Das Musterbudget für zwei
Kurz: Aus CHF 7’000 und CHF 5’000 brutto werden rund CHF 6’090 und CHF 4’400 netto, zusammen CHF 10’490. Typische Verteilung: CHF 2’600 für eine 3½-Zimmer-Wohnung, CHF 860 für zwei Krankenkassen, CHF 1’500 Steuern, CHF 1’000 Lebensmittel und Haushalt, CHF 500 Mobilität, CHF 450 Versicherungen, Telefon und Abos.
Es bleiben rund CHF 3’580 für Freizeit, Ferien, Kleidung, Geschenke und Sparen. Pro Person ist das deutlich mehr als bei zwei getrennten Haushalten mit denselben Löhnen.
| Posten | pro Monat |
|---|---|
| Nettolohn gemeinsam | CHF 10’490 |
| Wohnen inkl. Nebenkosten | CHF 2’600 |
| Krankenkasse (2 Personen) | CHF 860 |
| Steuern (Rückstellung) | CHF 1’500 |
| Lebensmittel & Haushalt | CHF 1’000 |
| Mobilität | CHF 500 |
| Versicherungen, Telefon, Abos | CHF 450 |
| Bleibt für Freizeit, Ferien, Sparen | CHF 3’580 |
Fair teilen: 50:50 oder nach Einkommen?
Bei unterschiedlichen Löhnen ist eine Aufteilung im Verhältnis der Einkommen oft fairer. Im Beispiel trägt die Person mit CHF 6’090 netto rund 58 Prozent der gemeinsamen Kosten, die andere rund 42 Prozent. Beide behalten so einen ähnlichen Anteil ihres Lohns zur freien Verfügung.
Bewährt hat sich das Drei-Konten-Modell: Ein gemeinsames Konto für Miete, Krankenkasse, Haushalt und Rücklagen, auf das beide ihren Anteil per Dauerauftrag überweisen, und je ein eigenes Konto für persönliche Ausgaben.
Steuern: verheiratet oder im Konkubinat
Verheiratete werden gemeinsam besteuert. Bei zwei ähnlichen Einkommen kann die Progression dazu führen, dass sie mehr zahlen als ein Konkubinatspaar mit denselben Löhnen – viele Kantone mildern das mit Splitting oder Zweiverdienerabzügen. Bei sehr ungleichen Einkommen ist die Ehe steuerlich oft günstiger.
Für das Budget heisst das: Die Steuerrückstellung bei Verheirateten gemeinsam planen, nicht pro Person. Wer heiratet, sollte die Rückstellung im Heiratsjahr neu berechnen.
Was ein Paar mit diesem Einkommen sparen kann
Fünfzehn bis zwanzig Prozent des gemeinsamen Nettolohns sind realistisch, also CHF 1’570 bis CHF 2’100 pro Monat. Damit sind zwei Säulen 3a, ein gemeinsamer Notgroschen und ein Ferienkonto möglich – oder das Eigenkapital für Wohneigentum in überschaubarer Zeit.
Wichtig bei Kinderwunsch: Das Budget mit dem Einkommen nach einer Pensumsreduktion rechnen. Wer heute vom vollen Doppeleinkommen lebt, hat später weniger Spielraum, als es sich anfühlt.
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Was den Wert nach oben treibt
Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.
Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.
