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Franchise

Welche Franchise soll ich bei der Krankenkasse wählen? (2026)

Kurz beantwortet: Die höchste Franchise lohnt sich, wenn deine jährlichen Gesundheitskosten unter dem Break-Even bleiben – meist rund CHF 1'800 bis 2'200. Die beste Grundlage sind die tatsächlichen Kosten der letzten drei Jahre, nicht die Selbsteinschätzung.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Hohe oder tiefe Franchise?

Kurz: Die richtige Franchise hängt davon ab, wie viele Gesundheitskosten du im Jahr erwartest. Bei der höchsten Franchise (CHF 2'500) zahlst du eine deutlich tiefere Prämie, trägst aber mehr selbst. Bei der tiefsten (CHF 300) ist die Prämie höher, dafür übernimmt die Kasse früher.

Die Wechselgrenze liegt grob bei Gesundheitskosten von CHF 1'700 bis 2'000 pro Jahr: Liegst du typischerweise darunter, spart die hohe Franchise. Erwartest du höhere Kosten (Therapie, Operation, Schwangerschaft), ist die tiefe Franchise günstiger.

  • Gesund, selten beim Arzt → Franchise CHF 2'500
  • Hohe erwartete Kosten → Franchise CHF 300
  • Wechselgrenze: ca. CHF 1'700–2'000 Gesundheitskosten/Jahr
  • Wichtig: ersparte Prämie zur Seite legen, um die Franchise im Ernstfall decken zu können

Der häufige Fehler

Viele wählen die hohe Franchise wegen der tiefen Prämie – legen die Ersparnis aber nicht zur Seite. Kommt dann eine grössere Rechnung, fehlt das Geld. Richtig ist: Die monatliche Prämienersparnis auf ein separates Konto legen, bis ein Polster in Höhe der Franchise steht.

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Der Selbstbehalt gehört in die Rechnung

Nach der Franchise kommen 10 Prozent der weiteren Kosten dazu, höchstens CHF 700 pro Jahr bei Erwachsenen. Im schlechtesten Fall zahlst du bei der Höchstfranchise also CHF 3'200 selbst.

Dieser Betrag muss verfügbar sein, sonst ist die hohe Franchise kein Sparmodell, sondern ein Risiko. Wer ihn nicht als Reserve halten kann, fährt mit der tiefen Franchise besser – auch wenn die Prämie höher ist.

Der Jahresrhythmus im Überblick

Ende September publiziert das BAG die Prämien, im Oktober kommt der Brief der Kasse, am 30. November muss eine Kündigung eingetroffen sein. Franchise senken bis Ende November, erhöhen bei den meisten Kassen bis Ende Dezember.

Diese vier Termine entscheiden über mehrere hundert Franken im Jahr. Keiner davon wird erstreckt, und keiner meldet sich von selbst.

Die Franchise passend zum Profil

Die höchste Franchise lohnt sich, wenn die jährlichen Gesundheitskosten unter dem Break-Even liegen – meist bei rund CHF 1'800 bis 2'200. Die beste Grundlage sind die tatsächlichen Kosten der letzten drei Jahre.

Bei Kindern gilt das Gegenteil: Es gibt keine Mindestfranchise, und der Prämienrabatt für höhere Stufen fällt im Verhältnis klein aus. Für Kinder ist die tiefste Franchise fast immer richtig.

Was bei Prämienschulden passiert

Offene, gemahnte Prämien blockieren einen Kassenwechsel – die Kündigung bleibt dann wirkungslos. Nach Betreibung kann der Kanton zudem eine Leistungssperre veranlassen.

Vor Fristablauf mit der Kasse eine Ratenvereinbarung suchen. Das ist fast immer möglich und verhindert beides.

Häufige Fragen

Welche Franchise ist am günstigsten?+

Für Gesunde mit wenig Arztbesuchen die höchste (CHF 2'500). Ab Gesundheitskosten von rund CHF 1'700–2'000 pro Jahr lohnt sich die tiefste (CHF 300).

Wann lohnt sich eine tiefe Franchise?+

Wenn du hohe Gesundheitskosten erwartest – etwa bei laufender Therapie, geplanter Operation oder Schwangerschaft.

Bis wann kann ich die Franchise ändern?+

Eine Senkung muss der Kasse in der Regel bis Ende November mitgeteilt werden, eine Erhöhung bis Ende Dezember – jeweils für das Folgejahr.

Welche Franchise soll ich wählen?+

Die höchste, wenn deine Gesundheitskosten unter rund CHF 1'800 bis 2'200 pro Jahr liegen und du CHF 3'200 als Reserve halten kannst. Sonst die tiefste.

Was kostet die hohe Franchise im schlechtesten Fall?+

CHF 2'500 Franchise plus bis zu CHF 700 Selbstbehalt, also CHF 3'200 pro Jahr zusätzlich zur Prämie.

Welche Franchise für Kinder?+

In der Regel die tiefste – bei Kindern ist keine Mindestfranchise vorgeschrieben, und der Prämienrabatt für höhere Stufen fällt im Verhältnis klein aus.

Welche Termine gelten im Prämienzyklus?+

BAG-Publikation Ende September, Prämienbrief im Oktober, Kündigungsfrist 30. November, Franchise erhöhen bis Ende Dezember.

Ab wann lohnt sich die hohe Franchise?+

Wenn die jährlichen Gesundheitskosten unter rund CHF 1'800 bis 2'200 liegen – und wenn das Eigenrisiko von bis zu CHF 3'200 verfügbar ist.

Kann ich mit Prämienschulden die Kasse wechseln?+

Nein, offene gemahnte Beträge blockieren den Wechsel. Eine Ratenvereinbarung vor Fristablauf ist fast immer möglich.

Zur Methodik: Prämien, Rabatte und Franchisestufen sind recherchierte Richtwerte 2026 (BAG, Vergleichsportale) und bewusst als Orientierung deklariert. Deine konkreten Zahlen hängen von Kasse, Kanton, Prämienregion und Modell ab.

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