Die Sparhebel für Familien
Kurz: Bei Familien summieren sich mehrere Hebel. Kinderprämien sind ohnehin tiefer als Erwachsenenprämien. Wer Anspruch auf Prämienverbilligung hat, zahlt für Kinder oft nur einen kleinen Teil selbst. Dazu kommen die üblichen Hebel: alternatives Modell und passende Franchise.
Für Kinder gilt: Die tiefste Franchise (CHF 0 bzw. die Kinderfranchise) ist oft sinnvoll, da Kinder häufiger zum Arzt gehen und die Prämienersparnis bei hoher Franchise gering ausfällt.
- Kinderprämien sind deutlich tiefer als Erwachsenenprämien
- Bei Anspruch: oft 80 % der Kinderprämie über Verbilligung gedeckt
- Für Kinder eher tiefe Franchise wählen
- Mehrere Kinder bei derselben Kasse: teils Mengenrabatt
Verbilligung nicht vergessen
Der grösste Hebel für Familien ist oft die Prämienverbilligung – gerade für Kinder. Prüfe deinen Anspruch beim Wohnkanton, denn die Einkommensgrenzen für Familien sind höher als für Einzelpersonen. Den verbleibenden Prämienbetrag planst du dann sauber im Familienbudget ein.
Trag die neue, tiefere Prämie in BudgetHub ein und leg den gesparten Betrag direkt auf ein Sparziel – so wird aus dem Sparen ein sichtbarer Fortschritt. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
Die Kinderfranchise
Für Kinder ist keine Mindestfranchise vorgeschrieben – sie kann bei null liegen, wählbar bis CHF 600. In der Regel ist die tiefste die richtige: Kinder gehen häufiger zum Arzt, und der Prämienrabatt für höhere Stufen ist im Verhältnis klein.
Der Selbstbehalt ist bei Kindern zudem auf CHF 350 pro Jahr gedeckelt, halb so hoch wie bei Erwachsenen.
Prämienverbilligung für Kinder
Mehrere Kantone verbilligen Kinder- und Jugendprämien deutlich stärker als Erwachsenenprämien – teilweise auch bei mittleren Einkommen, bei denen Eltern gar keinen Antrag mehr erwarten. Genau darum bleibt hier am meisten Geld liegen.
Die Pensumsfrage ehrlich rechnen
Ein höheres Pensum bringt netto oft weniger als erwartet: Betreuungskosten steigen, einkommensabhängige Subventionen sinken, und die Progression greift beim Zweiteinkommen zum Grenzsteuersatz des Haushalts.
Die Rechnung gehört trotzdem um die Vorsorge ergänzt. Beitragsjahre und Sparbeiträge lassen sich später kaum nachholen – langfristig spricht das meist für das höhere Pensum, auch wenn der Monatseffekt klein ist.
Erziehungsgutschriften bei der AHV
Für jedes Jahr mit elterlicher Sorge für ein Kind unter 16 wird ein fiktives Einkommen bei der Rentenberechnung angerechnet – das Dreifache der jährlichen Mindestrente. Ein Antrag ist nicht nötig.
Bei unverheirateten Eltern mit gemeinsamer Sorge sollte schriftlich vereinbart werden, wie geteilt wird. Diese Vereinbarung wird bei der Rentenanmeldung verlangt und ist Jahrzehnte später schwer zu rekonstruieren.
Sparen für Kinder
Ein Jugendsparkonto für kleine Beträge, für längere Horizonte auch Wertschriftenlösungen. Wichtiger als der Betrag ist der frühe Start – die Laufzeit wirkt stärker.
Die eigene Vorsorge hat allerdings Vorrang: Für die Ausbildung der Kinder gibt es Stipendien und Darlehen, für die eigene Altersvorsorge nicht.
