Was ins Haushaltsgeld gehört
Kurz: Lebensmittel, Getränke, Drogerieartikel, Putz- und Waschmittel sowie kleine Haushaltsartikel. Nicht dazu gehören Miete und Nebenkosten, Krankenkasse, Restaurantbesuche, Kleidung und Freizeit – diese laufen über eigene Kategorien.
| Posten | Richtwert / Monat | Spanne |
|---|---|---|
| Lebensmittel | CHF 820 | CHF 650–CHF 1’100 |
| Getränke (ohne Ausgang) | CHF 60 | CHF 30–CHF 120 |
| Drogerie, Putz- und Waschmittel | CHF 90 | CHF 60–CHF 140 |
| Total Haushaltsgeld | CHF 970 | CHF 700–CHF 1’300 |
Pro Person ist das weniger als in einem Einpersonenhaushalt: Grosspackungen, gemeinsames Kochen und weniger Verderb senken die Pro-Kopf-Kosten.
Was den Betrag nach oben treibt
Drei Faktoren machen den grössten Unterschied: der Einkaufsort (Discounter gegenüber Bio-Fachhandel), der Anteil an Fertigprodukten und Fleisch sowie die Planung. Wer ohne Liste und hungrig einkauft, gibt nachweislich mehr aus. Häufige kleine Einkäufe kosten mehr als ein grosser Wocheneinkauf.
Auch der Einkauf im grenznahen Ausland senkt die Kosten, lohnt sich aber nur bei grösseren Mengen und ohne lange Anfahrt – und die Zollfreigrenzen gelten pro Person.
- Wochenplan und Einkaufsliste
- Eigenmarken statt Markenprodukte
- Saisonal und regional bei Gemüse und Obst
- Reste einplanen statt wegwerfen
Gemeinsames Haushaltsgeld organisieren
Bewährt haben sich zwei Wege. Erstens ein gemeinsames Haushaltskonto mit Karte, auf das beide ihren Anteil per Dauerauftrag überweisen – alle Einkäufe laufen darüber, Abrechnen entfällt. Zweitens eine gemeinsame Ausgabenliste in einer App, die am Monatsende ausgleicht, wer wie viel bezahlt hat.
Ob 50:50 oder im Verhältnis der Einkommen geteilt wird, ist Ansichtssache. Wichtig ist, dass beide den Betrag kennen und der Modus einmal festgelegt wird – statt bei jedem Einkauf neu verhandelt.
So findet ihr euren Betrag
Zwei Monate lang alle Einkäufe für den Haushalt erfassen, ohne etwas zu ändern. Der Durchschnitt ist euer realistischer Ausgangswert. Danach festlegen, ob er passt – und den Betrag als festen Monatswert auf das Haushaltskonto überweisen.
Trag dein Einkommen und deine Fixkosten einmal in BudgetHub ein – dann siehst du deine eigene Zahl statt eines Musterbudgets. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
Vom Richtwert zur Budgetposition
Ein Richtwert wird erst nützlich, wenn er zu einer Zeile im Budget wird – mit einem Betrag, der monatlich reserviert ist. Alles andere bleibt eine Information ohne Folge.
Bei unregelmässig anfallenden Posten gehört der Jahresbetrag durch zwölf geteilt und als Rückstellung geführt. Sonst sprengt er den Monat, in dem er auftritt.
