshalb die Gesamtrechnung, nicht die günstigste Einzelprämie. Die Kasse mit dem tiefsten Erwachsenentarif ist bei drei Kindern nicht zwingend die günstigste.

Häufige Fragen

Wie viel spart ein alternatives Krankenkassen-Modell?+

Bis zu rund 25 % der Prämie gegenüber dem Standardmodell, bei identischen Leistungen.

Sind die Leistungen bei HMO oder Telmed schlechter?+

Nein, es ist dieselbe Grundversicherung mit identischen Leistungen. Du gibst nur die freie Arztwahl beim Erstkontakt auf.

Welches Modell ist am flexibelsten?+

Telmed, da der Erstkontakt telefonisch oder per App und ortsunabhängig erfolgt.

Wie viel spare ich mit einem Sparmodell?+

Je nach Modell und Kasse 10 bis 25 Prozent der Prämie. Bei CHF 400 im Monat sind das CHF 40 bis 100 – bei identischen gesetzlichen Leistungen.

Was ist der Unterschied zwischen HMO und Hausarztmodell?+

Beim Hausarztmodell ist eine einzelne Praxis die erste Anlaufstelle, bei HMO eine Gruppenpraxis mit mehreren Fachrichtungen. HMO bietet meist den höheren Rabatt.

Was gilt im Notfall?+

Der Notfall ist immer direkt zugänglich, ohne vorherige Anmeldung beim Hausarzt oder bei der Telemedizin. Auch Gynäkologie und Augenarzt sind meist ausgenommen.

Kann mich eine Krankenkasse ablehnen?+

In der Grundversicherung nicht – es gilt Aufnahmezwang. Nur offene, gemahnte Prämien bei der bisherigen Kasse blockieren einen Wechsel.

Was schränkt ein Sparmodell ein?+

Die freie Arztwahl beim Erstkontakt. Notfälle, Augenarzt und Gynäkologie sind meist ausgenommen – wer denselben Hausarzt hat, verliert praktisch nichts.

Gibt es Rabatte für mehrere Kinder?+

Ja, viele Kassen staffeln ab dem zweiten oder dritten Kind. Für Familien zählt die Gesamtrechnung, nicht die günstigste Einzelprämie.

Zur Methodik: Prämien, Rabatte und Franchisestufen sind recherchierte Richtwerte 2026 (BAG, Vergleichsportale) und bewusst als Orientierung deklariert. Deine konkreten Zahlen hängen von Kasse, Kanton, Prämienregion und Modell ab.

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