Lebenshaltung

Wie viel Haushaltsgeld für 2 Personen?

Kurz beantwortet: Für einen Zweipersonenhaushalt in der Schweiz rechnet man mit rund CHF 970 Haushaltsgeld pro Monat – CHF 820 für Lebensmittel, CHF 60 für Getränke und CHF 90 für Drogerie und Putzmittel. Je nach Einkaufsort und Essgewohnheiten liegt der Betrag zwischen CHF 700 und CHF 1’300. Haushaltsgeld ist der Betrag, den ein Paar gemeinsam für den täglichen Bedarf ausgibt – ohne Miete, Versicherungen und Freizeit. Er ist der grösste variable Posten im gemeinsamen Budget und der, über den Paare am häufigsten diskutieren.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Was ins Haushaltsgeld gehört

Kurz: Lebensmittel, Getränke, Drogerieartikel, Putz- und Waschmittel sowie kleine Haushaltsartikel. Nicht dazu gehören Miete und Nebenkosten, Krankenkasse, Restaurantbesuche, Kleidung und Freizeit – diese laufen über eigene Kategorien.

PostenRichtwert / MonatSpanne
LebensmittelCHF 820CHF 650–CHF 1’100
Getränke (ohne Ausgang)CHF 60CHF 30–CHF 120
Drogerie, Putz- und WaschmittelCHF 90CHF 60–CHF 140
Total HaushaltsgeldCHF 970CHF 700–CHF 1’300

Pro Person ist das weniger als in einem Einpersonenhaushalt: Grosspackungen, gemeinsames Kochen und weniger Verderb senken die Pro-Kopf-Kosten.

Was den Betrag nach oben treibt

Drei Faktoren machen den grössten Unterschied: der Einkaufsort (Discounter gegenüber Bio-Fachhandel), der Anteil an Fertigprodukten und Fleisch sowie die Planung. Wer ohne Liste und hungrig einkauft, gibt nachweislich mehr aus. Häufige kleine Einkäufe kosten mehr als ein grosser Wocheneinkauf.

Auch der Einkauf im grenznahen Ausland senkt die Kosten, lohnt sich aber nur bei grösseren Mengen und ohne lange Anfahrt – und die Zollfreigrenzen gelten pro Person.

  • Wochenplan und Einkaufsliste
  • Eigenmarken statt Markenprodukte
  • Saisonal und regional bei Gemüse und Obst
  • Reste einplanen statt wegwerfen

Gemeinsames Haushaltsgeld organisieren

Bewährt haben sich zwei Wege. Erstens ein gemeinsames Haushaltskonto mit Karte, auf das beide ihren Anteil per Dauerauftrag überweisen – alle Einkäufe laufen darüber, Abrechnen entfällt. Zweitens eine gemeinsame Ausgabenliste in einer App, die am Monatsende ausgleicht, wer wie viel bezahlt hat.

Ob 50:50 oder im Verhältnis der Einkommen geteilt wird, ist Ansichtssache. Wichtig ist, dass beide den Betrag kennen und der Modus einmal festgelegt wird – statt bei jedem Einkauf neu verhandelt.

So findet ihr euren Betrag

Zwei Monate lang alle Einkäufe für den Haushalt erfassen, ohne etwas zu ändern. Der Durchschnitt ist euer realistischer Ausgangswert. Danach festlegen, ob er passt – und den Betrag als festen Monatswert auf das Haushaltskonto überweisen.

Trag dein Einkommen und deine Fixkosten einmal in BudgetHub ein – dann siehst du deine eigene Zahl statt eines Musterbudgets. Kostenlos, ohne Bankverbindung.

Vom Richtwert zur Budgetposition

Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.

Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.

Häufige Fragen

Wie viel Haushaltsgeld braucht ein Paar pro Monat?+

Rund CHF 970 für Lebensmittel, Getränke und Drogerie – je nach Einkaufsverhalten CHF 700 bis CHF 1’300.

Was gehört zum Haushaltsgeld?+

Lebensmittel, Getränke, Drogerie-, Putz- und Waschmittel sowie kleine Haushaltsartikel. Miete, Versicherungen, Restaurant und Freizeit nicht.

Wie viel Haushaltsgeld pro Person?+

Im Zweipersonenhaushalt rund CHF 485 pro Person, im Einpersonenhaushalt eher mehr, weil Grosspackungen und gemeinsames Kochen wegfallen.

Wie teilen Paare das Haushaltsgeld?+

Über ein gemeinsames Haushaltskonto mit festen Daueraufträgen – entweder 50:50 oder im Verhältnis der Einkommen.

Wie kann man beim Haushaltsgeld sparen?+

Mit Wochenplan, Einkaufsliste, Eigenmarken, saisonalem Gemüse und weniger Fertigprodukten. Ein grosser Wocheneinkauf ist günstiger als viele kleine.

Gehören Restaurantbesuche zum Haushaltsgeld?+

Nein, sie gehören zum Freizeitbudget. So bleibt sichtbar, wie viel für den täglichen Bedarf und wie viel für Genuss ausgegeben wird.

Lohnt sich Einkaufen im Ausland?+

Bei grösseren Mengen und kurzer Anfahrt oft ja. Die Zollfreigrenze und Mengenbeschränkungen gelten pro Person, Fahrkosten und Zeit müssen mitgerechnet werden.

Wie viel Haushaltsgeld für eine Familie mit Kindern?+

Pro Kind kommen grob CHF 200 bis 400 dazu, mit steigendem Alter mehr. Eine eigene Seite zeigt das Lebensmittelbudget für Familien im Detail.

Wie halten wir das Haushaltsgeld ein?+

Mit einem festen Betrag auf einem gemeinsamen Haushaltskonto und einer Karte dazu. Was auf dem Konto ist, steht zur Verfügung – das ersetzt ständiges Nachrechnen.

Wie mache ich aus einem Richtwert eine Budgetposition?+

Als eigene Zeile mit monatlich reserviertem Betrag. Bei unregelmässigen Posten den Jahresbetrag durch zwölf teilen.

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Zur Methodik: Die genannten Richtwerte basieren auf etablierten Schweizer Budgetregeln (Budgetberatung Schweiz, BFS-Niveau, gängige Faustregeln) und sind bewusst als Orientierung deklariert – keine individuelle Beratung. Deine konkreten Zahlen hängen von Region, Haushalt und Lebensstil ab.

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