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Franchise-Rechner Krankenkasse

Kurz beantwortet: Die höchste Franchise lohnt sich, wenn deine jährlichen Gesundheitskosten unter dem Break-Even liegen – meist bei rund CHF 1'800 bis 2'200. Darüber ist die tiefste Franchise günstiger. Entscheidend ist der Blick auf die letzten drei Jahre, nicht auf das Bauchgefühl.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert August 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen
Franchise-Rechner Krankenkasse
Tiefe Franchise (300): Kosten/JahrCHF 420
Hohe Franchise (2'500): Kosten − PrämienersparnisCHF -180
EmpfehlungHohe Franchise (2'500)

Modell mit 10 % Selbstbehalt (max. CHF 700). Prämienersparnis = Differenz der Monatsprämien.

Kostenlos starten, ohne Kreditkarte und ohne Bankverknüpfung. Deine Eingaben bleiben in deinem Browser, bis du sie selbst speicherst.

Break-Even finden

Vergleiche die jährliche Prämienersparnis der höheren Franchise mit dem maximalen Mehrkosten-Risiko. Liegt deine erwartete Leistung darunter, lohnt die hohe Franchise.

Faustregel

Selten krank → CHF 2'500.– Franchise. Regelmässige Leistungen → tiefere Franchise.

In BudgetHub setzt du das direkt in ein lebendiges Budget um – kostenlos.

So findest du deinen Break-Even

Vergleiche die Jahresprämie bei CHF 300 Franchise mit jener bei CHF 2'500. Die Differenz ist deine Ersparnis. Dagegen steht das Mehrrisiko von CHF 2'200 an zusätzlicher Franchise.

Beispiel: Bei CHF 1'400 Prämienersparnis pro Jahr lohnt sich die hohe Franchise, solange deine Gesundheitskosten unter rund CHF 1'700 bleiben. Darüber kippt die Rechnung – und ab CHF 2'500 plus Selbstbehalt zahlst du deutlich drauf.

Der Selbstbehalt gehört in die Rechnung

Nach der Franchise kommen 10 % der weiteren Kosten dazu, höchstens CHF 700 pro Jahr bei Erwachsenen. Im schlechtesten Fall zahlst du bei der Höchstfranchise also CHF 3'200 selbst – dieser Betrag muss verfügbar sein, sonst ist die hohe Franchise ein Risiko statt einer Ersparnis.

Wann die Rechnung nicht gilt

Bei einer bekannten anstehenden Behandlung. Wer weiss, dass eine Operation oder eine längere Therapie bevorsteht, wählt die tiefste Franchise – die Rechnung mit Durchschnittswerten führt hier zum falschen Ergebnis.

Ebenso bei Kindern: Dort gibt es keine Mindestfranchise, und der Prämienrabatt für höhere Kinderfranchisen ist im Verhältnis klein. Für Kinder ist die tiefste Franchise fast immer richtig.

Die Reserve ist Teil der Entscheidung

Bei der Höchstfranchise beträgt das maximale Eigenrisiko CHF 2'500 plus bis zu CHF 700 Selbstbehalt, also CHF 3'200 pro Jahr. Dieser Betrag muss verfügbar sein – sonst ist die hohe Franchise kein Spartrick, sondern ein Risiko.

Praktisch heisst das: Die eingesparte Prämie gehört auf ein separates Konto, bis das Polster steht. Danach ist es echtes Sparen.

Der Abgleich mit der Realität

Vergleiche das Ergebnis mit deiner letzten Abrechnung, nicht mit deiner Erinnerung. Tarife und Prämien ändern jährlich, und die Zahl im Kopf stammt fast immer aus dem Jahr, in dem man zuletzt genauer hingeschaut hat.

Zweitens gilt: Ein Vergleich rechnet mit Listenpreisen. Rabatte, Kombinationsangebote und Treueboni sind darin nicht abgebildet – sie verschieben das Ergebnis, ändern aber selten die Rangfolge.

Richtwert und eigene Lage

Ein Richtwert beschreibt den Durchschnitt, nicht deine Situation. Er ist brauchbar als Ausgangspunkt und wird erst durch den Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate aussagekräftig.

Wo dein Wert um mehr als zwanzig Prozent abweicht, gibt es dafür meist einen konkreten Grund – Wohnregion, Haushaltsgrösse oder eine Besonderheit deiner Lebenssituation. Diesen Grund zu kennen ist wertvoller als der Durchschnitt selbst.

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich die hohe Franchise?+

Wenn die erwarteten Gesundheitskosten unter dem Break-Even liegen, meist rund CHF 1'800 bis 2'200 pro Jahr. Die beste Grundlage sind die tatsächlichen Kosten der letzten drei Jahre.

Was kostet mich die hohe Franchise im schlechtesten Fall?+

CHF 2'500 Franchise plus bis zu CHF 700 Selbstbehalt, also CHF 3'200 pro Jahr. Dieser Betrag sollte als Reserve verfügbar sein.

Bis wann kann ich die Franchise ändern?+

Senken bis Ende November, erhöhen bei den meisten Kassen bis Ende Dezember. Die Änderung gilt immer erst ab dem 1. Januar.

Welche Franchise für Kinder?+

Die tiefste. Es gibt keine Mindestfranchise für Kinder, und der Prämienrabatt für höhere Stufen fällt im Verhältnis klein aus.

Warum weicht mein tatsächlicher Wert ab?+

Meist wegen vergessener Rückstellungen für Steuern, Zahnarzt oder Selbstbehalt. Sie fallen jährlich an und fehlen in der Monatsbetrachtung.

Wie oft soll ich nachrechnen?+

Einmal jährlich und nach jeder wesentlichen Veränderung – Umzug, Pensumsänderung, Familienzuwachs oder Lohnerhöhung.

Wie verlässlich sind Richtwerte?+

Als Ausgangspunkt brauchbar, als Massstab nicht. Erst der Abgleich mit deinen tatsächlichen Zahlen der letzten zwölf Monate macht sie aussagekräftig.

Rechne durch, was der Wechsel bringt

Franchise, Modell und Region zusammen entscheiden über mehrere hundert Franken im Jahr. Der Rechner zeigt dir die Differenz für deine Situation.