Familie

Wie spart eine Familie bei der Krankenkasse? (2026)

Kurz beantwortet: Bei Familien liegt der grösste Hebel nicht bei der Einzelprämie, sondern bei den Mengenrabatten – viele Kassen staffeln ab dem zweiten oder dritten Kind, bei einzelnen ist das dritte Kind prämienfrei. Verglichen werden sollte deshalb die Gesamtsumme des Haushalts.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Januar 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Die Sparhebel für Familien

Kurz: Bei Familien summieren sich mehrere Hebel. Kinderprämien sind ohnehin tiefer als Erwachsenenprämien. Wer Anspruch auf Prämienverbilligung hat, zahlt für Kinder oft nur einen kleinen Teil selbst. Dazu kommen die üblichen Hebel: alternatives Modell und passende Franchise.

Für Kinder gilt: Die tiefste Franchise (CHF 0 bzw. die Kinderfranchise) ist oft sinnvoll, da Kinder häufiger zum Arzt gehen und die Prämienersparnis bei hoher Franchise gering ausfällt.

  • Kinderprämien sind deutlich tiefer als Erwachsenenprämien
  • Bei Anspruch: oft 80 % der Kinderprämie über Verbilligung gedeckt
  • Für Kinder eher tiefe Franchise wählen
  • Mehrere Kinder bei derselben Kasse: teils Mengenrabatt

Verbilligung nicht vergessen

Der grösste Hebel für Familien ist oft die Prämienverbilligung – gerade für Kinder. Prüfe deinen Anspruch beim Wohnkanton, denn die Einkommensgrenzen für Familien sind höher als für Einzelpersonen. Den verbleibenden Prämienbetrag planst du dann sauber im Familienbudget ein.

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Die Kinderfranchise

Für Kinder ist keine Mindestfranchise vorgeschrieben – sie kann bei null liegen, wählbar bis CHF 600. In der Regel ist die tiefste die richtige: Kinder gehen häufiger zum Arzt, und der Prämienrabatt für höhere Stufen ist im Verhältnis klein.

Der Selbstbehalt ist bei Kindern zudem auf CHF 350 pro Jahr gedeckelt, halb so hoch wie bei Erwachsenen.

Prämienverbilligung für Kinder

Mehrere Kantone verbilligen Kinder- und Jugendprämien deutlich stärker als Erwachsenenprämien – teilweise auch bei mittleren Einkommen, bei denen Eltern gar keinen Antrag mehr erwarten. Genau darum bleibt hier am meisten Geld liegen.

Die Pensumsfrage ehrlich rechnen

Ein höheres Pensum bringt netto oft weniger als erwartet: Betreuungskosten steigen, einkommensabhängige Subventionen sinken, und die Progression greift beim Zweiteinkommen zum Grenzsteuersatz des Haushalts.

Die Rechnung gehört trotzdem um die Vorsorge ergänzt. Beitragsjahre und Sparbeiträge lassen sich später kaum nachholen – langfristig spricht das meist für das höhere Pensum, auch wenn der Monatseffekt klein ist.

Erziehungsgutschriften bei der AHV

Für jedes Jahr mit elterlicher Sorge für ein Kind unter 16 wird ein fiktives Einkommen bei der Rentenberechnung angerechnet – das Dreifache der jährlichen Mindestrente. Ein Antrag ist nicht nötig.

Bei unverheirateten Eltern mit gemeinsamer Sorge sollte schriftlich vereinbart werden, wie geteilt wird. Diese Vereinbarung wird bei der Rentenanmeldung verlangt und ist Jahrzehnte später schwer zu rekonstruieren.

Sparen für Kinder

Ein Jugendsparkonto für kleine Beträge, für längere Horizonte auch Wertschriftenlösungen. Wichtiger als der Betrag ist der frühe Start – die Laufzeit wirkt stärker.

Die eigene Vorsorge hat allerdings Vorrang: Für die Ausbildung der Kinder gibt es Stipendien und Darlehen, für die eigene Altersvorsorge nicht.

Häufige Fragen

Wie spart eine Familie bei der Krankenkasse am meisten?+

Über die Prämienverbilligung (gerade für Kinder), tiefere Kinderprämien, ein alternatives Modell und die passende Franchise.

Welche Franchise für Kinder?+

Für Kinder ist oft die tiefste Franchise sinnvoll, da sie häufiger zum Arzt gehen und die Prämienersparnis bei hoher Franchise gering ist.

Werden Kinderprämien verbilligt?+

Bei Anspruch auf Prämienverbilligung werden für Kinder oft rund 80 % der Prämie übernommen.

Gibt es Rabatte für mehrere Kinder?+

Ja, viele Kassen staffeln ab dem zweiten oder dritten Kind, bei einzelnen ist das dritte Kind prämienfrei. Die Ausgestaltung unterscheidet sich stark.

Welche Franchise für Kinder?+

In der Regel die tiefste. Für Kinder ist keine Mindestfranchise vorgeschrieben, und der Rabatt für höhere Stufen bis CHF 600 fällt im Verhältnis klein aus.

Müssen alle in derselben Kasse sein?+

Nein, jede Person kann frei wählen. Eine Aufteilung kann günstiger sein – dann entfallen allerdings die Familienrabatte, weshalb die Gesamtrechnung entscheidet.

Lohnt sich eine Pensumserhöhung mit Kindern?+

Kurzfristig oft weniger als erwartet, weil Betreuungskosten und Progression steigen. Langfristig meist ja, wegen der Vorsorgewirkung.

Muss ich Erziehungsgutschriften beantragen?+

Nein, sie werden bei der Rentenberechnung automatisch berücksichtigt. Teilungsvereinbarungen zwischen unverheirateten Eltern gehören aber aufbewahrt.

Soll ich für die Kinder oder für mich sparen?+

Zuerst Notgroschen und eigene Vorsorge. Für die Ausbildung gibt es Stipendien und Darlehen, für die Altersvorsorge nicht.

Zur Methodik: Prämien, Rabatte und Franchisestufen sind recherchierte Richtwerte 2026 (BAG, Vergleichsportale) und bewusst als Orientierung deklariert. Deine konkreten Zahlen hängen von Kasse, Kanton, Prämienregion und Modell ab.

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