Die drei alternativen Modelle
Kurz: Wer beim Standardmodell der Grundversicherung bleibt, zahlt am meisten. Mit einem alternativen Modell sparst du bis zu rund 25 % der Prämie – im Gegenzug kontaktierst du im Krankheitsfall zuerst eine festgelegte Stelle.
Die Leistungen sind in allen Modellen identisch (es ist dieselbe Grundversicherung) – du gibst lediglich die freie Arztwahl beim Erstkontakt auf.
- Hausarztmodell: zuerst zum festgelegten Hausarzt
- Telmed: zuerst telefonische medizinische Beratung
- HMO: zuerst in eine Gruppenpraxis
- Ersparnis: bis zu ca. 25 % gegenüber dem Standardmodell
Welches Modell passt?
Telmed ist am flexibelsten (Beratung per Telefon/App, ortsunabhängig). Das Hausarztmodell passt, wenn du ohnehin einen festen Hausarzt hast. HMO lohnt sich, wenn eine Gruppenpraxis in deiner Nähe liegt. In Kombination mit einer höheren Franchise lässt sich die Prämie maximal senken.
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Die drei Modelle im Vergleich
Sie unterscheiden sich in der Einstiegsstelle, nicht im Leistungsumfang:
- Hausarztmodell: feste Praxis als erste Anlaufstelle, Rabatt meist 10 bis 15 Prozent.
- HMO: Gruppenpraxis mit mehreren Fachrichtungen, Rabatt meist 15 bis 25 Prozent.
- Telmed: erste Abklärung telefonisch oder digital, Rabatt meist 10 bis 20 Prozent.
- Kombinationen aus Telmed und Hausarzt gibt es bei mehreren Kassen.
Wo die Einschränkung tatsächlich spürbar wird
Nicht im Notfall – der ist immer direkt zugänglich. Auch Gynäkologie und Augenarzt sind bei den meisten Modellen ausgenommen. Spürbar wird die Bindung, wenn du regelmässig zu einem bestimmten Facharzt gehst, den das Modell nicht direkt zulässt.
Warum ein Wechsel nichts kostet
Die Leistungen der Grundversicherung sind gesetzlich in allen Kassen identisch. Wer wechselt, verliert also nichts ausser der Prämiendifferenz – und die beträgt je nach Kanton mehrere hundert bis über CHF 2'000 im Jahr.
Abgelehnt werden kann niemand: In der Grundversicherung gilt Aufnahmezwang, unabhängig von Alter und Gesundheitszustand. Nur offene, gemahnte Prämien bei der alten Kasse blockieren den Wechsel.
Sparmodelle und ihre Einschränkung
Hausarzt, HMO und Telmed senken die Prämie spürbar gegen eine Einschränkung beim Erstkontakt. Notfälle, Augenarzt und Gynäkologie sind meist ausgenommen.
Wer ohnehin immer zum selben Hausarzt geht, verliert praktisch nichts. Der Modellwechsel ist damit einer der wenigen Sparhebel, die keinen realen Verzicht bedeuten.
Kinder und Familienrabatte
Für Kinder gibt es keine Mindestfranchise, und viele Kassen staffeln die Prämien ab dem zweiten oder dritten Kind – bei einzelnen ist das dritte Kind prämienfrei.
Für Familien zählt deshalb die Gesamtrechnung, nicht die günstigste Einzelprämie. Die Kasse mit dem tiefsten Erwachsenentarif ist bei drei Kindern nicht zwingend die günstigste.
