Einkommen

Budget als Paar mit CHF 12’000 Lohn

Kurz beantwortet: Ein Paar mit CHF 7’000 und CHF 5’000 brutto hat zusammen rund CHF 10’490 netto. Nach Wohnen, zwei Krankenkassen, Steuern, Lebensmitteln und Mobilität bleiben rechnerisch rund CHF 3’580 – genug für Ferien, Rücklagen und eine Sparquote von 15 Prozent und mehr. Zwei Einkommen in einem Haushalt sind der grösste Budgetvorteil, den es gibt: Miete, Internet, Haushaltsgeräte und vieles mehr fallen nur einmal an. Die Herausforderungen liegen anderswo – in der Steuerprogression bei Verheirateten und in der Frage, wie fair geteilt wird.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Das Musterbudget für zwei

Kurz: Aus CHF 7’000 und CHF 5’000 brutto werden rund CHF 6’090 und CHF 4’400 netto, zusammen CHF 10’490. Typische Verteilung: CHF 2’600 für eine 3½-Zimmer-Wohnung, CHF 860 für zwei Krankenkassen, CHF 1’500 Steuern, CHF 1’000 Lebensmittel und Haushalt, CHF 500 Mobilität, CHF 450 Versicherungen, Telefon und Abos.

Es bleiben rund CHF 3’580 für Freizeit, Ferien, Kleidung, Geschenke und Sparen. Pro Person ist das deutlich mehr als bei zwei getrennten Haushalten mit denselben Löhnen.

Postenpro Monat
Nettolohn gemeinsamCHF 10’490
Wohnen inkl. NebenkostenCHF 2’600
Krankenkasse (2 Personen)CHF 860
Steuern (Rückstellung)CHF 1’500
Lebensmittel & HaushaltCHF 1’000
MobilitätCHF 500
Versicherungen, Telefon, AbosCHF 450
Bleibt für Freizeit, Ferien, SparenCHF 3’580

Fair teilen: 50:50 oder nach Einkommen?

Bei unterschiedlichen Löhnen ist eine Aufteilung im Verhältnis der Einkommen oft fairer. Im Beispiel trägt die Person mit CHF 6’090 netto rund 58 Prozent der gemeinsamen Kosten, die andere rund 42 Prozent. Beide behalten so einen ähnlichen Anteil ihres Lohns zur freien Verfügung.

Bewährt hat sich das Drei-Konten-Modell: Ein gemeinsames Konto für Miete, Krankenkasse, Haushalt und Rücklagen, auf das beide ihren Anteil per Dauerauftrag überweisen, und je ein eigenes Konto für persönliche Ausgaben.

Steuern: verheiratet oder im Konkubinat

Verheiratete werden gemeinsam besteuert. Bei zwei ähnlichen Einkommen kann die Progression dazu führen, dass sie mehr zahlen als ein Konkubinatspaar mit denselben Löhnen – viele Kantone mildern das mit Splitting oder Zweiverdienerabzügen. Bei sehr ungleichen Einkommen ist die Ehe steuerlich oft günstiger.

Für das Budget heisst das: Die Steuerrückstellung bei Verheirateten gemeinsam planen, nicht pro Person. Wer heiratet, sollte die Rückstellung im Heiratsjahr neu berechnen.

Was ein Paar mit diesem Einkommen sparen kann

Fünfzehn bis zwanzig Prozent des gemeinsamen Nettolohns sind realistisch, also CHF 1’570 bis CHF 2’100 pro Monat. Damit sind zwei Säulen 3a, ein gemeinsamer Notgroschen und ein Ferienkonto möglich – oder das Eigenkapital für Wohneigentum in überschaubarer Zeit.

Wichtig bei Kinderwunsch: Das Budget mit dem Einkommen nach einer Pensumsreduktion rechnen. Wer heute vom vollen Doppeleinkommen lebt, hat später weniger Spielraum, als es sich anfühlt.

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Was den Wert nach oben treibt

Bei fast allen Haushaltsposten sind es dieselben drei Faktoren: Wohnregion, Haushaltsgrösse und ob externe Dienstleistungen genutzt werden. Städtische Zentren liegen bei praktisch jedem Posten über dem Landesdurchschnitt.

Der vierte Faktor ist die Lebensphase: Ein Haushalt mit Jugendlichen liegt bei Lebensmitteln, Mobilität und Freizeit deutlich über einem mit Kleinkindern.

Häufige Fragen

Wie viel netto haben wir mit CHF 12’000 brutto zu zweit?+

Bei CHF 7’000 und CHF 5’000 brutto rund CHF 10’490 netto, vor Steuern.

Wie teilen Paare die Kosten fair?+

Entweder 50:50 oder im Verhältnis der Nettolöhne. Bei grossen Lohnunterschieden empfinden die meisten die proportionale Aufteilung als fairer.

Wie viel Miete können wir uns leisten?+

Nach der Drittel-Regel rund CHF 3’460 inklusive Nebenkosten.

Zahlen Verheiratete mehr Steuern?+

Bei zwei ähnlichen Einkommen teilweise ja, bei sehr ungleichen Einkommen eher weniger. Viele Kantone gleichen die Heiratsstrafe teilweise aus.

Wie viel sollten wir als Paar sparen?+

Fünfzehn bis zwanzig Prozent des gemeinsamen Nettolohns, also CHF 1’570 bis CHF 2’100 pro Monat.

Brauchen wir ein gemeinsames Konto?+

Für gemeinsame Fixkosten ist es praktisch. Bewährt hat sich ein gemeinsames Konto plus je ein persönliches Konto.

Was ändert sich mit Kindern?+

Kita, Krankenkasse und eine grössere Wohnung kommen dazu, oft fällt ein Teil eines Einkommens weg. Das Budget deshalb vorab mit dem künftigen Einkommen rechnen.

Wie viel Notgroschen braucht ein Paar?+

Drei bis sechs Monatsausgaben des gemeinsamen Haushalts, auf einem separaten Konto. Mit nur einem stabilen Einkommen eher am oberen Rand.

Wie planen wir Wohneigentum?+

Mindestens 20 Prozent Eigenkapital, davon höchstens die Hälfte aus der Pensionskasse, und eine Tragbarkeit mit kalkulatorischem Zins. Ein fester monatlicher Sparbetrag führt dorthin.

Warum liegen meine Kosten über dem Richtwert?+

Meist wegen Wohnregion, Haushaltsgrösse oder externer Dienstleistungen. Städtische Zentren liegen bei fast jedem Posten über dem Durchschnitt.

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