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Taschengeld-Vereinbarung: Vorlage für Eltern und Kinder

Die kurze Antwort: Eine Taschengeld-Vereinbarung legt schriftlich fest, wie viel Geld ein Kind erhält, wofür es selbst verantwortlich ist (etwa Handy, Kleider, Freizeit) und welcher Teil gespart wird. Die Vorlage enthält alle Positionen, eine Spalte für den vereinbarten Betrag und Platz für Unterschriften. Sie eignet sich ab etwa 6 Jahren und wird mit jedem Geburtstag angepasst. Excel und PDF kostenlos.

Von Leutrim MiftarajGründer von BudgetHub, MSc Innovation Management (FFHS)Aktualisiert Oktober 2026Autor von «Identity Over Discipline»Methodik & Datenquellen

Vorlage kostenlos herunterladen – ohne Anmeldung

Excel-Datei mit Formeln (auch für Google Sheets, LibreOffice, Numbers) und PDF zum Ausdrucken. Stand 2026.

Interaktive Vorlage · CHF pro Monat (vereinbart)
Taschengeld (frei verfügbar)
CHF
Handy-Abo (selbst verwaltet)
CHF
Kleidergeld
CHF
Freizeit und Ausgang
CHF
Schulmaterial und Ausflüge
CHF
Sparanteil (fix aufs Sparkonto)
CHF
Bonus für Zusatzarbeiten
CHF
TotalCHF 50

Beträge sind Richtwerte – passe sie an deine Situation an. Lade die Vorlage als CSV herunter oder erstelle sie direkt in BudgetHub.

Warum eine schriftliche Vereinbarung hilft

Kurz: Diskussionen ums Taschengeld drehen sich selten um den Betrag, sondern um die Frage, wer was bezahlt. Eine schriftliche Vereinbarung klärt das einmal – und Kinder lernen dabei, mit einem festen Budget zu planen. Was vereinbart ist, muss nicht jede Woche neu verhandelt werden.

Mit zunehmendem Alter wächst die Verantwortung: zuerst nur Süssigkeiten und kleine Wünsche, später Handy, Kleider und Freizeit. Die Vorlage bildet diese Entwicklung ab.

Die Positionen der Vereinbarung

PositionBeispiel (12 Jahre)
Taschengeld (frei verfügbar)CHF 40
Handy-Abo (selbst verwaltet)nach Absprache
Kleidergeldnach Absprache
Freizeit und Ausgangnach Absprache
Schulmaterial und Ausflügenach Absprache
Sparanteil (fix aufs Sparkonto)CHF 10
Bonus für Zusatzarbeitennach Absprache

Je älter das Kind, desto mehr Positionen werden aktiv. Mit 15 oder 16 Jahren ist ein Jugendlohn mit Kleidergeld, Handy und Freizeit üblich – dann ist der Betrag deutlich höher, die Verantwortung auch.

Regeln, die sich bewährt haben

Das Taschengeld kommt pünktlich und ohne Bedingungen – es ist kein Lohn für Hausarbeit. Zusatzarbeiten können einen Bonus geben, die normale Mithilfe im Haushalt nicht. Was das Kind mit seinem Geld macht, entscheidet es selbst; Fehlkäufe gehören zum Lernen. Vorschüsse sind die Ausnahme, nicht die Regel.

Ein fester Sparanteil – etwa ein Fünftel – auf ein separates Konto macht das Sparen zur Gewohnheit. Ab etwa zwölf Jahren eignet sich dafür ein eigenes Jugendkonto.

  • Pünktlich und ohne Bedingungen
  • Kein Lohn für normale Mithilfe
  • Fester Sparanteil

So verändert sich die Vereinbarung mit dem Alter

Mit sechs bis neun Jahren reicht ein kleiner Wochenbetrag für Süssigkeiten und kleine Wünsche, ein Teil davon kommt ins Kässeli. Ab etwa zehn Jahren wird auf einen Monatsbetrag umgestellt, und das Kind übernimmt erste Verantwortung, etwa für Freizeit oder Geschenke an Freunde. Mit zwölf bis vierzehn kommen oft Handy-Abo, Schulmaterial und ein eigenes Jugendkonto dazu.

Ab fünfzehn Jahren wählen viele Familien einen Jugendlohn: Kleider, Handy, Freizeit und teils ÖV werden selbst bezahlt, der Betrag liegt entsprechend höher. Die Vorlage bildet diese Stufen ab – du aktivierst einfach weitere Zeilen und passt die Beträge an. Wichtig ist, die Übergabe von Verantwortung gemeinsam zu besprechen und nicht einfach Kosten abzuschieben.

Mit dem ersten Lehrlingslohn endet die Taschengeld-Vereinbarung meist. Dann folgt ein richtiges Budget, oft mit einem Kostgeld an die Eltern.

Anpassen und auswerten

Die Vereinbarung wird einmal im Jahr überprüft, am besten am Geburtstag. Dann wird der Betrag erhöht und allenfalls eine neue Verantwortung übernommen. Ein kurzes Gespräch darüber, was gut lief und was nicht, ist wertvoller als jede Kontrolle der einzelnen Ausgaben.

Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.

Häufige Fragen

Ab welchem Alter braucht es eine Taschengeld-Vereinbarung?+

Ab etwa 6 Jahren, sobald das Kind regelmässig Taschengeld erhält. Mit dem Jugendlohn ab 14 oder 15 wird sie besonders wichtig.

Wie viel Taschengeld ist in der Schweiz üblich?+

Als Faustregel etwa CHF 1 pro Lebensjahr und Woche bei jüngeren Kindern, ab 10 Jahren monatlich. Der BudgetHub-Taschengeldrechner zeigt die Richtwerte nach Alter.

Soll Taschengeld an Hausarbeit gekoppelt sein?+

Nein. Das Taschengeld ist ein Lerninstrument. Für Zusatzarbeiten kann es einen Bonus geben, für die normale Mithilfe nicht.

Was ist ein Jugendlohn?+

Ein höherer Monatsbetrag, aus dem Jugendliche Kleider, Handy, Freizeit und teils Schulsachen selbst bezahlen. Er wird meist ab 12 bis 15 Jahren eingeführt.

Ist die Vorlage kostenlos?+

Ja, als Excel und als PDF zum Ausdrucken und Unterschreiben.

Was passiert, wenn das Geld vor Monatsende weg ist?+

Dann ist es weg – das ist der wichtigste Lerneffekt. Vorschüsse sollten die seltene Ausnahme bleiben.

Soll das Taschengeld bar oder aufs Konto?+

Bei jüngeren Kindern bar, damit Geld greifbar bleibt. Ab etwa zwölf Jahren eignet sich ein Jugendkonto mit Dauerauftrag.

Wie viel sollte ein Kind sparen?+

Ein fester Anteil von etwa einem Fünftel des Taschengelds ist ein guter Start. Wichtiger als der Betrag ist, dass das Sparen automatisch passiert und das Kind ein eigenes Ziel dafür hat, etwa ein Velo oder ein Konzertticket.

Übt es gemeinsam

Ein eigenes Budget zu führen lernt man nicht durch Erklären, sondern durch Machen – am besten mit dem ersten eigenen Geld und jemandem, der mitschaut.