Warum eine schriftliche Vereinbarung hilft
Kurz: Diskussionen ums Taschengeld drehen sich selten um den Betrag, sondern um die Frage, wer was bezahlt. Eine schriftliche Vereinbarung klärt das einmal – und Kinder lernen dabei, mit einem festen Budget zu planen. Was vereinbart ist, muss nicht jede Woche neu verhandelt werden.
Mit zunehmendem Alter wächst die Verantwortung: zuerst nur Süssigkeiten und kleine Wünsche, später Handy, Kleider und Freizeit. Die Vorlage bildet diese Entwicklung ab.
Die Positionen der Vereinbarung
| Position | Beispiel (12 Jahre) |
|---|---|
| Taschengeld (frei verfügbar) | CHF 40 |
| Handy-Abo (selbst verwaltet) | nach Absprache |
| Kleidergeld | nach Absprache |
| Freizeit und Ausgang | nach Absprache |
| Schulmaterial und Ausflüge | nach Absprache |
| Sparanteil (fix aufs Sparkonto) | CHF 10 |
| Bonus für Zusatzarbeiten | nach Absprache |
Je älter das Kind, desto mehr Positionen werden aktiv. Mit 15 oder 16 Jahren ist ein Jugendlohn mit Kleidergeld, Handy und Freizeit üblich – dann ist der Betrag deutlich höher, die Verantwortung auch.
Regeln, die sich bewährt haben
Das Taschengeld kommt pünktlich und ohne Bedingungen – es ist kein Lohn für Hausarbeit. Zusatzarbeiten können einen Bonus geben, die normale Mithilfe im Haushalt nicht. Was das Kind mit seinem Geld macht, entscheidet es selbst; Fehlkäufe gehören zum Lernen. Vorschüsse sind die Ausnahme, nicht die Regel.
Ein fester Sparanteil – etwa ein Fünftel – auf ein separates Konto macht das Sparen zur Gewohnheit. Ab etwa zwölf Jahren eignet sich dafür ein eigenes Jugendkonto.
- Pünktlich und ohne Bedingungen
- Kein Lohn für normale Mithilfe
- Fester Sparanteil
So verändert sich die Vereinbarung mit dem Alter
Mit sechs bis neun Jahren reicht ein kleiner Wochenbetrag für Süssigkeiten und kleine Wünsche, ein Teil davon kommt ins Kässeli. Ab etwa zehn Jahren wird auf einen Monatsbetrag umgestellt, und das Kind übernimmt erste Verantwortung, etwa für Freizeit oder Geschenke an Freunde. Mit zwölf bis vierzehn kommen oft Handy-Abo, Schulmaterial und ein eigenes Jugendkonto dazu.
Ab fünfzehn Jahren wählen viele Familien einen Jugendlohn: Kleider, Handy, Freizeit und teils ÖV werden selbst bezahlt, der Betrag liegt entsprechend höher. Die Vorlage bildet diese Stufen ab – du aktivierst einfach weitere Zeilen und passt die Beträge an. Wichtig ist, die Übergabe von Verantwortung gemeinsam zu besprechen und nicht einfach Kosten abzuschieben.
Mit dem ersten Lehrlingslohn endet die Taschengeld-Vereinbarung meist. Dann folgt ein richtiges Budget, oft mit einem Kostgeld an die Eltern.
Anpassen und auswerten
Die Vereinbarung wird einmal im Jahr überprüft, am besten am Geburtstag. Dann wird der Betrag erhöht und allenfalls eine neue Verantwortung übernommen. Ein kurzes Gespräch darüber, was gut lief und was nicht, ist wertvoller als jede Kontrolle der einzelnen Ausgaben.
Übernimm die Struktur direkt in BudgetHub – die Kategorien sind angelegt, und statt einer Tabelle, die man vergisst, siehst du jeden Monat, wie Plan und Ist auseinanderlaufen. Kostenlos, ohne Bankverbindung.
