Kurz beantwortet
Strom kostet in der Schweiz grob CHF 40–160 pro Monat, der typische Richtwert (Median) liegt bei rund CHF 90 pro Monat. Die Stromkosten hängen von Haushaltsgrösse, Verbrauch und Tarif des lokalen Versorgers ab. Ein Single zahlt deutlich weniger als eine vierköpfige Familie.
Einordnung ins Budget
Im Haushaltsbudget gehört dieser Posten in die Kategorie Wohnen. Plane ihn als wiederkehrenden Fixposten ein, damit er nicht den Monat sprengt.
So sparst du
Vergleiche deinen Verbrauch mit dem Richtwert und prüfe Geräte mit hohem Standby. Den konkreten Betrag rechnest du im Stromkostenrechner aus. Mehr dazu im Stromkostenrechner. Erfasse diesen Posten in BudgetHub als eigene Kategorie und behalte ihn automatisch im Blick – kostenlos.
Strom im Gesamtbudget
Bezogen auf einen Referenzhaushalt mit CHF 6'000 Nettobudget entspricht der Richtwert rund 1.5 % der monatlichen Ausgaben. Strom ist damit ein kleiner Posten. Wer hier spart, gewinnt wenig – die grossen Hebel liegen bei Wohnen, Krankenkasse und Steuern. Der Lebenshaltungskosten-Rechner setzt diesen und alle übrigen Posten zu einem vollständigen Profil zusammen.
Die Zahl im Budget: Rechenweg statt Bauchgefühl
Der Richtwert von CHF 90 pro Monat ergibt CHF 1'080 pro Jahr. In einem Referenzhaushalt mit CHF 6'000 monatlichem Nettobudget entspricht das rund 1.5 % der gesamten Ausgaben. Die Bandbreite von CHF 40 bis CHF 160 bedeutet über ein Jahr eine Differenz von CHF 1'440 – so viel Spielraum hast du bei diesem einen Posten, wenn du ihn bewusst gestaltest.
Die Spannweite beträgt etwa das 4-Fache zwischen günstigster und teuerster Variante. Bei einem so grossen Faktor entscheidet nicht der Markt, sondern deine Wahl – Anbieter, Umfang und Zeitpunkt bestimmen den Preis stärker als alles andere. Das ist die gute Nachricht: Dieser Posten ist gestaltbar.
Was Strom teuer oder günstig macht
Zwischen CHF 40 und CHF 160 liegt beim Posten Strom der Faktor 4 — eine der grössten Spannweiten überhaupt. Wer hier den Durchschnitt einsetzt, rechnet fast sicher falsch. Drei Faktoren erklären den Unterschied:
Lage vor Fläche: Der Standort erklärt bei Wohnkosten mehr als die Quadratmeterzahl. Zwischen Agglomeration und Zentrum liegen bei gleicher Wohnung regelmässig 30–50 %.
Baujahr und Dämmung: Ein schlecht gedämmter Altbau verschiebt Kosten vom Mietzins in die Nebenkosten – der scheinbar günstigere Mietvertrag wird über die Heizperiode teurer.
Nebenkosten-Abrechnung: Akonto-Zahlungen sind Schätzungen. Die Jahresabrechnung bringt Nachzahlung oder Rückerstattung – wer nur die Akonto-Zahlung budgetiert, plant systematisch zu tief.
Wer diese drei Punkte für die eigene Situation durchgeht, grenzt Strom meist auf wenige Dutzend Franken genau ein — deutlich präziser als der Median von CHF 90, der nur die Mitte aller Haushalte beschreibt.
So planst du den Posten konkret
Erfasse den Posten als wiederkehrende Buchung in der Kategorie Wohnen. Wiederkehrende Buchungen erscheinen automatisch in der Monatsvorschau; damit siehst du schon am Anfang des Monats, was fix gebunden ist und was tatsächlich frei verfügbar bleibt.
Setze anschliessend ein Budget auf die Kategorie Wohnen und prüfe nach zwei bis drei Monaten, ob der Richtwert für dich stimmt. Die eigenen Zahlen schlagen jeden Durchschnitt – dieser Artikel liefert nur den Startwert, deine Historie liefert die Wahrheit.
Bei einem monatlich wiederkehrenden Posten in der Kategorie Wohnen wirkt jede Änderung zwölffach: CHF 20 weniger pro Monat sind CHF 240 im Jahr. Genau deshalb entstehen die meisten Einsparungen bei der jährlichen Kontrolle und nicht im Alltag.
Selbstcheck: Ist dein Betrag realistisch?
Wohnkosten sind der Posten, bei dem sich eine Fehleinschätzung am längsten hält. Diese fünf Fragen prüfen deinen Wert für Strom gegen die Spanne CHF 40 bis CHF 160:
1. Kennst du deine tatsächliche Zahl für Strom? Nicht die geschätzte, sondern die aus den letzten drei Abrechnungen. Wer schätzt, liegt bei diesem Posten erfahrungsgemäss zu tief, weil einzelne Monate mit Sonderausgaben ausgeblendet werden.
2. Liegst du innerhalb der Bandbreite CHF 40–160? Deutlich darüber ist kein Fehler, verlangt aber eine bewusste Begründung – deutlich darunter kann auf eine Deckungs- oder Qualitätslücke hinweisen.
3. Steht Strom als eigene Position im Budget? In der Kategorie Wohnen geht der Posten sonst in einer Sammelposition unter – und ein Posten, der nur im Kopf existiert, konkurriert jeden Monat neu mit allem anderen.
4. Wann hast du zuletzt verglichen? Der Abstand zum günstigsten Bereich beträgt hier nur rund CHF 50; die grössere Wirkung liegt bei diesem Posten in der Wahl der Variante, nicht im Anbieterwechsel.
5. Was passiert bei einer Verdoppelung? Trägt dein Budget den oberen Rand von CHF 160 pro Monat? Wenn nicht, gehört genau hier ein Puffer hin – nicht irgendwo pauschal.
Häufige Fehler bei diesem Posten
Diese Fehler kosten in der Praxis am meisten Geld:
· Nur den Nettomietzins budgetieren und die Nebenkosten-Nachzahlung vergessen.
· Beim Umzug die Rückgabe-Reinigung mit Abnahmegarantie nicht einrechnen.
· Den eigenen Wert mit dem Median von CHF 90 gleichsetzen: Die Mitte sagt, wo die Mehrheit liegt – nicht, wo du liegst. Bei einer Spannweite bis CHF 160 ist der Abstand zur eigenen Realität oft dreistellig.
